Vechtas Bürgermeister Helmut Gels (ganz rechts), Alfred Büngen (links) und Prof. Dr. Burghart Schmidt begrüßten Iris Keller im Vechtaer Rathaus (Foto: Bindernagel, Stadt Vechta).

Artist in Residence 2018

Stadt und Universität begrüßen neuen Artist in Residence

veröffentlicht: am 20.02.2018     Alle Themen

Die freischaffende Künstlerin Iris Keller ist im Bereich des zeitgenössischen Figurentheaters tätig. Sie überzeugte mit ihrem Figurentheater-Konzept.

Stadtverwaltung und Universität freuen sich auf den neuen „Artist in Residence“ zum Thema „Vielfalt und Wandel – Vechta und die Mobilität“. Iris Keller aus dem baden-württembergischen Binzen hat sich gegen 32 andere Bewerber durchgesetzt und ist ab April für sechs Wochen in Vechta zu Gast.

Zur Jury gehörten neben Vechtas Bürgermeister Helmut Gels und Universitäts-Präsident Prof. Dr. Burghart Schmidt auch Alfred Büngen vom Geest-Verlag, Prof. Dr. Gabriele Dürbeck von der Universität Vechta und der ehemalige Intendant der Landesbühne Niedersachsen Nord, Gerhard Hess.

Vechtas Bürgermeister Helmut Gels, Universitäts-Präsident Prof. Dr. Burghardt Schmidt und Mit-Juror Alfred Büngen begrüßten die freischaffende Künstlerin in dieser Woche erstmalig in der Kreisstadt. Iris Keller ist im Bereich des zeitgenössischen Figurentheaters tätig und hat darüber hinaus Erfahrungen im Schreiben.

Überzeugt hatte Keller mit ihrem Konzept, das den Namen „Hottehü oder die Entdeckung der Langsamkeit. Wahrnehmung von Geschwindigkeit gestern und heute“ trägt. In der heutigen Gesellschaft ist es Keller zufolge nichts Ungewöhnliches mehr, täglich hunderte Kilometer zu pendeln oder eine Fernbeziehung über zwei Kontinente zu führen. Und wenn es einmal doch nicht schnell genug geht, dann nimmt man eben das Flugzeug. „Man verliert die Geschwindigkeit und die Distanz dabei aus den Augen“, sagt Iris Keller, „Für ein Pferd ist dies erstaunlich. Es legt im Schnitt gemütliche 20 km am Tag zurück“.

Unter diesem Gesichtspunkt wird Iris Keller Vechta erkunden – gemeinsam mit einer Pferdefigur. Iris Keller möchte gemeinsam mit „ihrem Pferd“ die Kreisstadt anschauen, erleben und „umreiten“. Dabei möchte sie die Menschen kennenlernen und sie interviewen, wie sie die Geschwindigkeit in der Stadt Vechta wahrnehmen. Während das Pferd in Vechta auf Orte, Maschinen und Menschen trifft, die es als Transportmittel abgelöst haben, läuft die Videokamera.

Aus dem gesammelten Material schreibt die Künstlerin Texte für ihre große Abschlussperformance. „Ich möchte mein Publikum durch Vechta führen. Ich möchte die Menschen dabei einladen, mich zu begleiten und Vechta dabei einmal ganz neu zu erleben und wahrzunehmen“, sagte Keller.

„Ich freue mich auf dieses besondere Ereignis. In diesem Jahr feiern wir ein kleines Jubiläum. Gemeinsam mit der Uni laden wir mit Frau Keller bereits zum fünften Mail einen Artist in Residence nach Vechta ein. Es ist ein spannendes Thema – ich bin schon sehr gespannt darauf“, sagte Vechtas Bürgermeister Helmut Gels.

„Artist in Residence ist immer wieder ein tolles Projekt, um mit der Stadt Vechta zusammenzuarbeiten“, sagte Uni-Präsident Burghart Schmidt: „Es ist einfach eine tolle Gelegenheit, Menschen nach Vechta zu holen, die die Stadt aus einem anderen Blickwinkel darstellen. Ich bin auch sehr gespannt und freue mich auf das, was kommt.“

Weitere Informationen zum Artist in Residence-Projekt gibt es hier.