Brauerei Stierbräu

Stadt Vechta passt die Baugenehmigung an

veröffentlicht: am 31.08.2018     Alle Themen

Die Stadt Vechta möchte beim Verwaltungsgericht eine Aufhebung der Anordnung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs erreichen.

Die Stadt Vechta hat in den zurückliegenden Tagen noch einmal verschiedene Gespräche geführt, um auszuloten, wie in die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg, der Stierbräu-Brauerei bis zur Entscheidung in der Hauptsache das Brauen zu untersagen, möglichst rasch Bewegung gebracht werden kann. Ziel ist es dabei, beim Verwaltungsgericht eine Aufhebung der Anordnung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs zu erreichen. Diese verbietet es Pablo Meissner derzeit, weiter Bier zu brauen. „Das Verwaltungsgericht hat moniert, dass u.a. der Außerhausverkauf in der Betriebsbeschreibung und in der Folge in der Baugenehmigung nicht angesprochen und dem Umfang nach beschrieben worden ist. Es hat im Beschluss vom 17.08.2018 aber deutlich gemacht, dass es die Ansiedlung einer Brauerei an dem Standort bauplanungsrechtlich für grundsätzlich zulässig hält. Wir sehen nach einem erneuten vor-Ort-Termin und umfangreichen Gesprächen gute Chancen, durch Einreichung eines Abänderungsantrags beim Verwaltungsgericht zu erreichen, dass der Beschluss, der die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs anordnet, aufgehoben wird, so Vechtas Bürgermeister Helmut Gels. In einem solchen Antrag und einer entsprechenden Nachtragsgenehmigung würden Art und Umfang des Außerhausverkaufs der Brauerei beschrieben bzw. geregelt werden. „Wenn Gericht und Nachbarn deutlich wird, dass der nur in sehr geringem Umfang vorgesehene Außerhausverkauf keine besondere Verkehrs- und Lärmbelästigung darstellt und vom Rolltor sowie der Brauanlage keine Lärmbelästigung ausgeht, kann das Ganze vielleicht doch noch sehr rasch zu einem guten Ende kommen“, hofft Helmut Gels. Der Stadt Vechta sei daran im Interesse von Nachbarn und Pablo Meissner sehr gelegen. Der Weg zum Oberverwaltungsgericht Lüneburg bleibe auch bei dieser Vorgehensweise weiter offen.