Zeigen Stärke für ein starkes gemeinsames Projekt (v.l.): Vechtas Bürgermeister Kristian Kater, Landrat Herbert Winkel, der Vorstand der Schwester-Euthymia-Stiftung, Ulrich Pelster und Lohnes Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer. (Foto: Fischer)

Zentralklinikum Vechta/Lohne

Stadt Vechta startet nun die Bauleitplanung

veröffentlicht: am 05.02.2021     Baugrundstücke, Planen, Bauen

Die Stadt Vechta wird für das Zentralklinikum die erforderlichen planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau der Klinik schaffen.

„Wir schreiten voran und wollen frühzeitig die notwendigen planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen, damit zum einen der Bauherr, die Schwester-Euthymia-Stiftung, Rechtssicherheit darüber erhält, wie die Klinik am Standort Vechta entstehen könnte. Zum anderen wollen wir damit auch ein klares Bekenntnis für den gemeinsamen Standort signalisieren“, so Vechtas Bürgermeister Kristian Kater. Gemeinsam mit dem Vorstand der Schwester-Euthymia-Stiftung, Ulrich Pelster, dem Bürgermeister der Stadt Lohne, Tobias Gerdesmeyer, und Landrat Herbert Winkel haben die Projektpartner jetzt die weiteren Planungsschritte vorgestellt.

So soll auf dem vorgesehenen Gelände im Süden der Kreis- und Universitätsstadt Vechta ein Klinikum mit einer Kapazität von 450 Betten entstehen. Wichtigstes Ziel der Planungen ist die dauerhafte Versorgung der Menschen im Landkreis Vechta auf einem hohen medizinischen und pflegerischen Niveau. Verlief schon die Standortwahl in großer Einigkeit, so setzt sich dieser gemeinsame Schulterschluss auch bei den nun beginnenden Detailplanungen, die von der Schwester-Euthymia-Stiftung als Betreiberin der Krankenhäuser in Vechta und Lohne vorangetrieben werden, fort. Vorstand Ulrich Pelster dankte Kater für das Engagement der Stadt Vechta und für die herausragende Kooperation mit allen Beteiligten. Dabei sprach er von einem „gelebten Zusammenhalt“ zwischen der Stiftung, den Städten Vechta und Lohne und dem Landkreis Vechta. Gemeinsam arbeite man für ein Projekt, das in seiner vielfältigen Bedeutung für die gesamte Region einmalig sei. „Der Beginn der Bauleitplanung ist ein weiterer Fortschritt auf einem langen und hoffentlich erfolgreichen Weg zur Errichtung des Zentralklinikums in Vechta. Dieses Verfahren ist für uns sehr wichtig, denn davon hängt die Gebäude- und Raumplanung des Klinikums ab. Die Architekten müssen wissen, wie sie das rund acht Hektar große Areal nutzen könnten“, erläutert Pelster. Um hierfür auch die notwendigen Mittel zur Verfügung zu haben, hat die Stiftung Anfang Januar einen Antrag auf Bezuschussung der Planungskosten an das Land Niedersachsen gestellt. Eine Antwort aus Hannover steht jedoch noch aus. „Deshalb gehen wir zunächst in Vorleistung, damit bei der erhofften Zusage von Fördermitteln für den Bau des Zentralklinikums keine Zeit verloren geht“, ergänzt Kristian Kater. Dafür erntete er den Dank von Lohnes Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer, der zudem darauf hinwies, dass das gemeinsame Projekt in großer Einigkeit vorangetrieben wird. Gerdesmeyer richtete seinen Appell an die Entscheidungsträger in Hannover, möglichst schnell ein Signal zu geben, ob man mit einer Förderung rechnen könne. Es sei wichtig, möglichst frühzeitig eine Entscheidung zu bekommen, denn schon die Planung des Zentralklinikums sei mit hohen Kosten verbunden. Vorstand Pelster nannte in diesem Zusammenhang eine Summe von 6,7 Millionen Euro. Landrat Herbert Winkel machte deutlich, dass es wichtig sei, im Sinne des Projekts gegenüber Hannover deutlich aufzutreten. Man müsse über Parteigrenzen hinweg Überzeugungsarbeit leisten. Wichtige Instrumente hierfür seien die Kommunalparlamente, der Kreistag und die Kommunalverbände, denen die Städte Vechta und Lohne angehören. Auch dem neuen Beirat des Zentralklinikums Vechta-Lohne käme eine wichtige Bedeutung zu. In diesem Gremium werden Fachleute aus Medizin, Politik, Wirtschaft und Verwaltung vertreten sein. Die erste Sitzung wird Mitte Februar stattfinden. Zu Gast wird dann Dr. Boris Robbers, Leiter des Referats Krankenhäuser im Niedersächsischen Sozialministerium sein. Er wird über die Krankenhausplanung auf Landesebene berichten.