Wiebke Kläne (Fachdienst Bildung, Familie, Jugend und Sport) und Bürgermeister Kristian Kater. (Foto: Kläne)

Erhöhter Infektionsschutz

Löffeltests in Kitas verteilt - Beiträge im Fernsehen

veröffentlicht: am 09.04.2021     Alle Themen

Im Rathaus sind 12.000 Löffeltests angeliefert worden, die an alle Kitas in Vechta verteilt wurden. NDR und RTL berichten über den Start.

Bürgermeister Kristian Kater bekräftigt noch einmal, dass die Tests für alle Kinder in den Einrichtungen freiwillig sind und die Eltern zustimmen müssen. Gleichzeitig wirbt er um Vertrauen in die Schnelltests, die dazu beitragen sollen, das Infektionsgeschehen zu kontrollieren und die Ausbreitung des Virus frühzeitig zu bekämpfen. Die landkreisweite Teststrategie könne dazu beitragen, die derzeitige Notbetreuung in den Kitas trotz der erhöhten Ansteckungsgefahr durch die neue Virusvariante aufrechtzuerhalten.

Am Freitag berichten das NDR Fernsehen und der TV-Sender RTL in seinem Regionalprogramm über den Start der Testungen in den Kitas. Die Fernsehteams waren am Freitag im Städtischen Kindergarten in Vechta zu Gast und drehten vor Ort, wie der Löffeltest angewendet wird. Die Beiträge sind am Freitagabend im NDR Fernsehen ("Niedersachsen 18.00" und "Hallo Niedersachsen" um 19.30 Uhr) sowie im Nachrichtenmagazin "RTL Nord" um 18.00 Uhr zu sehen.

„Wir merken, dass unsere Strategie auf Landesebene wahrgenommen und beobachtet wird. Niedersachsenweit sind wir im Kreis Vechta damit Vorreiter“, sagt Kristian Kater. „Wir hoffen, dass uns die Erfahrungen mit den Schnelltests eine gute Perspektive im Kita-Bereich eröffnen.“ Die Corona-Verordnung lässt eine komplette Öffnung der Einrichtungen derzeit auch mit einer Schnelltest-Strategie nicht zu.

Der Landkreis Vechta und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden hatten sich darauf verständigt, dass die Kinder in den Kitas und der Kindertagespflege zukünftig zwei Mal in der Woche per Schnelltest getestet werden können. Das Gesundheitsamt des Landkreises hat dafür sogenannte Schnell-/Löffeltests empfohlen, die eine schmerz- und angstfreie Probennahme ohne tiefen Nasen-und/oder Rachenabstrich ermöglichen.

Eine entsprechende Handreichung zur praktischen Anwendung ist den Kitas unter anderem in Form eines Erläuterungsvideos zur Verfügung gestellt worden. Die Schnelltests werden von den Kommunen finanziert. Sie sollen eine große Hilfe zur Vermeidung von Infektionsketten sein.

Getestet werden soll morgens in der Einrichtung, damit sichergestellt werden kann, dass die Kinder auch zweimal pro Woche getestet werden. Die Kinder sollten möglichst keine Getränke mit Kohlensäure unmittelbar vor dem Test trinken, da dies das Ergebnis verfälschen könnte. Beim Löffeltest wird ein sogenannter Speichelsammler für ca. 90 Sekunden in den Mund genommen, bis sich in dem kleinen Schwämmchen ausreichend Speichel angesammelt hat. Anschließend wird der Speichelsammler mit der Schwammseite in ein Testplättchen gesteckt und das Ergebnis nach zehn Minuten ausgewertet. Die Testung wird durch die Erzieher und Erzieherinnen bzw. Kindertagespflegepersonen durchgeführt.  

Beim Vorliegen eines negativen Testergebnisses kann das Kind weiter betreut werden. Liegt ein positives Testergebnis vor, handelt es sich zwar erst einmal nur um einen positiven Verdachtsfall, der dem Gesundheitsamt gemeldet wird. Das betroffene Kind muss aus der Einrichtung abgeholt werden und sich vorerst in häusliche Isolation begeben. Für einen bestätigenden PCR-Abstrich wird gebeten, den Hausarzt bzw. Hausärztin telefonisch zu kontaktieren.