Foto: Beinhorn

Metropol-Theater

Theatersaison startet am 12. September

veröffentlicht: am 08.09.2022     Kultur, Veranstaltungen und Tickets

Ob Klassiker, Komödie oder Krimi: Die neue Spielzeit hat für alle Besucher/-innen ein abwechslungsreiches Programm zu bieten.

Auch Theaterabonnements werden wieder angeboten! Tickets gibt's hier.

 

Los geht’s am Montag, 12.09.2022 um 20.00 Uhr mit dem Broadway Musical Hairspray: Baltimore 1962: Tracy Turnblad, ein pummeliger Teenager mit Ballon-Frisur, träumt davon, in der „Corny Collins Show“, dem angesagtesten Showformat des Lokalfernsehens, tanzen zu dürfen. Tracys ebenfalls übergewichtige Mutter Edna, die längst all ihre Träume aufgegeben hat, fürchtet, dass ihre Tochter wegen ihres Aussehens verspottet wird. Ihr Vater hingegen, Besitzer eines erfolglosen Scherzartikel-Ladens, macht ihr Mut. Als Tracy dank ihrer Hartnäckigkeit tatsächlich an der Show teilnimmt, wird sie über Nacht zum Star. Sie nutzt ihre neue Berühmtheit zu einer Kampagne gegen die Trennung von schwarzen und weißen Jugendlichen. Und dann geht auch noch die Wahl zur „Miss Teenage Hairspray“ in die letzte Runde … Eine augenzwinkernde Hommage an die 1960er-Jahre: HAIRSPRAY, basierend auf John Waters gleichnamigem Kultfilm von 1988, ist eines der erfolgreichsten Broadway-Musicals. Besucher dürfen sich auf Rhythm and Blues, Motown und Rock’n’Roll. Auf große Gefühle, große Songs, große Frisuren – und die ganz große Show!

 

Montag, 10.10.2022, 20.00 Uhr: Der Untertan (auch Abiturstück) – Wer treten wollte, musste sich treten lassen, das war das eherne Gesetz der Macht. Diederich Heßling, der unter den strengen Augen seines Vaters aufwächst, hat schnell gelernt, sich den wilhelminischen Autoritäten zu fügen, wenn es ihm einen Vorteil bringt. Als er sich während seines Studiums einer schlagenden Verbindung von kaisertreuen Nationalisten anschließt, erfährt er – als Teil einer Gruppe – zum ersten Mal Bestätigung. So steigt er, immer um Anerkennung heischend, durch intrigantes und manipulatives Verhalten zum skrupellosen Fabrikbesitzer auf, der nach oben buckelt, nach unten tritt und somit zu einem Rädchen im Getriebe des aufsteigenden Nationalismus wird. Heinrich Mann zeichnet seinen Antihelden Diederich Heßling als typisch deutschen Opportunisten der Kaiserzeit und übt damit nicht nur scharfe Kritik an der Obrigkeitshörig-, sowie der Untertänigkeit der Deutschen, sondern auch an den moralischen Verhältnissen des wilhelminischen Deutschland, die trotz ihrer historischen Verankerung – auch politisch – bis in unsere Gegenwart ausstrahlen.

 

Montag, 07.11.2022, 20.00 Uhr: Schindlers Liste – „Schindlers Liste“ umfasst die Namen von 800 Männern und 300 Frauen, die der Unternehmer allesamt mit seinem Vermögen als Arbeitskräfte kaufte und sie somit vor der Deportation bewahren konnte. Nachdem Steven Spielberg Oskar Schindler bereits 1993 in Hollywood ein filmisches Denkmal gesetzt hat, kam der Stoff im Oktober 2018 in einer ganz eigenen Fassung weltweit erstmals auf die Theaterbühne. Die Welt-Uraufführung übertraf alle Erwartungen und hinterließ bei jeder der fast 50 Vorstellungen ein zutiefst bewegtes und berührtes Publikum. Das Theaterstück beginnt auf einem Dachboden im niedersächsischen Hildesheim im Jahr 1997: Die Kinder des verstorbenen Ehepaares Staehr lösen den Hausstand ihrer Eltern auf. Noch ahnen sie nicht, dass sie einen Koffer von Oskar Schindler finden werden, in dem zig Original-Listen, Fotos und Briefe lagern. Eine Reise in die Vergangenheit beginnt.

 

Montag, 05.12.2022, 20.00 Uhr: Zeugin der Anklage: London 1952. Sir Wilfrid Robarts übernimmt einen scheinbar aussichtslosen Fall: Der berühmte Anwalt soll den arbeitslosen Leonard Vole verteidigen, der beschuldigt wird, die reiche Witwe Emily French aus Habgier ermordet zu haben. Diese ließ aufgrund ihrer Freundschaft zu Leonard ihr Testament kurz vor ihrem Tod zu dessen Gunsten ändern. Während des Prozesses gelingt es Wilfrid Robarts, die Glaubwürdigkeit der beiden Hauptzeugen, die Leonard belasten, in Frage zu stellen und das Blatt zu wenden. Als dann aber plötzlich Leonards Ehefrau in den Zeugenstand tritt und gegen ihn aussagt, weiß bald niemand mehr, was Wahrheit, was Lüge ist … In der Spielzeit 2022/2023 präsentiert die Landesbühne endlich diesen Krimiklassiker von Agatha Christie: ZEUGIN DER ANKLAGE ist ein hochspannendes Gerichtsdrama, das bis zur letzten Sekunde das Geheimnis um den Mord an Emily French aufrechterhält und die Zuschauer*innen durch ein Ge?echt aus dreisten Lügen, überraschenden Wendungen und andauernder Spannung in seinen Bann zieht.

 

Montag, 12.12.2022, 20.00 Uhr: 4000 Tage – Was passiert, wenn man sich nicht mehr an die letzten 11 Jahre seines Lebens erinnern kann? Nutzt seine Mutter oder sein Lebenspartner die Erinnerungslücken von Michael für sich besser aus?

 

Freitag, 30.12.2022, 20.00 Uhr: Das Hörrohr: Nach wie vor gehört der Volkstheater-Klassiker »Dat Hörrohr« von Karl Bunje zu den erfolgreichsten Stücken auch am Ohnsorg-Theater. Eigentlich ist Opa Meiners noch ganz rüstig. Nur mit dem Hören hat er so seine Schwierigkeiten, denn sein Hörrohr ist nicht gerade auf dem neuesten Stand der Technik. Vom Leben um sich herum und von dem, was auf seinem Hof vorgeht bekommt er daher nur mit, was seine Verwandten ihm möglichst laut in sein Hörrohr schreien. Doch nicht jeder auf dem Hof meint es gut mit ihm. Vor allem Schwiegertochter Bertha nutzt die Schwerhörigkeit des Alten aus, um ihre eigenen Pläne voranzutreiben. Mit allen erdenklichen Mitteln soll Opa übers Ohr gehauen werden. Zusammen mit ihrem ehemaligen Verehrer Arnold fädelt die hinterhältige Bertha so manche Intrige ein, um möglichst schnell das Regiment zu übernehmen. Doch sein treuer Knecht und seine verwaiste Enkelin setzen alles daran, Opa vor Schaden zu bewahren und Bertha einen dicken Strich durch die Rechnung zu machen. Und dank eines neuen Hörrohrs wird Opa Meiners erstaunlich hellhörig.

 

Montag, 23.01.2023, 20.00 Uhr: Camping Forever Der Weg ist das Ziel. Das denken sich die Krankenschwester Wiebke und der Lehrer Nils, und so buchen sie – unabhängig voneinander – einen Wohnwagen, um auf eigene Faust Europa zu erkunden. Aber es wäre keine Komödie, wenn es nicht zu einer Doppelvermietung gekommen wäre. So stehen die beiden plötzlich voreinander, und keiner will das Feld räumen. Notgedrungen arrangieren sich die Singles und teilen sich den Caravan. Was so holprig startet, entpuppt sich als der Beginn von mehr als nur Freundschaft. In kurzweiligen Bildern begleitet das Publikum die Weltenbummler auf ihrer Reise mit dem Camper quer durch Europa. So sitzen Wiebke und Nils mal auf einem Autobahnparkplatz in Südtirol fest, lernen in Frankreich zu flirten und fackeln in Österreich fast den Wohnwagen ab. In Griechenland kommt die Tochter zur Welt, im verregneten Schottland holt man die Hochzeit nach, und selbst die Schwiegermutter steht einem Happy End nicht im Wege, sondern steuert ein gehöriges Stück dazu bei.

Camping ist total IN, das beweist auch diese neue Komödie, in der Petra Nadolny das Publikum immer wieder mit neuen Rollen, Dialekten und Facetten überrascht. Dem Autor der überaus erfolgreichen „LANDEIER“ ist mit dieser Caravan-Komödie eine kleine Hommage an die bunte Vielfalt Europas gelungen. Dieses Camping-Theater macht jede Menge Lust auf Urlaub, denn der nächste Sommer kommt bestimmt, bei uns im Theater schon etwas früher!

 

Montag, 13.02.2023, 20.00 Uhr: Die Gehaltserhöhung Wo käme die riesengroße Organisation, von der Sie nur ein mikroskopisches Rädchen sind, schließlich hin, wenn jedes mikroskopische Rädchen gleich beim ersten Mal, bei dem es darum bittet, eine Gehaltserhöhung bekäme?

Ein Angestellter macht sich immer wieder von Neuem auf, endlich eine Gehaltserhöhung zu fordern. Einmal ist die Sekretärin nicht da, dann der Chef nicht; sollte dieser doch da sein, sollte man ihn vielleicht trotzdem nicht fragen; würde man ihn dennoch fragen wollen, ja, träte man sogar ein und setzte sich, klingelte das Telefon und der Chef müsste weg. Und schon steht der Angestellte wieder am Anfang, kehrt zum Arbeitsplatz zurück und darf wieder darauf warten, bis die Sekretärin aus ihrer Pause zurückkehrt. Die Komödie von Georges Perec über erfolglose und hoffnungsreiche Versuche, sich als Angestellter Gehör zu verschaffen, zeigt höchst unterhaltsam und kafkaesk, welchen Hürden, Tücken und Methoden Arbeitnehmer/innen und Angestellte – heute wie damals – innerhalb administrativer Strukturen ausgesetzt sind. Sollten Sie sich also eine Gehaltserhöhung wünschen, zeigen wir Ihnen hier, wie es definitiv (nicht) klappt!

 

Montag, 20.03.2023, 20.00 Uhr: Miss Daisy und ihr Chauffeur »… der liebe Gott hat einer Zitrone mehr Verstand gegeben als Ihnen …«

Atlanta, Georgia, 1948: Miss Daisy ist eine 72-jährige pensionierte Schullehrerin. Nachdem sie eines Tages mit ihrem Auto einen Unfall verursacht hat, kauft Sohn Boolie ihr einen neuen Wagen und engagiert vorsichtshalber den Schwarzen Hoke Colburn als Chauffeur. Hoke, mit seinen 60 Jahren selbst nicht mehr der Jüngste, ist ein ruhiger, lebenskluger Mann und somit der ideale Gegenpart zur egozentrischen Miss Daisy, die sich hartnäckig weigert, seine Dienste in Anspruch zu nehmen. Mit Ausdauer und unbeeindruckt von mancher unfreundlichen Bemerkung der alten Dame schafft es Hoke schließlich, dass Miss Daisy in den Wagen einsteigt, und allmählich entsteht während der gemeinsamen Ausfahrten zwischen dem ungleichen Paar eine respektvolle Sympathie. Was zunächst den Charme einer widerspenstigen Zähmung hat, entwickelt sich zu einem Gesellschaftsstück mit Tiefgang und subtilen Ober- und Untertönen, ohne das Spiel von Nähe und Ferne zwischen den beiden Hauptpersonen ganz aufzulösen. Genügend Zündstoff für dauerhafte Spannung liefert schon der reale historische Rahmen, dem die beiden Protagonisten entstammen, Sphären, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Hier die wohlhabende, gebildete jüdische Südstaaten-Lady, dort der Schwarze Angestellte aus der Unterschicht in einer Epoche, in der die Rassentrennung in den USA den Alltag der Menschen bestimmte.

 

Montag, 17.04.2023, 20.00 Uhr: Iphigenie auf Tauris Und es gewöhnt sich nicht mein Geist hierher.

Als junges Mädchen dem durch ihren Vater angeordneten Tod als Menschenopfer entkommen, lebt Iphigenie inkognito als Priesterin unter der Herrschaft von König Thoas auf Tauris. Da sie das Heiratsangebot von Thoas mehrfach ausgeschlagen hat, sinnt er auf Rache und versucht, sie durch einen perfiden Plan in die Enge zu treiben: Von nun an soll es wieder Menschenopfer auf Tauris geben und Iphigenie soll diese als Priesterin durchführen oder doch in die Ehe einwilligen – für sie pure Grausamkeit. Als sich dann auch noch herausstellt, dass sich unter den Menschenopfern ihr Bruder Orest befindet, appelliert sie verzweifelt an Thoas und versucht, im Geiste von Menschlichkeit und Besonnenheit, Mitgefühl bei ihm zu wecken … Familientragödie, Rachepläne und die Hoffnung auf Versöhnung – Goethes IPHIGENIE zeigt in grandiosen Sprachbildern einerseits das Menschenideal der Weimarer Klassik, andererseits die Konsequenzen von Kolonialismus als Folge der europäischen Aufklärung und ist vor allem eins: ein Plädoyer für Humanismus. //

 

Montag, 15.05.2023, 20.00 Uhr: Der kaukasische Kreidekreis Es schaut einen  an wie ein Mensch.

Bürgerkrieg in Grusinien. Der Gouverneur ist tot, hingerichtet von aufständischen Fürsten. Die Frau des Gouverneurs entkommt. Sie rettet Schmuck und Kleider, vergisst aber im Chaos der Flucht ihren kleinen Sohn Michel, den Erben. Das Kind, dem die neuen Machthaber nach dem Leben trachten, bleibt auf dem Arm der Küchenmagd Grusche zurück. Sie nimmt sich des weinenden Säuglings an, rettet ihn vor den Soldaten und wird selbst zur Gejagten. Als der Krieg zu Ende ist, kehrt die Gouverneurswitwe heim. Sie fordert das Erbe – und Michel. Doch Grusche weigert sich, denn längst ist ihr der Kleine ans Herz gewachsen. So kommt es zum Prozess vor dem trinkfreudigen und bestechlichen Dorfschreiber Azdak, der in den Kriegswirren zum Richter aufgestiegen ist … DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS entstand 1944/45, als sich Brecht im amerikanischen Exil befand, und gilt als eines seiner poetischsten Stücke. Die Frage, die Brecht hier in aller Dringlichkeit stellt, ist so alt wie die Menschheit selbst und politisch hochbrisant: Wem gehört die Welt?

 

Ticketservice

Karten und Abos für die Veranstaltung gibt es bei der Stadt Vechta, Burgstraße 6, 49377 Vechta. Telefonisch unter 04441/886-0 oder online.

 

Weitere Vorverkaufsstellen sind:

  • in Vechta: das Reisebüro Wilmering, die Redaktionen der OM-Medien (Oldenburgische Volkszeitung) und die Tourist-Information Nordkreis Vechta
  • in Lohne: Piano Hartz und im Reisecenter alltours
  • in Diepholz: Reisebüro Abeling