Die offizielle Delegation aus Vechta reiste jetzt mit Mitgliedern des Partnerschaftsvereins in die Bretagne, um das Partnerschaftsjubiläum mit dem Haut-Léon zu feiern. (v.l.) Sabrina Bindernagel (Stadt Vechta), Bürgermeister Helmut Gels, Jan-Frederik Wienken (Rat), Ursula Gels, Thomas Frilling (Rat), Simone Göhner (Rat), Rüdiger Leßel (Rat), Stefan Sieveke (Rat), Bianka Kienitz und Nicole Steinhöfel (beide Stadt Vechta). Bild: Stadt Vechta

10 Jahre Partnerschaft

Vechta und das Haut-Léon feiern Jubiläum

veröffentlicht: am 08.10.2019     Alle Themen

Bürgermeister Helmut Gels und eine rund 30-köpfige Delegation waren in der vergangenen Woche vier Tage in der Bretagne zu Gast.

Seit 10 Jahren verbindet Vechta und der französische Gemeindeverband „Haut-Léon“ eine enge Städtepartnerschaft. Anlässlich dieses Jubiläums reiste jetzt eine Delegation aus der Kreisstadt mit Vechtas Bürgermeister Helmut Gels an der Spitze und Mitglieder des Partnerschaftsvereins „Vechta-Pays Léonard e.V.“ in die Bretagne. Dort bekräftigten Helmut Gels und Nicolas Floch, Präsident des Haut-Léon Communauté, während eines Festaktes am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) mit ihren Unterschriften unter eine Partnerschaftsvereinbarung diese Freundschaft. Sie vereinbarten eine weitere enge Zusammenarbeit, die Erhaltung und die Weiterentwicklung der jahrzehntelangen Beziehungen zwischen den Bürgern, den Verwaltungen, Einrichtungen und weiteren Institutionen. Die Partnerschaft zwischen Vechta und dem französischen Gemeindeverband gründet auf einem Schüleraustausch zwischen der Liebfrauenschule und dem Collège Sainte Ursule, der bereits seit dem Jahr 1984 besteht.

Bürgermeister Gels dankte den offiziellen Vertretern in Frankreich sowie insbesondere den Mitgliedern der beiden Partnerschaftsvereine für die jahrelange gute Arbeit zum Wohle der Partnerschaft. In seiner Ansprache erinnerte er an den am selben Tag in Deutschland gefeierten Tag der Deutschen Einheit. „Das wir diesen Feiertag heute bereits seit drei Jahrzehnten begehen dürfen, verdanken wir auch Frankreich. Ohne das große Engagement von Präsident François Mitterand und Kanzler Helmut Kohl in der Zeit vor der Wiedervereinigung könnten wir dieses Jubiläum womöglich nicht feiern. Danke Frankreich!“, sagte er. Die Freundschaft zwischen zwei Städten sei ein kleiner, aber wichtiger Mosaikstein, um die „großartige“ Idee von einem vereinten Europa, in dem Menschen in Freiheit, Frieden und Wohlstand lebten, Wirklichkeit werden zu lassen.
Dem stimmte auch Floch zu: „Unser Jubiläum ist auch ein Symbol unseres Engagements für ein geschwisterliches Europa und gleichzeitig ein Versprechen für viele schöne Jahre der Freundschaft, auch in der Zukunft.“ Er verglich die Städtepartnerschaft mit dem „Zug des Lebens“. In diesem reisten die deutsch-französischen Freunde gemeinsam zum selben Ziel. Dabei steigen immer wieder neue Passagiere zu und andere aus. So auch Bürgermeister Helmut Gels, der in Kürze aus seinem Amt als Bürgermeister der Stadt Vechta ausscheidet sowie Nicolas Floch, der in rund einem halben Jahr seine Position als Präsident des Gemeindeverbandes aufgibt. Die Partnerschaft mit dem „wunderschönen“ Haut-Léon aber wolle Gels beibehalten und stärken. „Ich habe ja bald mehr Zeit, mich ihr zu widmen“, sagte er mit einem Schmunzeln. So ist beispielsweise bereits im kommenden Juni ist ein bretonisches Fest mit französischen Spezialitäten in Vechta geplant. Darauf verständigten sich Gels und Floch gestern Abend.

Neben dem offiziellen Festakt standen Unternehmensbesichtigungen, gemeinsame Abendessen und Sightseeing auf dem Programm. Am Wochenende reist die 30-köpfige Delegation aus Vechta wieder zurück in die Heimat.