Anabela Bari und Kresimir Strazanac. Fotos: privat

Aufführung "Messiah"

Vokalensemble und Cantores Sancti Marci in Marienhain

veröffentlicht: am 17.11.2021     Kultur, Veranstaltungen und Tickets

Das Konzert beginnt am 23. Januar 2022 (Sonntag) um 17.00 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche. Es gilt die 2G-Regel.

Wer kennt es nicht, das berühmte "Halleluja" aus Händels Oratorium "Der Messias"? Nach langen Monaten des kulturellen Schweigens möchte das Vokalensemble Marienhain mit diesem Oratorium des berühmten deutsch-britischen Komponisten an die lange Reihe festlicher Barockkonzerte im Oldenburger Münsterland wieder anknüpfen. Am Sonntag, 23. Januar 2022 darf das Publikum auf die Aufführung in Heilig-Geist-Kirche in Vechta-Marienhain gespannt sein. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Karten sind im Vorverkauf in der Büchergalerie in Lohne und der Buchhandlung Lesezeichen in Vechta zum Preis von 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) erhältlich. Es gilt die 2G-Regel.

Seit seiner Uraufführung in Dublin ist dieser aus drei Teilen bestehende Meilenstein der Klassik von zahllosen Legenden und Anekdoten umrankt, die den Ruf des Komponisten in alle Welt getragen haben, z. B. der, dass sich in England bis heute das Publikum von den Sitzen erhebt, wenn der Abschluss des zweiten Teils, eben jenes Halleluja erklingt, weil einst der britische König zum Zeichen des Respekts aufgestanden ist. Das von Robert Eilers geleitete Vokalensemble folgt mit diesem Konzert einer ihm inzwischen lieb gewordenen Tradition, nämlich die Zusammenarbeit mit international tätigen Chören und Künstlern zu suchen.

Nach Austauschprojekten bzw. Konzerten in Lettland, in Serbien und in Nordmazedonien konnte das Vokalensemble mit den Cantores Sancti Marci unter der Leitung von Jurica Petar Petrac aus der Hauptstadt Zagreb den wohl besten Kammerchor Kroatiens für einen Choraustausch gewinnen, der die Chormitglieder zu einem intensiven kulturellen und persönlichen Austausch mit Konzerten in Deutschland und Kroatien anregen soll. Dazu trägt auch die Unterbringung in Privatquartieren bei. Wer Interesse hat, einen der kroatischen Musiker für einige Tage in seiner Familie willkommen zu heißen, kann gerne Kontakt zum Chor aufnehmen.

Heimat des Cantores Sancti Marci ist die Zagreber Markuskirche. Er blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Unter ihrem jungen Dirigenten Jurica Petar Petrac erlebt der Chor aktuell eine Blüte, die den Chor in wichtige europäische Konzertsäle, wie z.B. den Großen Musikvereinssaal in Wien geführt hat. Mit Anabela Baric, Sopran, und Emanuel Tomljenovic, Tenor, aus Zagreb, bereichern junge, vorzügliche Stimmen das Konzert in Vechta. Sie haben ihr ausgezeichnetes Können in zahlreichen Konzerten mehrfach z.B. in Aufführungen des Nationaltheaters Zagreb unter Beweis gestellt.

L’Arco - der Bogen: Dieser Name ist Programm für das 8-20 köpfige Ensemble um seinen Konzertmeister Christoph Heidemann. Schließlich ist es der Bogen, der die Streichinstrumente in allen ihren Schattierungen erklingen lässt, so dass sie in den verschiedensten “Affecten und Leydenschafften” zum Hörer sprechen. Diese Vielfalt des

Ausdrucks in der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts unter einem musikalischen Gesamt-Bogen zum Klingen zu bringen, hat sich das Orchester zur Aufgabe gemacht. Schon bald nach der Gründung 1994 durch Absolventen der Hochschule für Musik und Theater Hannover wurde der Name des Ensembles in der Fachwelt bekannt. Nicht zuletzt dazu beigetragen hat neben Auftritten bei Festivals wie den Niedersächsischen Musiktagen, den Göttinger Händelfestspielen oder den Dresdner Musikfestspielen die Zusammenarbeit mit dem Knabenchor Hannover unter seinem Leiter Jörg Breiding, die durch mehrere CD-Einspielungen dokumentiert ist.

 

Informationen zu den Solisten

Die junge Altistin Svenja Rissiek aus Hannover ist dem Vechtaer Konzertpublikum bereits aus mehreren Konzerten bekannt und hat dort ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das gilt auch für das in Vechta durch zahlreiche Konzerte mit dem Vokalensemble Marienhain bestens bekannte Barockorchester L´Arco unter seinem Konzertmeister Christoph Heidemann.

Der Bassbariton Kresimir Strazanac begann nach seinem Studium in Stuttgart seine Opernkarriere im Operhaus Zürich und gilt als einer der herausragenden Opernsänger seines Faches.  Er arbeitet mit den bedeutensten Dirigenten in ganz Europa und war Gast bei den wichtigsten Festivals der Gegenwart, wie z.B. den Salzburger Festspielen. Im nächsten Jahr wird er mit den Berliner Philharmonikern unter Kyrill Petrenko auftreten.

Anabela Bari? gab ihr Operndebüt im Februar 2016 als Barbarina in W. A. Mozarts „Le Nozze di Figaro“ im Kroatischen Nationaltheater Zagreb. 2016 sang sie die Rolle der Poppea in G. F. Händels „Agrippina“ in der Produktion der Musikakademie in Zagreb im Kroatischen Nationaltheater in Zagreb. 2017 trat sie in der Rolle der Lyška Bystrouška in L. Jana?eks „Cunning Little Vixen“ in der Produktion der Musikakademie Zagreb im Kroatischen Nationaltheater in Zagreb auf. Sie arbeitete mit dem Dubrovnik Symphonieorchester zusammen und tritt regelmäßig mit dem Kroatischen Barockensemble auf und hat mit ihnen viele wichtige Oratorienpartien gesungen.

Emanuel Tomljenovi? wurde 1997 in Zagreb geboren und studiert im dritten Jahr Sologesang an der Musikhochschule in Zagreb in der Meisterklasse von Lidija Horvat Dunjko. Er schloss sein Gesangsstudium bei Viktorija Badrov im Jahre 2019 ab. In nur kurzer Zeit übernahm er beachtliche Tenorpartien, z. B. bei den Varaždin Baroque Evenings mit den Cantores Sancti Marci, dem Croatian Baroque Ensemble unter Jurica Petar Petra?, bei denen das „Magnificat“ von J. S. Bach and das „Te Deum“ von M. A. Charpentier aufgeführt wurden. Er hat zahlreiche Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen und wurde für seine Leistungen mit dem Dean's Award ausgezeichnet.

Jurica Petar Petra? studierte Musik an der Musikakademie der Universität von Zagreb, wo er 2009 ein Diplom in Musiktheorie und 2021 im Fach Chordirigat in der Klasse von Tomislav Fa?ini erlangte. Im Alter von 17 Jahren gründete er den gemischten Chor "Capella miércoles", und von 2008 bis 2014 leitete er die "Capella juris", den gemischten Chor der Juristischen Fakultät, mit dem er verschiedene wichtige Preise bei internationalen Chorwettbewerben (Zagreb, Ohrid, Praag, Split, Warschau) gewann. 2011 wurde er zum Dirigenten des Oratorien-Chores der Zagreber St. Markus-Kirche ernannt, den "Cantores Sancti Marci", mit dem er Goldmedaillen bei so renommierten internationalen Chorfestivlas wie Nis, Bratislava, Zagreb, Ohrid, Riga oder Prijedor gewann.