Trinkwasserpreise

Wasser bleibt in Vechta weiterhin günstig

veröffentlicht: am 22.03.2021     Alle Themen

Nach 36 Jahren, in denen die Maschinen/Anlagen zuverlässig gearbeitet haben, muss das Wasserwerk nun saniert/erweitert werden.

Dies geschieht auch vor dem Hintergrund, dass Vechta weiterhin wachsen und der Trinkwasserbedarf steigen wird. Dies ist mit erheblichen Investitionen in die Infrastruktur verbunden. Nur so können wir die Wasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte und die hohe Trinkwasserqualität sicherstellen. Hinzu kommt eine Verdoppelung der Wasserentnahmegebühr durch das Land Niedersachsen. Berücksichtigt man all diese Aspekte, erreichen wir zusammen mit der Politik den Wasserpreis nur moderat erhöhen zu müssen um 6 Cent (netto) pro Kubikmeter zu erhöhen.

Mit einer insgesamt gebührenverträglichen Erhöhung von 0,95 Euro/m³ (brutto, 7 Prozent Mehrwertsteuer/MwSt.) auf 1,02 Euro/m³ (brutto, 7 Prozent MwSt.) kommt man bei einem Vier-Personen-Haushalt auf Mehrausgaben in Höhe von circa 11 Euro (brutto, 7 Prozent MwSt.) im Jahr, und circa 1,00 Euro (brutto, 7 Prozent MwSt.) pro Monat (siehe Grafik). Damit liegen nach wie vor deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 1,31 Euro/m³ (brutto, 7 Prozent MwSt.) und noch deutlicher unter dem Bundesdurchschnitt von 1,74 Euro/m³ (brutto, 7 Prozent MwSt.) für Trinkwasserpreise.

Der Wirtschaftsplan des Wasserwerks wird in erheblichem Maße durch den sogenannten „Niedersächsischen Weg“ beeinflusst. Der Niedersächsische Landtag hat das Gesetz zur Umsetzung des „Niedersächsischen Weges“ in Naturschutz-, Gewässerschutz- und Waldrecht einstimmig beschlossen. Somit wurde auch beschlossen, dass die entstehenden Mehrausgaben über eine Anhebung der Gebühren für Wasserentnahmen gedeckt werden.

Der „Niedersächsische Weg“ ist ein Projekt von Landwirtschaft, Umweltverbänden und Landesregierung in Niedersachsen, um eine Grundsatzeinigung zu mehr Natur- und Artenschutz zu erzielen. Er wird durch die Wasserentnahmegebühr finanziert. Die Wasserentnahmegebühr wird in Niedersachsen seit dem Jahr 1992 erhoben. Ihr Zweck ist die Förderung der schonenden Bewirtschaftung des Grundwassers und der oberirdischen Gewässer.

Bereits heute zahlt der private Trinkwasserkunde eine Wasserentnahmegebühr von 7,5 Cent / m³ (netto), künftig werden es nach aktuellen Planungen 15 Cent / m³ (netto) sein. Für das Wasserwerk bedeutet dies, dass es künftig insgesamt rund 290.000 Euro, also 100 Prozent (von 145.000 Euro / Jahr auf 290.000 Euro / Jahr) mehr als bisher an Wasserentnahmegebühr zahlen müssen. Dies ist ein erheblicher Kostenaufschlag, der die Trinkwasserkunden kurzfristig im nächsten Jahr, zumindest anteilig, treffen wird. Mit der Erhöhung der Verbrauchsgebühr um 6 Cent pro Kubikmeter liegt Vechta noch unter der Erhöhung von 7,5 Cent / m³ durch die Erhöhung der Wasserentnahmegebühr.

Weitere Informationen unter www.wasserwerk-vechta.de