Stadt Vechta - Rathauszeitung Ausgabe 3 - Oktober 2019

Stadt Vechta, Burgstraße 6, 49377 Vechta VECHTA aktuell Mein Stadtblatt WhatsApp-Infoservice Mit demWhatsApp-Infoservice der Stadt Vechta erhalten Sie aktuelle Nachrichten aus dem Vechtaer Rathaus. r Anmelden auf vechta.de NACHRICHTEN DER STADTVERWALTUNG VECHTA · JAHRGANG 1 · AUSGABE 3 · OKTOBER 2019 FÜRS SMARTPHONE ODER TABLET UNTER WWW.VECHTA.DE RATHAUS Interview: Vechta aktuell, Foto: Stefan Meyer „Es ist mir eine Ehre, dieser Stadt zu dienen“ Helmut Gels scheidet Anfang November aus seinem Amt als Bürgermeister der Stadt Vechta – Das Interview von VECHTA aktuell Helmut Gels scheidet aus seinem Amt als Bürgermeister der Stadt Vechta. Wir sprachen mit ihm über diese Zeit und über seine Pläne für die Zukunft. VECHTA aktuell : Herr Gels, was bedeutet Ihnen Vechta? Ich bin geboren und aufgewachsen in Meppen, meine Familie habe ich im Kreis Diepholz gegründet und während meiner Tätigkeit für den Deutschen Schaustellerbund innerhalb der Woche in Berlin gelebt. Ich durfte in Deutsch- land also viele Lebenspunkte erleben. Wenn man mich aber heute fragt wo ich herkomme, was meine Heimat ist, wer- de ich, ohne zu überlegen und mit voller Überzeugung, „Vechta“ sagen. Ich fühle mich zu Hause, wenn ich auf der Rück- fahrt von Terminen oder aus demUrlaub das Ortsschild von Vechta sehe, freue mich, wenn die Stadt in den Medien er- wähnt wird – nicht nur als Bürgermeis- ter, sondern vielmehr als Bürger. Diese Identifikation konnte nur entstehen, weil ich in allen Belangen von Anfang an von Vechta, seinen Einwohnern und dem Potenzial der Stadt überzeugt war und nach wie auch bin. Nach mehr als 20 Jahren im Dienst en- det Ihre Amtszeit als Bürgermeister of- fiziell am 1.11.2019. Mit welchem Ge- fühl verlassen Sie das Rathaus? Mit einem Gefühl großer Dankbarkeit und Zufriedenheit. Dankbar dafür, dass ich mehr als zwei Jahrzehnte daran teil- haben durfte, die Geschicke meiner Hei- matstadt mitzugestalten und Zufrieden- heit darüber, dass ich im Rückblick viele Dinge, die ich mir für Vechta als Ziele gesetzt habe, umsetzen konnte und – wenn ich das sagen darf - die sich auch positiv ausgewirkt haben. Welche Ziele waren das? Zum einen war es mir zunächst sehr wichtig, eine Analyse zu erstellen. Wo stehen wir, wo wollen wir in und mit Vechta hin? Ich bin nicht der, der aus- schließlich auf universitäre Studien und Aussagen von Experten zurückgreift. Die sind als Grundlage unverzichtbar, aber genauso wichtig war es mir immer, unsere Stadt auch mit den Augen der Bürgerinnen und Bürger zu sehen und mit den Menschen vor Ort zu sprechen. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Daten war mir klar, dass Vechta als Mit- telzentrumwachsen wird – sowohl wirt- schaftlich wie auch bezüglich der Ein- wohnerzahl. Das hieß für uns in der Verwaltung, frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen, also sowohl die rich- tigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass sich unser Mittelstand weiter gut entwickeln kann und gleich- zeitig Vechta als Arbeits- und Lebens- mittelpunkt für alle Generationen at- traktiv bleibt. All diese Dinge erfordern Zeit, Geld und vor allem auch eine gute Struktur und Koordination. Wenn man Vechta heute mit offenen Augen objektiv be- trachtet, denke ich, all das zu berück- sichtigen und zu vereinen sowie den Fortschritt voran zu treiben ist mir in den Jahren, in denen ich für die Men- schen in Vechta Verantwortung tragen durfte, gemeinsammit der Stadtverwal- tung sehr gut gelungen. Welche sind die wichtigsten Eigen- schaften, mit denen Sie Ihr Bürger- meisteramt ausfüllen? Das ist eine schwierige Frage, die ich na- türlich nur subjektiv beantworten kann. Grundlegend war, ist und bleibt es, die Menschen für ihre eigene Stadt zu be- geistern. Vechta ist ja nicht nur eine schöne Stadt, sondern das Zentrum der Region Oldenburger Münsterland. In vielen Bereich schauen die Menschen auf uns. „Wie macht Ihr das in Vechta?“, wurde ich sehr oft von Außenstehen- den, gern auch von Städtestagskollegen, gefragt. „Wie schafft Ihr es, Dinge, die in anderen Kommunen nicht gehen oder wenn doch, viel mehr Zeit brauchen, umzusetzen?“ Dann antworte ich immer: Weil die Menschen in Vechta in vielen Bereichen miteinander und füreinander arbeiten. Weil sie sich mit ihrer Stadt identifizie- ren und ein großes Interesse daran ha- ben, unser Gemeinwesen nach vorne zu bringen. Vechtaer halten zusammen und pflegen Traditionen. Menschen zu- sammenzuführen und sie für Projekte in unserer Stadt zu begeistern, hat daher für mich immer Priorität. Ebenso wichtig ist es als Bürgermeis- ter, die Dinge, die aus guten Ideen resul- tierten und für eine gute Entwicklung unserer Stadt notwendig sind, am Ende durchzusetzen. Dabei ist meine langjäh- rige Erfahrung, die sehr gute Kenntnis der Rechts- und Sachlagen, eine Fähig- keiten zum Netzwerken und nicht zu- letzt auch viel Geduld immer sehr hilf- reich. Als Bürgermeister können sie noch so viele gute Ideen haben und noch so viele tolle Projekte anschieben wollen: Ohne eine motivierte Verwaltung be- kommen sie ihre Pläne nicht umgesetzt. Und die hatte ich in all den Jahren. Ich bin zweifellos oft sehr fordernd, doch am Ende immer auf konstruktive und engagierte Zusammenarbeit in der Ver- waltung gestoßen. Und dafür bin ich meinen – ich sage das jetzt bewusst so – Kolleginnen und Kollegen im Rathaus zu großemDank verpflichtet. Das werde ich nie vergessen. Was hätten Sie in Vechta gerne noch auf den Weg gebracht? Ich habe noch viele Ideen und Pläne für Vechta. Ohne Ziele würde uns ja der An- trieb fehlen. Gerne etwa hätte ich die Situation um den neuen Markt weiter vorange- bracht, ein Projekt, das die Attraktivität Vechtas weiter steigern könnte. Wenn ich aber zurückblicke, was wir gemein- sam in Vechta hinbekommen haben, freue ich mich durchaus – zum Beispiel über unser schönes neues Rathaus, das auch nach 20 Jahren noch Innovation ausstrahlt, über attraktive Gewerbege- biete, über eine florierende Innenstadt mit starkem Einzelhandel oder über das gelungene Projekt am Bahnhof, wo wir den Innenstadtverkehr entlastet und gleichzeitig anziehende Freizeit- und Wohnangebote geschaffen haben. Jetzt geht es in den Ruhestand. Haben Sie schon Pläne für die Zukunft? Also, erst einmal freue ich mich auf ei- nen schon lange geplanten Urlaub und auf mehr Zeit für meine Frau, für meine Kinder und für meine Enkelkinder. Ich habe in den vergangenen mehr als 40 Jahren sehr viel gearbeitet – und sehr viel Leidenschaft in meine Aufgabe als Bürgermeister von Vechta gesteckt … r Weiterlesen auf Seite 3 Helmut Gels wurde im Jahre 2011 zum Bürgermeister der Stadt Vechta gewählt. Vechta. Das Wasserwerk der Stadt Vechta hat die Overbergschule, die Grundschule Hagen, das Kolleg St. Tho- mas und die Liebfrauenschule mit Trinkwasserspendern ausgestattet. Ziel der Aktion ist es, die Schülerinnen und Schüler dauerhaft mit kostenlosem Trinkwasser bester Qualität zu versor- gen. Dadurch wird eine gesunde Alter- native Cola, Fanta etc. geboten. „Wasser ist nicht nur gut für unsere Gesundheit, sondern steigert auch die Leistungsfä- higkeit“, so Bürgermeister Helmut Gels. „Hinzu kommt, dass wir in Vechta Trinkwasser bester Qualität haben.“ In der Overbergschule wurde der Was- serspender in der Pausenhalle ange- bracht, in der Grundschule Hagen im Flur bei den Klassenräumen. Somit ist das Wasser in den Pausen für die Kinder leicht zugänglich. Die Anschaffungskosten der Wasser- spender liegen bei 1.900 € pro Stück und werden vomWasserwerk übernom- men. Die Spender sind an die Trinkwas- serversorgung der Stadt angeschlossen, sodass die Schülerinnen und Schüler hier sauberes, gefiltertes Trinkwasser bekommen. Dieses kann nach Belieben mit Kohlensäure versetzt werden. Auch für das Kolleg St. Thomas und die Lieb- frauenschule werden kostenlos Wasser- spender zur Verfügung gestellt. Dabei investiert das Wasserwerk rund 2.200 € pro Spender. Vechta. Es ist die Nachricht des Jahres für alle Fans der Toten Hosen in Nieder- sachsen: Die Hosen machen auf ihrer großen „Alles ohne Strom“-Tour 2020 Halt auf dem Stoppelmarktsgelände und geben den Besuchern am Samstag, 18. Juli 2020 ordentlich Punkrock auf die Ohren. Veranstalter Jens Koopmann von Koopmann Concerts aus Bremen freut sich auf das Event und erwartet rund 25.000 Besucher: „Das Gelände bietet ideale Bedingungen“, so Koop- mann. Der Auftritt ist laut Tourneeplan 2020 der erste Gig in Norddeutschland. r Weiterlesen auf Seite 4 LEBEN Text und Foto: Larissa Gerecke Mit Wasser kühlen Kopf bewahren Wasserwerk Vechta stellt Schulen kostenlos Wasserspender zur Verfügung FREIZEIT Text: Redaktion, Foto: www.dietotenhosen.de Tote Hosen live in VEC Kultband auf dem Stoppelmarkt-Open-Air 2020 Die Wasserspender in den Vechtaer Schulen wurden bereits Ende der Sommerferien installiert, sodass sie schon zu Schulbeginn einsatzbereit waren.

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