Klimaschutz

Der Klimawandel ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Auch in Vechta sind seine Auswirkungen längst spürbar. Vor diesem Hintergrund bündelt und entwickelt die Stadt Vechta ihre Energie- und Klimaschutzaktivitäten kontinuierlich weiter. Das städtische Klimaschutzmanagement ist dabei ein fester Baustein der kommunalen Arbeit.

Seit dem 1. Oktober 2020 koordiniert Alexander Kunz als Klimaschutzmanager der Stadt Vechta diese Aufgaben. In einer ersten Aufbauphase, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, wurde ein integriertes kommunales Klimaschutzkonzept erarbeitet. Grundlage bildeten umfangreiche Analysen, aus denen ein Maßnahmenkatalog mit 39 konkreten Ansätzen hervorging. Diese Maßnahmen decken zentrale Handlungsfelder ab, von der klimaneutralen Verwaltung über Stadtentwicklung, Wirtschaft und Mobilität bis hin zu Klimaanpassung sowie Akzeptanz und Bildung.

Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept hat die Stadt Vechta einen strategischen Rahmen geschaffen, der bis heute die Grundlage für kommunales Handeln im Klimaschutz bildet. Der Rat der Stadt hat das Konzept am 28. März 2022 einstimmig beschlossen und damit den politischen Rückhalt für eine langfristige Umsetzung bekräftigt.

In den vergangenen Jahren lag der Schwerpunkt auf der Umsetzung und Weiterentwicklung der Maßnahmen. Das Klimaschutzmanagement ist inzwischen verstetigt und dauerhaft in der Stadtverwaltung verankert. Ziel ist es, Klimaschutz und Klimaanpassung systematisch in Verwaltungsabläufe, Planungen und Projekte zu integrieren und gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft konkrete Fortschritte für ein zukunftsfähiges Vechta zu erzielen.

Auf dieser Seite finden Sie weiterführende Informationen zu laufenden Projekten und aktuellen Schwerpunkten der Klimaschutzarbeit.

Sie planen ein eigenes Projekt, haben Fragen zu Fördermöglichkeiten oder möchten wissen, wie Sie konkret zum Klimaschutz in Vechta beitragen können? Dann nehmen Sie gerne Kontakt auf. Ich berate Sie und unterstütze Sie dabei, Ideen in die Umsetzung zu bringen. Klimaschutz funktioniert am besten gemeinsam.

Los geht’s: Vertreterinnen und Vertretern aller Städte und Gemeinden sowie des Landkreises eröffneten mit Schülerinnen und Schülern die Umweltwoche an der Geschwister-Scholl-Oberschule. Foto: Kläne / Stadt Vechta
Umweltwoche

Gerdesmeyer und Kater werben für den Klimaschutz

Die Eröffnungsfeier in der Geschwister-Scholl-Oberschule machte Lust auf das ganze Programm.

Im Kreis Vechta läuft seit Montag (16. März) die Umweltwoche. Die Eröffnungsfeier in der Geschwister-Scholl-Oberschule in Vechta gab einen Vorgeschmack auf das vielfältige Programm, das der Landkreis und die Stadt Vechta mit ihren Partnern zusammengestellt haben. Landrat Tobias Gerdesmeyer und Bürgermeister Kristian Kater warben dafür, sich an den Aktionen zu beteiligen. Alle Infos zu den Programmpunkten unter www.landkreis-vechta.de und www.vechta.de/umweltwoche.

Kater startete gemeinsam mit der Schülersprecherin Talitha Pohl die erste Schul-Challenge anlässlich der alljährlichen Umweltwoche. Mehr als 30 Schulklassen aus dem Stadtgebiet machen mit. Mit welchem Projekt, können sie frei wählen. Die Bandbreite der möglichen Aktionen ist groß – von Müllsammeln über Upcycling-Projekte bis hin zu künstlerischen Aktionen. Hauptsache, die Schülerinnen und Schüler setzen sich kreativ mit Umweltthemen vor Ort auseinander. Unter allen Klassen, die mitmachen, wird eine Fahrt zum Klimahaus nach Bremerhaven verlost.

„Dieser Gedanke, den Sachen einen Wert zu geben und wiederzuverwenden, da können wir auch von den Älteren was lernen“

Im Dialog mit Vechtas Klimaschutzmanager und Moderator Alexander Kunz betonten Gerdesmeyer und Kater, dass alle Generationen für den Klimaschutz verantwortlich seien. Landrat Gerdesmeyer hob die Dynamik und Kreativität hervor, mit der sich die jüngere Generation für Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit einsetze. „Der Impuls, die Erde für unsere Kinder und Enkelkinder zu erhalten, kam von jungen Menschen“, erklärte der Landrat auch mit Blick auf weltweite Bewegungen der vergangenen Jahre. Von der älteren Generation könne man sich aber auch Sparsamkeit und nachhaltiges Handeln abschauen. „Viele Dinge wurden repariert und wiederverwendet. Dieser Gedanke, den Sachen einen Wert zu geben und wiederzuverwenden, da können wir auch von den Älteren was lernen“, sagte Gerdesmeyer.

Der Landkreis, die Städte und Gemeinden hätten in den vergangenen Jahren einiges auf den Weg gebracht, erklärte er unter anderem mit Blick auf Konzepte zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz. Er sieht im Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Wiedervernässung der Moore zwei entscheidende Säulen, den CO²-Ausstoß vor Ort deutlich zu verringern. „Unsere Arbeit trägt bereits Früchte“, sagte Gerdesmeyer.

„Wir wollen den CO²-Ausstoß verringern und müssen Vorbild sein, damit Privatleute es auch machen“

Auch in der Stadt Vechta seien einige Projekte umgesetzt worden, berichtete Bürgermeister Kater. So seien beispielsweise die Schule, das Schwimmbad und die Sporthallen in Langförden an eine Biogasanlage angeschlossen. Kater erinnerte an ihre erste Photovoltaik-Anlage, die die Stadt Vechta an der GSO in Betrieb genommen habe. An der Oberschule sei die Inbetriebnahme einer Wärmepumpe geplant. „Wir wollen den CO²-Ausstoß verringern und müssen Vorbild sein, damit Privatleute es auch machen“, betonte Kater. „Alle müssen mitmachen. Dazu dient auch diese Umweltwoche.“

Dass alle ihren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten müssen und damit sofort anfangen sollten, daran erinnerten auch Schulleiterin Anke Magerfleisch und Schülersprecherin Talitha Pohl. Schülerinnen und Schüler pinnten bei der Eröffnung ihre Ideen und Wünsche in puncto Klimaschutz an eine Stellwand. Die Veranstaltung war mit Hilfe aller Jahrgänge der Geschwister-Scholl-Oberschule auf die Beine gestellt worden.

Verantwortlich für die Organisation und Vorbereitung waren Sandra Gattner-Bojack und Anne Beuthner (Kulisse), Annemarie Rolfes und Brigitte Holzenkamp (Catering) sowie Ina-Maria Gärtner, die Hausmeister und Klimaschutzmanager Alexander Kunz. Zur Veranstaltung kamen neben den Bürgermeistern sowie Vertreterinnen und Vertreter aller Städte und Gemeinden im Kreis Vechta auch einige Schulleiterinnen aus Vechta.

Im Mittelpunkt der Umweltwoche steht die aktive Beteiligung: Alle Personen, Gruppen, Vereine, Schulen, Kindergärten und Nachbarschaften sind herzlich eingeladen, eigene Aktionen und Projekte zu starten, die den Umwelt- und Naturschutz fördern. Das Engagement reicht von Pflanzaktionen über Aufräuminitiativen bis hin zu kreativen Projekten, die das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärken. Die Teilnahme an der Umweltwoche ist kostenlos und offen – jede und jeder kann mitmachen und eigene Ideen einbringen. Zum offiziellen Abschluss am 20. März (Freitag) im Gymnasium Antonianum werden die Gewinnerinnen und Gewinner des Umweltpreises gekürt und der Schul-Challenge gezogen.

Gerdesmeyer hoffte zum Auftakt, dass sich viele „nicht nur in dieser Woche für den Umwelt- und Klimaschutz interessieren, sondern 365 Tage dafür eintreten“. Kater unterstrich, auch er würde sich freuen, „wenn alle nach der Umweltwoche sagen: Ich habe Bock auf Umweltschutz und mache weiter damit.“