Die Stadt Vechta hat alle Sporthallen an den Grundschulen und der Geschwister-Oberschule mit Defibrillatoren ausgestattet. Insgesamt handelt es sich um sieben halbautomatische Geräte, mit denen auch Laien im Notfall Leben retten können. Die Hausmeister brachten die Defibrillatoren gut sichtbar in den Eingangsbereichen an. Zusätzlich weist ein Schild darauf hin, wo sich das jeweilige Gerät befindet. Bürgermeister Kristian Kater, Fachdienstleiter Hendrik Lammers und Pia Farin (Fachdienst Schule & Sport) machten sich mit den Standorten vertraut.
An folgenden Sportstätten gibt es jetzt „Defis“: in der Sporthalle West (Christophorusschule), in den Sporthallen der Alexanderschule, der Overbergschule und der Grundschule Oythe, in den Sportzentren in Langförden und an der Geschwister-Scholl-Oberschule sowie an der Grundschule Hagen. Gleichzeitig sind nun in unmittelbarer Nähe aller Schulen Defibrillatoren vorhanden. Alle sind mit einer Funktion ausgestattet, dass sie im Notfall auch bei Kindern eingesetzt werden können. Im Hallenwellenbad ist ein Gerät bereits seit längerem vorhanden.
Ein Defibrillator gibt einen kontrollierten Stromstoß ab, um das Herz nach einem plötzlichen Herzstillstand oder bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen wieder in einen normalen Takt zu bringen. Die Geräte geben Schritt für Schritt an, wie sie bedient werden müssen. Bei halbautomatischen Defibrillatoren müssen Ersthelferinnen und Ersthelfer den Schock nach Aufforderung des Gerätes durch das Drücken einer Taste selbst auslösen.
Die Stadt Vechta hat sich bewusst für diese Variante und gegen vollautomatische Geräte entschieden. Denn diese geben den Schock selbstständig ab. Zwar erst nach Ankündigung, aber bei den oft lauten Geräuschkulissen in Sporthallen besteht die Gefahr, dass Ersthelferinnen und Ersthelfer diese Warnung nicht verstehen. Bei Schockabgabe könnten sie Kontakt zum Patienten haben, wodurch sie selbst zu Schaden kämen.
