In Langförden standen jetzt Ehrungen und Verabschiedungen von verdienten Kameradinnen und Kameraden auf der Tagesordnung. Die Ehrungen vollzog Vechtas Bürgermeister Kristian Kater. Er würdigte zunächst die Verdienste von Sandra Peschel, die als erste Frau in der Freiwilligen Feuerwehr Langförden auf eine 25-jährige Dienstzeit zurückblicken kann. Neben den Diensten und Einsätzen war Peschel über Jahre in der Wettkampfgruppe aktiv. Zudem hat sie an der Ausarbeitung der Chronik zum 75-jährigen Bestehen der Feuerwehr mitgearbeitet. Als Zeugwartin war sie im Ortskommando und hat so aktiv an der positiven Endwicklung der Freiwillige Feuerwehr Langförden mitgewirkt. Für diesen Einsatz wurde Sandra Peschel das Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen für 25-Jährige Verdienste im Feuerlöschwesen verliehen.
Alfons Diekmann wurde für seine 50-jährige Dienstzeit geehrt. Kater betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, sich über einen so langen Zeitraum aktiv für das Gemeinwohl einzusetzen. In den fünf Jahrzehnten war Diekmann allein 11 Jahre als Gerätewart aktiv. Unzählige Beschaffungen bei Ausrüstung und Fahrzeugen wären ohne sein Wissen kaum umsetzbar gewesen. Ferner ist unter seiner Mitarbeit die Chronik der Feuerwehr entstanden. Als Grundlage dafür diente das von ihnen aufgearbeitete Archiv der Feuerwehr Langförden. In Anerkennung dieser Leistungen wurde Alfons Diekmann mit dem Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen für 50-Jahre im Feuerlöschwesen ausgezeichnet.
Die Verabschiedungen übernahm Ortsbrandmeister Peter Eckhardt. Er führte in seiner Laudatio aus, dass vier Kameraden verabschiedet würden, die mit gut 175 Dienstjahren und viel Erfahrung eine große Lücke hinterlassen. Diese sei nicht so einfach zu schließen. So sei Günter Thölking ein Feuerwehrkamerad, der über viele Jahre die Bienen.- und Wespenberatung ausgeführt hatte. In unzähligen Einsätzen hat er Bienen.- und Wespenvölker umgesiedelt, um Schaden für Leib und Leben abzuwenden. Als leidenschaftlicher Jäger wusste er, wohin er die Völker verbringen konnte.
Alfons Diekmann war immer bestrebt, die Feuerwehr Langförden nach vorn zu bringen. Sein unermüdlicher Einsatz für die Feuerwehr würde sich bis heute in vielerlei Hinsicht zeigen. Unvergessen sei seine Tätigkeit als Gerätewart so Eckhardt. Seiner Expertise und Weitsicht hat es die Feuerwehr Langförden zu verdanken, dass sie technisch so gut aufgestellt ist.
Michael Asbrede ist 1993 in die Feuerwehr Langförden eingetreten und war aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit bei der Feuerwehr auf dem Flughafen Bremen gleich eine wichtige Stütze für die Freiwilligen Feuerwehr Langförden. Sein Wissen habe er in den vielen Jahren als Gruppenführer an die Kameraden der Wehr weitergeben können.
Rüdiger Holzenkamp hat früh Verantwortung in der Feuerwehr übernommen. Die Liste seiner Ehrenämter sei lang, führte Peter Eckhardt aus. So war er Schriftführer, stellv. Ortsbrandmeister und Ortbrandmeister der Feuerwehr Langförden, Schriftführer im Kreisfeuerwehrverband, stellv. Kreisbereitschaftsführer, Kreisbereitschaftsführer, stellv. Stadtbrandmeister und Stadtbrandmeister für das Stadtgebiet Vechta gewesen. Ein beeindruckendes ehrenamtliches Engagement, das mit den Neubauten der Feuerwehrgerätehäuser in Langförden und Vechta seine Krönung erfuhr.
Kreisbrandmeisters Matthias Trumme und Regierungsbrandmeister Udo Schwarz überbrachten Grußworte und dankten den Jubilaren wie auch den aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Kameraden für ihre langjährigen ehrenamtlichen Dienste.
