Bürgerservice

Eichenprozessionsspinner werden bekämpft

Kontakt mit den Brennhaaren der Raupen kann Ausschläge, starken Juckreiz, Pusteln oder Atembeschwerden hervorrufen.

Die Stadt Vechta geht ab Mai an verschiedenen Straßen und Wegen gegen den Eichenprozessionsspinner vor. Eine Spezialfirma beseitigt bzw. behandelt gemeinsam mit dem städtischen Bauhof Nester von Eichen, die von den Schädlingen befallen sind. Im Vordergrund steht der Schutz der menschlichen Gesundheit: Der Kontakt mit den Brennhaaren der Raupen kann Ausschläge, starken Juckreiz, Pusteln oder Atembeschwerden hervorrufen. Bei derartigen Symptomen ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen. 

An folgenden Straßen sind die Firmen mit Spezialgerät im Einsatz:

  • Langer Damm (Fahrradverbindung in Richtung Goldenstedt)
  • Im Kühl (vom Dornbusch bis zur Oyther Straße)
  • Botenkamp
  • Rieden
  • Oyther Straße (im Waldgebiet am Botenkamp sowie ab der Bäckerei Overmeyer bis zum Kreisel Telbrake)
  • auf dem Stoppelmarkt und im Umfeld des Marktgeländes
  • Kamps Rieden (vom Reiseunternehmen Höffmann in Richtung Viehdrift)
  • Radweg Bokerner Damm (Klärwerk bis Marschstraße sowie zwischen Industriegebiet und Moorbach)
  • Vechtaer Marsch (vom Bokerner Damm bis Straßburger Straße)
  • vereinzelt im Zitadellenpark.

Die Schädlinge können erfolgversprechend nur im Mai, wenn das Laub austreibt, mit Insektiziden bzw. Bioziden bekämpft werden. In diesem Zeitraum haben die Raupen noch keine Gifthaare ausgebildet. Gespritzt werden kann nur bei günstiger Wetterlage. Es darf zum Beispiel nicht regnen und zu windig sein. 

Der Einsatz der Pflanzenschutzmittel unterliegt strengen rechtlichen Regelungen. Auf Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, dürfen nur bestimmte Mittel verwendet werden. Die Straßen und Wege müssen nach dem Einsatz nicht gesperrt werden. Während und unmittelbar nach der Bekämpfung sollten die behandelten Bereiche dennoch nicht betreten werden. Die Spezialfirmen werden vornehmlich nachts und in den frühen Morgenstunden im Einsatz sein. Mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen. Ein Begleitfahrzeug wird an einigen Strecken den Einsatz absichern.

Insbesondere an viel befahrenen Radwegen, an Schulen und Kindergärten werden die Schädlinge auch mechanisch durch ein spezielles Sauggerät beseitigt und entsorgt. Allein im vergangenen Jahr wurden so knapp 645 Nester entfernt. Die Arbeit an den Nestern sollte Spezialfirmen überlassen werden, um unnötige Risiken zu vermeiden. Sind Bäume auf Privatbesitz befallen, müssen sich die Eigentümerinnen und Eigentümer darum kümmern, dass der Befall beseitigt wird. Unterstützung gibt der Bauhof unter der Telefonnummer 04441/886-7103. 

Spaziergängerinnen und Spaziergänger sollten bekannte Befall-Areale meiden oder möglichst dicht schließende Kleidung tragen. Die Kleidung sollte anschließend gewaschen werden. Vor den befallenen Bereichen werden in der Regel Warnschilder aufgestellt. Trifft man zufällig auf ein Gespinst aus den Raupen, sollte man es auf keinen Fall berühren, sondern unverzüglich den Bauhof der Stadt Vechta kontaktieren. Die Nester werden dann von einer Fachfirma entnommen.