Axel Pape ist am 10. November in Vechta auf der Bühne zu sehen. Foto: Agentur Pape
Metropol Theater

"Empfänger Unbekannt" mit Axel Pape in Vechta

Das Stück wird am 10. November anlässlich des Pogromnacht-Gedenkens aufgeführt.

Am Montag (10. November) kommt im Metropol Theater Vechta das Stück „Empfänger Unbekannt“ von Katherine Kressmann Taylor zur Aufführung. Beginn ist um 20.00 Uhr. Restkarten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, in Vechta bei der Buchhandlung Konerding und im Alten Rathaus am Bürgermeister Kühling Platz 3. Das Stück wird anlässlich des Gedenkens an die Reichspogromnacht (9. November) aufgeführt.

„Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen. Diese Geschichte ist meisterhaft, mit unübertrefflicher Spannung gebaut.“ Das sagt Literaturkritikerin Elke Heidenreich über die Geschichte der beiden Freunde Max und Martin, die in San Francisco gemeinsam eine Galerie betreiben, bis Martin 1932 in seine Münchner Heimat zurückkehrt. In Amerika sorgt sich der Jude Max aufgrund der politischen Entwicklung in Deutschland um seine Schwester, die als junge Schauspielerin in Berlin arbeitet. Er erhielt einen Brief an sie mit dem Vermerk zurück „Empfänger Unbekannt“ – ein alarmierendes Zeichen.

Tatsächlich von der SA verfolgt, sucht die jüdische Frau bei Martin Zuflucht. Martin, mittlerweile zum Bekenner und Profiteur des neuen Regimes geworden, verweigert ihr Hilfe und löst damit eine Katastrophe aus. Daraufhin trifft sein ehemaliger Freund Max eine überraschende Entscheidung und gibt der Geschichte eine völlig unerwartete Wendung.

Die Inszenierung zeigt eine emotionale und fesselnde Geschichte, die ein ebenso brillantes wie zeitloses Zeichen gegen die Entstehung und Gefahren totalitärer Systeme setzt. Die Hauptrolle des Max Eisenstein spielt der bekannte TV Schauspieler Axel Pape, der seine Laufbahn am Theater begann, bevor er sein erfolgreiches TV-Debüt als Kommissar Severing in der Serie „Die Wache“ gab. Er spielte in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen mit (u.a. Tatort) und wurde zudem für den Deutschen Filmpreis nominiert.