Wirtschaft & Entwicklung

Forum zeigt Zukunft der Wärmeversorgung zu Hause

27. Februar ab 17.00 Uhr im Rathaus: Hauseigentümer und Experten geben Beispiele und Tipps für praktische Lösungen.

Die Stadt Vechta lädt am 27. Februar (Donnerstag) von 17.00 bis circa 20.00 Uhr zum Zukunftsforum Wärmewende ins Rathaus Vechta ein. Besucherinnen und Besucher können sich über die Zukunft der Wärmeversorgung in der Stadt Vechta und praktische Lösungen für das eigene Zuhause sowie Fördermöglichkeiten informieren. Unter anderem berichten drei Vechtaerinnen und Vechtaer, wie sie ihre Häuser energetisch saniert haben. Zudem gibt es Tipps von Experten aus den Bereichen Heizungsbau und Energieversorgung. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Besucherinnen und Besucher können alle oder einzelne Programmpunkte im Foyer, im Ratssaal und im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses nutzen.

HIER geht es zur Programmübersicht.

Um 17.00 Uhr startet das Forum mit der Vorstellung der kommunalen Wärmeversorgung der Stadt Vechta. Klimaschutzmanager Alexander Kunz hat gemeinsam mit dem Energienetzbetreiber EWE NETZ einen Wärmeplan für ganz Vechta erstellt. Dieser zeigt die Möglichkeiten der treibhausgasneutralen Wärmeversorgung in den unterschiedlichen Bereichen des Stadtgebiets. Die Experten ermittelten mögliche Gebiete für eine zentrale Wärmeversorgung über Wärmenetze ebenso wie klimafreundliche, dezentrale Wärmelösungen.

In dem Forum soll den Bürgerinnen und Bürgern vor Augen geführt werden, warum es sich lohnt, das eigene Zuhause zu sanieren und es jetzt schon zu planen. Ab 18.00 Uhr erzählen in Workshops die Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Erfolgsgeschichten. Sie erklären, wie sie ihre unterschiedlich alten Häuser saniert und umgerüstet haben. 

Außerdem geben Fachleute der EWE, der Verbraucherzentrale sowie des Heizungsbauunternehmens Krapp aus Dinklage Tipps, wie die zukünftige Energieversorgung schonend für das Klima und nicht zuletzt den eigenen Geldbeutel gestaltet werden kann. Investitionen in moderne Heizungstechnik werden staatlich gefördert. Zudem wird der Energieverbrauch verringert. Über Förderungen und Energiesparmaßnahmen informieren die Experten vor Ort. Krapp-Geschäftsführer Patrick Darger ist einer der Eigentümer, die von der Sanierung des eigenen Zuhauses berichten.

Sieben Thesen für eine moderne Wärmeversorgung

  1. Heizungsmodernisierung lohnt sich – unabhängig von gesetzlichen Vorgaben

    Auch wenn sich gesetzliche Regelungen verändern, bleibt der Heizungstausch eine sinnvolle Investition. Veraltete Heizsysteme verbrauchen viel Energie und verursachen hohe Kosten. Wer frühzeitig auf effiziente und klimafreundliche Technologien umsteigt, sichert sich langfristig stabile Energiekosten und steigert den Wert seiner Immobilie.

  2. Wärmenetze sind eine langfristige Lösung – Heizungswechsel muss jetzt geplant werden

    Der Ausbau von Wärmenetzen ist ein komplexer Prozess, der viele Jahre dauern kann. Wer in den nächsten Jahren seine Heizung erneuern muss, sollte nicht auf ein zukünftiges Wärmenetz warten, sondern sich frühzeitig mit individuellen Lösungen wie Wärmepumpen oder effizienten Heizsystemen beschäftigen. Die kommunale Wärmeplanung hilft, die passende Entscheidung zu treffen.

  3. Energieeffizienz durch Sanierung senkt Heizkosten

    Eine energetische Sanierung reduziert den Energieverbrauch und spart langfristig Heizkosten. Gut gedämmte Gebäude benötigen bis zu 50 Prozent weniger Energie. Staatliche Förderprogramme unterstützen Eigentümer bei der Umsetzung.

  4. Nachhaltige Wärmeversorgung ist wirtschaftlich und klimafreundlich

    Fossile Energieträger wie Öl und Gas werden langfristig teurer. Wärmepumpen, Nahwärmenetze oder Biomasse bieten langfristig stabile Kosten und sind eine Investition in eine klimafreundliche Zukunft.

  5. Sanierung und moderne Heiztechnik senken CO₂-Emissionen

    Gebäude sind für einen großen Teil der CO₂-Emissionen verantwortlich. Durch eine bessere Dämmung, effiziente Heizungen und den Umstieg auf erneuerbare Energien kann der Wärmebedarf deutlich gesenkt werden. Das spart Kosten und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz.

  6. Die kommunale Wärmeplanung zeigt die Zukunft der Wärmeversorgung in Vechta

    Die kommunale Wärmeplanung identifiziert Gebiete, in denen Wärmenetze wirtschaftlich und sinnvoll sind, und zeigt auf, wo individuelle Heizlösungen erforderlich bleiben. Sie gibt eine langfristige Orientierung für Eigentümer, Unternehmen und die Stadt, um den Umstieg auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung strategisch zu planen.

  7. Wärmenetze sind nur für wenige Gebiete vorgesehen – die meisten Gebäude benötigen individuelle Lösungen

    In Vechta wurden im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung nur vier Eignungsgebiete für den Ausbau von Wärmenetzen identifiziert. Der Großteil der Gebäude wird auch in Zukunft auf individuelle Heizlösungen angewiesen sein. Eigentümer sollten sich daher frühzeitig mit modernen, effizienten Heizsystemen befassen und die verfügbaren Fördermöglichkeiten nutzen.

Lesen Sie dazu auch Fragen und Antworten zur kommunalen Wärmeplanung unter https://www.vechta.de/waermeplanung