Für das Nationale Ernährungsmonitoring (nemo) werden vom 8. Juni bis 28. Juni auch Menschen in Vechta befragt. Mit der bundesweiten Studie erfasst das Max Rubner-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat seit April den Lebensmittelverzehr der Menschen in Deutschland. Vechta wurde nach einem Zufallsverfahren für die Beteiligung an der nemo-Studie ausgewählt. Damit ist Vechta einer von 120 Orten in Deutschland, an denen die Daten erhoben werden.
Mit nemo soll erforscht werden, was die Menschen in Deutschland essen und wie gut sie mit wichtigen Nährstoffen versorgt sind. Dazu werden bundesweit mehr als 3000 Personen zwischen 18 und 80 Jahren befragt und untersucht. Die zufällig ausgewählten Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer in Vechta werden aus dem Adressregister des Einwohnermeldeamtes gezogen und erhalten ein
Einladungsschreiben. „Die Stichprobe steht stellvertretend für alle 18- bis 80-Jährigen in ganz Deutschland“, erklärt Professorin Dr. Tanja Schwerdtle, Präsidentin des Max Rubner-Instituts. „Damit später zuverlässige Aussagen für die Gesamtbevölkerung getroffen werden können, ist es wichtig, dass möglichst viele der Eingeladenen mitmachen.“
Für die Durchführung der Studie wurde Oracle Life Sciences Research Services beauftragt. Wer teilnimmt, wird persönlich und telefonisch interviewt sowie körperlich untersucht. Im Auftrag von Oracle Life Sciences Research Services sind dafür Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Infratrend Forschung GmbH in Vechta unterwegs, denn die Befragungen und Messungen finden
größtenteils bei den Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern zu Hause statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten anschließend ihre individuellen Laborwerte und eine detaillierte Rückmeldung zu ihrem persönlichen Versorgungsstatus. Zusätzlich gibt es eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 55 Euro.
Für Politik und Wissenschaft sind verlässliche Informationen über die Ernährungssituation der Menschen besonders wichtig, etwa als Basis für ernährungspolitische Entscheidungen. Somit leisten die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer in Vechta einen wichtigen Beitrag für Forschung und Gesellschaft. Die Ergebnisse der nemo-Studie ermöglichen es, die aktuelle Ernährungssituation der Erwachsenen in Deutschland fundiert einzuordnen. Damit schließt das Nationale Ernährungsmonitoring die Datenlücke zur letzten vergleichbaren Erhebung, der Nationalen Verzehrsstudie II, die rund 20 Jahre zurückliegt.
Hintergrund: das Nationale Ernährungsmonitoring – nemo
Das Nationale Ernährungsmonitoring, nemo, hat das Ziel, die Ernährungssituation der Bevölkerung in Deutschland zu erfassen und zu bewerten und daraus Handlungsempfehlungen für die Politik abzuleiten. Repräsentative Daten über Ernährungsverhalten, Lebensmittelverzehr, Nährstoffzufuhr und Nährstoffstatus der Bevölkerung sind für eine wissenschaftsbasierte Politikberatung unverzichtbar. Daher hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) das Max Rubner-Institut beauftragt, diese Daten zu erheben und regelmäßig zu aktualisieren.
Zum Auftakt von nemo wurden Online-Befragungen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche durchgeführt. Ein weiterer Teil von nemo ist eine Studie, bei der die Teilnehmenden persönlich und telefonisch befragt sowie körperlich untersucht werden. Erfasst werden unter anderem Lebensmittelverzehr, Ernährungsgewohnheiten, die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und
Körpermaße. Über Bioproben wird zudem die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen ermittelt, beispielsweise Vitamin D und Jod. Untersucht werden Erwachsene zwischen 18 und 80 Jahren sowie Kinder ab einem Jahr.
nemo-Studie auf der Website des Max Rubner-Instituts HIER.
nemo-Projektseite mit Informationen für Studienteilnehmende HIER.
