Die Eröffnung der Ausstellung lockte viele Besucherinnen und Besucher in das Rathaus der Stadt Vechta. Foto: Stadt Vechta/Heyng
Rolf Dieter Brinkmann

Gedenkausstellung eröffnet

Sie ist bis zum 30. April (Mittwoch) im Rathaus der Stadt Vechta zu sehen.

Die Gedenkausstellung über Rolf Dieter Brinkmann ist nun eröffnet worden. Sie ist bis zum 30. April (Mittwoch) im Rathaus der Stadt Vechta zu sehen. „Vechta ist Brinkmanns Heimatstadt. Hier wurde er geboren, hier wuchs er auf, hier steckten die Wurzeln seiner Sehnsucht, Verzweiflung und Wut – und hier liegt er auch begraben“, sagte Bürgermeister Kristian Kater bei der Eröffnung der Ausstellung.

Brinkmann starb vor 50 Jahren bei einem Verkehrsunfall in London. Die Kulturstiftung Rolf Dieter Brinkmann nimmt dies zum Anlass, an den berühmtesten Sohn der Stadt zu erinnern. Mit der Ausstellung gebe es laut Uwe Heider, Vorsitzender des Aufsichts- und Begleitgremiums der Stiftung, „einen Raum für Rolf Dieter Brinkmann, in dem wir sein Feuer wieder zum Lodern bringen können.“

Die Fotografin und Filmkünstlerin Ulrike Pfeiffer, die Brinkmann mit 17 Jahren in Köln kennenlernte, zeigt in der Ausstellung ihre Fotos aus Brinkmanns Wohnung in der Kölner Engelbertstraße 65, in der er bis zu seinem Tod mit seiner Familie lebte. Da die Aufnahmen ihren eigenen Ansprüchen damals nicht genügt hatten, entwickelte sie die Bilder damals nicht. 2017 entdeckte sie die Negative der Fotos wieder und digitalisierte sie.

Professor Markus Fauser gab den zahlreichen Anwesenden Hintergrundinformationen zu den Inhalten und der Gestaltung der Ausstellung. Der Literaturwissenschaftler beschäftigt sich im Rahmen seiner Arbeit in der Arbeitsstelle Brinkmann der Universität Vechta schon viele Jahre mit dem berühmten Autor. Er gehört ebenfalls zum Vorstand der Brinkmann-Stiftung. Seine Ausführungen beendete er mit den Worten: „Damit ist das Brinkmann-Jahr 2025 eröffnet – Vechta feiert Brinkmann.“