Die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Vechta haben im Vechtaer Rathaus die Gewinnerinnen eines Ideenwettbewerbs ausgezeichnet. Sie hatten im Sommer alle Kunsthandwerkerinnen des Geschäfts „Die Werkstadt“ in Vechta dazu aufgerufen, Geschenkartikel zu gestalten, die sie zu verschiedenen Anlässen als Dankeschön überreichen möchten. Aus 16 Vorschlägen wählten die Gleichstellungsbeauftragten vier Produkte aus. Sie gaben die Stiftemäppchen, Taschen, Tabletts und Holzschlüsselanhänger bei den Gewinnerinnen Stephanie Bernholt, Nicole Festerling, Miriam Lampe und Christina Landwehr in Auftrag.
„Mit dem Wettbewerb können wir zum einen kreative und selbstständige Frauen sichtbar machen und unterstützen – und zum anderen bei Veranstaltungen und Aktionen an alle Unterstützende regionale und aussagekräftige Aufmerksamkeiten als Dankeschön verteilen“, erklärte Andrea Schlärmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vechta, beim Treffen im Rathaus. Sie und ihre Kolleginnen in der Gleichstellungsarbeit freuten sich über die vielfältigen und kreativ gestalteten Artikel, die von Bildern über Spiele und Dekorations-Produkte bis hin zu Alltagsgegenständen reichten.
Entsprechend schwierig war die Aufgabe, aus dieser Bandbreite die Produkte auszuwählen, die die Kriterien - Bezug zur Gleichstellung, Verbindung zur Region, Zweckmäßigkeit und Innovationscharakter - am besten erfüllten. Schließlich wurden diese Produkte prämiert:
- Stiftemäppchen mit der Instagram-Adresse der Gleichstellungsbeauftragten von Stephanie Bernholt (Süssstoff, Steinfeld)
- Taschen mit den „Müttern des Grundgesetzes“ von Nicole Festerling (Plotter und Nadel, Vechta)
- Tabletts mit dem Logo der Gleichstellungsbeauftragten von Miriam Lampe (Zwergenmonster, Lohne) und
- Holz-Schlüsselanhänger ebenfalls mit dem Logo der Gleichstellungsbeauftragten von Christina Landwehr (Tinas Ideenfabrik, Lohne)
Alle Teilnehmerinnen am Wettbewerb sind schon länger kreativ tätig und haben ihre Talente zum Nebenverdienst gemacht. Sie vermarkten ihre Produkte gemeinsam über „Die Werkstadt“, einem Zusammenschluss von Kunsthandwerkerinnen und -handwerkern. Im Jahr 2023 starteten sie mit einem Pop-Up-Store an der Großen Straße. Im Frühjahr 2024 erfolgte der Umzug an den neuen Standort am Bremer Tor. Die Stadt Vechta unterstützte die Ansiedlung mit Fördermitteln (weitere Infos dazu unter https://innenstadt-vechta.de/).
Bei der Auszeichnung im Rathaus wurde deutlich: Die Frauen schätzen die Unterstützungs- und Vermarktungsmöglichkeit durch „Die Werkstadt“ sehr. „Es ist toll zu sehen, wie wir Frauen uns im kreativen Bereich gegenseitig mit unseren Vorhaben unterstützen und stärken“, findet Stephanie Bernholt. Auf einen weiteren Aspekt weisen die Gewinnerinnen hin: Oftmals wagen Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit nach der Familiengründung, da ihnen ansonsten flexible Verdienstmöglichkeiten fehlen. Die gemeinsame Vermarktung über „Die Werkstadt“ vereinfacht diesen Schritt.
Die Beteiligten waren sich einig, dass alle Seiten von dem Ideenwettbewerb profitieren. Dieser sei eine gute Möglichkeit zur Vernetzung und zur gegenseitigen Unterstützung. „Wir haben die Gleichstellung im Landkreis noch bekannter gemacht und erhöhen ihren Wiedererkennungswert“, freut sich Astrid Brokamp, Gleichstellungsbeauftragte beim Landkreis Vechta. Sie ist sich sicher, dass Netzwerkpartnerinnen und -partner, Vortragende und Ehrenamtliche in der Gleichstellungsarbeit die individuell gestalteten Aufmerksamkeiten zu schätzen wissen, wenn sie diese als Dankeschön erhalten.
