Im Foyer warten Kinder mit ihren Teddys auf den Arztbesuch. Im Ratssaal behandelt medizinisches Fachpersonal die Plüschtiere. Am Ende gibt’s ein Rezept und Medikamente aus der Apotheke. Einmal im Jahr macht ein Team des St. Marienhospitals Vechta das Rathaus zur Teddyklinik. Es zeigt vielen Kindern, wie eine Untersuchung und eine Behandlung ablaufen, um ihnen die Angst davor zu nehmen. Am Freitagnachmittag (12. Juni) von 14.30 bis 17.00 Uhr ist die Klinik im Rathaus für alle geöffnet.
Am Freitagvormittag sind rund 200 Mädchen und Jungen aus acht Vechtaer Kindergärten mit ihren Kuscheltieren gekommen. Die Plüschtiere haben unterschiedliche Beschwerden. Sie sind verletzt, ihnen sind Schuppen ausgefallen, sie haben Bauchweh, Husten oder Flöhe.
In der Teddyklinik wird eine genaue Diagnose erstellt und die Krankheit oder Verletzung behandelt. Das Team des St. Marienhospitals um Dr. Marie-Luise Rübsam und Dr. Oliver Schirrmacher erklärt kindgerecht, was es genau macht. Und es vermittelt den Kindern, dass sie keine Angst vor einem Besuch in einem Krankenhaus oder in einer Praxis haben müssen. Anschließend gibt es Medikamente in der Apotheke.
Die Teddys werden auch gegen Krankheiten geimpft. „Es muss realistisch sein. Eine Impfung ist ein Pieks. Wenn etwas in der Wirklichkeit wehtut, verschweigen wir es auch nicht. Sonst ist es für die Kinder nicht glaubwürdig“, erklärt Dr. Marie-Luise Rübsam. Am Ende erhalten die Kinder einen Impfausweis und eine Urkunde für ihren Klinikbesuch.
Bürgermeister Kristian Kater und Andreas Krone, Geschäftsführer des St. Marienhospitals Vechta sind beeindruckt, wie das Klinikteam die Aktion bis ins kleinste Teil vorbereitet hat. Besonders beeindruckt sind die Kinder von den technischen Geräten beim Ultraschall und bei der Magenspiegelung. Zum zweiten Mal findet die Teddyklinik im Rathaus statt – und sicherlich nicht zum letzten Mal.
