Die Mitarbeiter-Parkplätze und Parkplätze für Dienstwagen sollen sich in der Tiefgarage reduzieren. Foto: Stadt Vechta/Heyng
Parkplätze

Konzept soll Erreichbarkeit verbessern

Die wichtigsten Punkte werden auf der Seite www.vechta.de/parken erklärt.

Die Stadtverwaltung hat nach einer ersten politischen Beratung (am 19. November 2025) und Gesprächen mit Akteuren der Innenstadt das geplante Konzept zur Parkraumbewirtschaftung angepasst. Ziel ist es, die Erreichbarkeit der Innenstadt und des Krankenhauses zu verbessern und den Suchverkehr zu verringern. Der Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen und der Stadtrat beraten dieses Thema in den nächsten Sitzungen. Die wichtigsten Punkte werden auf der Seite www.vechta.de/parken erklärt.

Die gebührenpflichtigen Parkzonen sollen erweitert werden. Die Gebühren werden nicht erhöht. In der Zone 1 (Innenstadt-Bereich) kostet das Parken montags bis samstags jede angefangene Stunde weiterhin 0,50 Euro. Das Parken in der ersten halben Stunde bleibt frei (Brötchentaste). Auf Wunsch des Stadtmarketingvereins Moin Vechta soll die Höchstparkdauer von 2 auf 4 Stunden erhöht werden. So haben Kunden mehr Zeit die zahlreichen Angebote der Innenstadt zu nutzen. 

In der Zone 3 (Gesundheitsviertel) kostet das Parken an allen Tagen der Woche in der Zeit von 7 bis 18 Uhr jede angefangene halbe Stunde weiterhin 0,50 Euro. Die Höchstparkdauer beträgt 2 Stunden. Ab 18 Uhr sind weiterhin alle öffentlichen Parkplätze kostenfrei nutzbar. Der gesamte Maßnahmenkatalog soll mittelfristig umgesetzt werden und gliedert sich in vier zentrale Säulen. 

1. Angebot erweitern: Ziel ist es, für Patienten und Kurzzeitbesucher eine stressfreie Ankunft zu ermöglichen. 

  • Öffnung privater Kapazitäten: Ein privater Investor plant aktuell den Bau eines Parkhauses an der Windallee mit etwa 260 Parkplätzen. Auch die 62 Dauerparkplätze in der Tiefgarage der Rehaklinik des St. Marienhospitals sollen nach der Fertigstellung dorthin verlegt werden. Dann werden die Parkplätze der Tiefgarage für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und durch das Wasserwerk bewirtschaftet.
  • Flächen effizient nutzen: Im Gesundheitsviertel in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses sollen alle öffentlichen Parkplätze gebührenpflichtig werden. So gibt es mehr Kapazitäten für den kurzfristigen Bedarf vor Arztpraxen, Apotheken und Geschäften. In der Kernzone entlang der Großen Straße und in den Nebenstraßen werden hierfür ebenfalls alle öffentlichen Parkflächen gebührenpflichtig. Dies beinhaltet die Bewirtschaftung der Tiefgarage unter dem Rathaus. Die Anzahl der Parkplätze für Mitarbeiter des Rathauses soll hier reduziert werden, um mehr Parkflächen für die Öffentlichkeit zu schaffen.
  • Neubauprojekte: Die Errichtung eines neuen Parkhauses durch einen privaten Investor an der Windallee will die Stadt verstärkt unterstützen.
  • Potenzialanalyse: Die Stadtverwaltung prüft laufend weitere Standorte, um das Parkangebot zu erweitern.

2. Konsequente Parkraumbewirtschaftung: 

In unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus und zu den Geschäften der Innenstadt soll die Zahl an gebührenpflichtigen Kurzzeitparkplätzen deutlich erhöht werden. Dauerparkplätze werden auf Randflächen und Parkhäuser gelenkt. 

3. Intelligente Lenkung der Verkehrsströme: 

Der Suchverkehr soll verringert werden. Ein neues Verkehrsleitsystem soll Besucherinnen und Besucher vorrangig über den Stadtring zu den zentralen Parkplätzen und Parkhäusern führen, ehe das Krankenhaus oder die Innenstadt direkt angesteuert werden.

Die Verkehrsführung (z. B. durch Einbahnstraßen) soll angepasst werden, um den Verkehrsfluss zu optimieren und Rückstaus zu verhindern.

Durch die Angebote und Tarife soll eine klare Trennung von Kurzzeitbesuchern und Dauerparkern geschaffen werden.

4. Alternativen für Pendler: 

Um die innenstadtnahen Parkplätze für Besucherinnen und Besucher freizuhalten, sind Alternativen für Berufspendler notwendig. Das Parkhaus, das an der Windallee errichtet werden soll, ist für Mitarbeiter und Langzeitparker im Bereich des Krankenhauses vorgesehen. Das Parkhaus am Bahnhof, aber auch andere Parkhäuser sollen diesen Zweck im Innenstadtbereich erfüllen. 

Während laufender Bauprojekte soll die Einrichtung von Bus-Shuttle-Diensten während der Hauptzeiten für beispielsweise Schüler, Mitarbeiter und Besucher geprüft werden, um die Belastung der direkten Umgebung zu reduzieren. Hierzu können stadtnahe Parkplätze angefahren werden.

Um einen Teil der vorgesehenen Maßnahmen umsetzen zu können, muss die Parkgebührenverordnung entsprechend geändert werden. Für die angestrebte Bewirtschaftung bisher privater Parkflächen muss die Stadt Vechta Verträge mit dem Krankenhaus und der Kirche abschließen. 

Auf zahlreichen Parkflächen soll es bei der bisherigen Regelung bleiben. So soll das kostenfreie Parken auch weiterhin beispielsweise in der Windallee, der Franz-Vorwerk-Straße, auf dem Zitadellenvorplatz und Sprengepielplatz möglich sein.