Für die Region in Hannover. Von links: Tobias Averbeck, Kristian Kater, Johann Wimberg, Tobias Gerdesmeyer. Foto: Meyer
Unzureichende Stromnetze

Landräte und Bürgermeister suchen mit Lies nach Lösungen

Sie fordern die Forcierung des Netzausbaus für den wachsenden Wirtschaftsstandort.

Eine Delegation hochrangiger Kommunalpolitiker aus dem Oldenburger Münsterland hat in Hannover mit Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies über das Problem der mangelnden Stromanschlusskapazitäten in der Region gesprochen. Anlass waren Brandbriefe der Landräte Tobias Gerdesmeyer (Vechta) und Johann Wimberg (Cloppenburg) sowie aus den Reihen der heimischen Bürgermeister vom April dieses Jahres. Sowohl Neuansiedlungen von Gewerbe als auch Erweiterungen seien wegen unzureichender Stromnetze gefährdet, hieß es darin. Für den weiterhin stark wachsenden Wirtschaftsstandort Oldenburger Münsterland ist eine ausreichende und verlässliche Stromversorgung von entscheidender Bedeutung. Deshalb muss nun der Netzausbau forciert werden.

Neben den beiden Landräten waren auch der Vechtaer Bürgermeister Kristian Kater und Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck beim Termin dabei. Lies hatte außerdem weitere Vertreter der Ministerialebene sowie Netzbetreiber und die Energiewirtschaft eingebunden. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich der Netzausbau beschleunigen lässt und welche Übergangslösungen zur Überbrückung von Versorgungsrisiken möglich sind. Die Engpässe betreffen die Hochspannungsebene der 110-KV-Leitungen. Gefragt ist hier in erster Linie die Avacon als Netzbetreiber. Auch regulatorische Anpassungen müssen diskutiert werden. So soll beispielsweise die Genehmigung großer Batteriespeicher von der Netzkapazität abhängig gemacht werden, damit sie nicht zulasten der Stromversorgung der Wirtschaft geht.

Die kommunalen Vertreter drängen zudem auf eine Verschlankung von Planungs- und Genehmigungsprozessen, um den Netzausbau zu beschleunigen. Hier sind die Hauptverwaltungsbeamten bereits im Kontakt mit Bundespolitikern. Letztlich fehlt es nicht an verfügbarem Strom, sondern an ausreichenden Kapazitäten im 110-kv-Netz, so die Landräte und Bürgermeister.

Quelle: Pressemitteilung Landkreis Vechta