Vorne von links: Cornelia Ostendorf, Kristian Kater, Lena Fuchs; hinten: Sandra Sollmann, Frank Preuß. Foto: Heyng
Offene Altenhilfe

Pro vita, Sozialstation Nordkreis und Stadt Vechta kooperieren

Früheres Volksbank-Gebäude an der Münsterstraße wird für Seniorenarbeit genutzt.

Gemeinsam mit pro vita und der Sozialstation Nordkreis Vechta stellt die Stadt Vechta die Angebote der offenen Altenhilfe in den kommenden Jahren noch breiter auf. Die Geschäftsführerinnen Lena Fuchs (pro vita) und Cornelia Ostendorf (Sozialstation Nordkreis Vechta) unterzeichneten am Freitag (27. März) mit Bürgermeister Kristian Kater einen Dienstleistungsvertrag für den Zeitraum vom 1. Juli 2026 bis zum 31. März 2028.

Dieser löst den im Jahr 2025 geschlossenen Vertrag für die offene Altenhilfe zwischen der Stadt Vechta und der Sozialstation ab. Beide hatten bereits 2023 (zusammen mit den Nordkreiskommunen Bakum und Visbek) einen Bündnisvertrag für die kommunale Altenhilfe unterschrieben. Ab Juli 2026 setzen die „Lebensfreu(n)de“ von pro vita und das „Innovationsteam selbstgestALTER“ der Sozialstation nun gemeinsam ein Gesamtkonzept mit vielfältigen Angeboten für die Generation 60plus um. Beide Projekte laufen seit Jahren und werden miteinander verknüpft. Dritter Partner im Bunde ist die Stadt Vechta, zuständig ist der Fachdienst Soziale Dienste, Senioren und Integration.

„Wir möchten die Boomer-Generation mit ihrem großen Knowhow einbinden"

Im Rahmen der Vereinbarung werden Begegnungsräume der Teilhabe und des sozialen Engagements geschaffen bzw. erhalten. Es wird weiterhin verlässliche Beratungs- und Unterstützungsangebote geben. Weil die Vertragspartnerinnen viele Angebote schon aufgebaut haben, muss nicht alles neu konzipiert werden. Von der Kooperation versprechen sich die Beteiligten aber auch neue Impulse. 

Die Menschen ab 60 Jahren sollen weiterhin durch qualifiziertes Personal dazu angeleitet werden, selbstständig Angebote für ihre Altersgruppe zu entwickeln und in eigener Verantwortung durchzuführen. „Wir möchten insbesondere die Boomer-Generation mit ihrem großen Knowhow einbinden und freuen uns, wenn sich viele in ehrenamtlichen Gruppen engagieren“, erklärt Bürgermeister Kristian Kater. 

Die Stadt Vechta finanziert eine 75-Prozent-Vollzeitstelle für die offene Altenhilfe. Die Sozialstation stellt dafür die Expertise ihrer Mitarbeitenden im Umfang einer halben Stelle und pro vita im Umfang einer Ein-Viertel-Stelle zur Verfügung. Beide erhalten ein eigenes Büro in dem früheren Volksbank-Gebäude an der Münsterstraße 72, das die Stadt Vechta künftig für die Seniorenarbeit nutzt. Das Seniorenbüro (bisher Münsterstraße 21) zieht ebenfalls dorthin um.

„Alle Beteiligten haben den Beschluss außerordentlich schnell umgesetzt“

Außerdem soll das Integrationsprojekt „Efi“ der Stadt Vechta an dem Standort vertreten sein und an die Seniorenarbeit angebunden werden. Über diesen Weg sollen ältere Menschen mit Migrationshintergrund Anschluss finden und mit den Angeboten in Berührung kommen.

Für die Verknüpfung von Projekten aller Anbieter hatten sich auch die Vechtaer Stadtratsgremien ausgesprochen. Ein entsprechender Beschluss wurde im Mai 2025 gefasst und in weniger als einem Jahr durch den Umzug in das größere Bankgebäude und den jetzt unterzeichneten Dienstleistungsvertrag realisiert. „Alle Beteiligten haben den Beschluss außerordentlich schnell umgesetzt“, ordnet es die Erste Stadträtin Sandra Sollmann ein. „Dafür möchte ich allen herzlich danken. Davon werden viele Menschen in unserer Stadt profitieren.“ 

Das angemietete Gebäude an der Münsterstraße 72 soll für die kommenden Jahre der Hauptanlaufpunkt für die kommunale Seniorenarbeit sein. Gleichzeitig soll ein Konzept für das „Quartier Antoniusstraße“ entwickelt werden. Die dortige ehemalige Liobaschule soll mit Mitteln aus der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Niedersachsen als Quartierszentrum ausgebaut werden (Infos unter www.vechta.de/stadtentwicklung/projekte/quartier-antoniusstrasse). Auch die Angebote der offenen Altenhilfe sollen in das Quartierszentrum Antoniusstraße integriert werden.

Infos zur Seniorenarbeit unter www.vechta.de/senioren.