In diesem Bereich des Zitadellenparks wird belasteter Boden beseitigt. Foto: Stadt Vechta / Kläne
Zitadelle

Stadt lässt Altlasten im Boden neben Bahnschienen beseitigen

Zugänge zur Brücke am Bahnhof und in den Zitadellenpark an der Straße Zur Paulus-Bastei gesperrt.

Am Rande des Zitadellenparks lässt die Stadt Vechta ab Ende März belastete Bodenschichten metertief austauschen. In dem etwa 1500 Quadratmeter großen Sanierungsbereich unterhalb der Brücke am Bahnhof befinden sich ein Becken, Grünflächen, eine Holzbrücke und ein geschotterter Weg. Die Arbeiten werden voraussichtlich ca. vier Wochen dauern. Während der gesamten Arbeiten wird der Bereich an der Straße Zur Paulus-Bastei gesperrt - und damit auch der dortige Zugang zum Park und zur Brücke am Bahnhof. 

Fußgänger und Radfahrer können die Brücke daher vorübergehend nicht nutzen, um zwischen Innenstadt und Wohngebiet bzw. Park zu pendeln. Zu ihrer eigenen Sicherheit: An der Ein- und Ausfahrt der Brücke müssen große Baufahrzeuge die Straße Zur Paulus-Bastei regelmäßig überqueren. 

Der Fahrstuhl und die Treppe, die von der Brücke herunter in den Zitadellenpark führen, bleiben geöffnet. Gäste können darüber die Beach Bar unterhalb der Brücke erreichen. Die Beach Bar öffnet wieder am 1. April. Sie ist für Fußgänger und Radfahrer auch über die Zuwegung vom Platz vor dem Museum bzw. dem Gulfhaus aus erreichbar.   

Die Stadt Vechta hat mit Hilfe von Probebohrungen im Boden nahe den Bahnschienen unter anderem öl- und teerhaltige Stoffe nachgewiesen. Zuvor waren in zeitlichen Abständen Ölfilme auf der Wasseroberfläche in dem Becken, in das Niederschlagswasser aus der Innenstadt fließt, festgestellt worden. Die Stadt Vechta setzte Ölsperren und verhinderte, dass die Stoffe in das Graben- und Kanalnetz gelangen. Eine Gesundheitsgefährdung bestand zu keiner Zeit. 

Um das Problem zu beseitigen, muss der Boden großflächig bis zu einer Tiefe von vier Metern ausgetauscht werden. Der belastete Boden wird mit dem Bagger ausgehoben, auf einer asphaltierten Fläche an der Gustav-Heinemann-Straße zwischengelagert und später abtransportiert. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich am 26. März. Zunächst wird das Wasser aus dem Becken abgelassen. Die darin lebenden Fische werden unter fachkundiger Kontrolle abgefangen und in andere Gewässer gebracht. Der Fischereiverein Vechta unterstützt diese Arbeiten. Voraussichtlich ab dem 31. März beginnen die Baggerarbeiten.

Die Stadt Vechta wertet den Parkbereich im Zuge der Sanierung auf. Sie lässt den Weg erneuern und teilweise ausbauen. Die dortige Holzbrücke ist in die Jahre gekommen und muss ohnehin erneuert werden. Die Stadt Vechta lässt an gleicher Stelle im Laufe des Jahres eine neue Brücke errichten. Unvermeidlich ist, dass Bäume im Sanierungsbereich gefällt werden müssen. Dafür pflanzt die Stadt hinterher neue Bäume. Außerdem lässt sie die Böschungen am Zitadellengraben aufarbeiten. Von der Paulus-Bastei aus wird eine Rampe in Schotterrasen-Bauweise zum Becken hin eingebaut, damit dieses für Maschinen und Bagger zukünftig problemlos erreichbar ist. In dem Becken setzen sich Sedimente ab, die das Niederschlagswasser aus der Innenstadt mit sich führt. Es muss in Abständen gereinigt und entschlammt werden. 

Die Arbeiten sind wetterabhängig. Die Stadt Vechta hofft, sie bis Ende April abschließen zu können. Die Verwaltung weist darauf hin, dass der gesperrte und gesicherte Baustellenbereich aus Sicherheitsgründen unter keinen Umständen betreten werden darf. Der Zitadellenpark ist über ausreichend Zugänge erreichbar.