Hinten: Dirk Ortland, Sandra Sollmann (beide Jury); Mitte: Monika Kühling, Christof Pekeler; vorne v. l.: Kristian Kater, Helmut Backhaus, Marita Burwinkel, Reinhild Blömer. Foto: Meyer / Stadt Vechta
Abend des Ehrenamtes

Stadt Vechta würdigt uneigennützige Arbeit

Kristian Kater zeichnet Monika Kühling, Christof Pekeler, Helmut Backhaus, Reinhild Blömer und Marita Burwinkel aus.

Am zweiten „Abend des Ehrenamtes“ hat Vechtas Bürgermeister Kristian Kater fünf Bürgerinnen und Bürger für ihr freiwilliges Engagement ausgezeichnet. In der Feierstunde im Alten Rathaus würdigte er die jahrelange uneigennützige Arbeit von Monika Kühling, Christof Pekeler, Helmut Backhaus, Reinhild Blömer und Marita Burwinkel. Sie waren auf einen öffentlichen Aufruf der Stadt Vechta hin vorgeschlagen worden. Aus allen Vorschlägen wählte eine Jury die Preisträgerinnen und Preisträger aus. 

„Das Engagement der Menschen in unserer Stadt ist ein wertvoller Beitrag zum Gemeinwohl, der aber oft im Stillen und vielfach ohne große öffentliche Aufmerksamkeit geleistet wird“, erklärte Kater. „Wir wollen diese wichtige Arbeit für unser Gemeinwesen deshalb noch stärker in den Blick nehmen und regelmäßig ehrenamtlich tätige Menschen, die sich in den vielfältigen Bereichen des täglichen Lebens ganz besonders engagieren oder sich dabei ganz besondere Verdienste erworben haben, auszeichnen.“ 

Fotos der Geehrten öffnen sich mit Klick auf den Namen.
(Fotos: Kira Meyer / Stadt Vechta) 

Monika Kühling

Monika Kühling leitet seit mehr als 30 Jahren den Stammtisch für Menschen mit Beeinträchtigungen. Diesen können alle besuchen, niemand ist ausgeschlossen. Die Gruppe trifft sich jede Woche Mittwoch in der Gaststätte Moorbachhof. Monika Kühling unterstützt die Menschen mit Beeinträchtigungen bei Dingen, die für andere selbstverständlich sind, ihnen aber schwer fallen. Sie hilft beim Bestellen von Getränken und Speisen, beim Essen und Bezahlen. Und sie achtet darauf, dass alle ihre sieben Sachen wieder mit nach Hause bekommen. „Das ehrenamtliche Engagement für Menschen mit Beeinträchtigungen hat eine unschätzbare Bedeutung. Denn ohne dieses blieben diesen Menschen viele gesellschaftliche Aktivitäten verschlossen“, sagte Kater. 

Christof Pekeler

Christof Pekeler ist seit 1976 Mitglied im Musikverein Langförden und davon 35 Jahre im Vorstand aktiv. Zunächst als Schriftführer, dann als stellvertretender Dirigent und von 1991 bis 2000 sowie von 2006 bis 2016 als Vorsitzender des Vereins. Von 1997 bis 2023 war Pekeler zudem Kassenwart im Vorstand des Musikerbundes Südoldenburg. Seit 2008 engagiert er sich im Vorstand der Universitätsgesellschaft Vechta als Schatzmeister. Im Aufsichtsrat des Andreaswerk e.V. ist er seit 2014 Mitglied. Im Heimatverein Langförden ist Pekeler seit Juni 2022 Vorsitzender. „Alle Funktionen üben Sie ehrenamtlich aus und haben so die Vereine maßgeblich geprägt“, lobte Kater.

Helmut Backhaus

Helmut Backhaus setzte sich über Jahrzehnte aktiv in der Europa Union (Kreis Vechta), der Senioren-Union, beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und in kirchlichen sowie politischen Gremien ein. Der pensionierte Lehrer unterstützte Menschen mit Migrationshintergrund beim Sprachelernen. Er begleitete Schülergruppen in den Ferien nach England und engagierte sich für einen Austausch mit amerikanischen Schulen. In der Europa Union leistete er von 1997 an Vorstandsarbeit als Beisitzer, Schriftführer und ab 2004 als zweiter Vorsitzender. Backhaus organisierte eine Vielzahl an Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Informationsabenden und Studienreisen in die Hauptstädte Europas. Über 20 Jahre lang organisierte er das „Singen für Europa". Er trug als überzeugter Europäer zum Austausch mit Vechtas Partnerstadt Jászberény bei. Ab 1998 war Backhaus Vorsitzender der Senioren-Union Vechta. Über 20 Jahre leitete er den Ortsverbandes Vechta des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. „Ihre Arbeit war stets von europäischem Geist, einem sozialen Engagement und der Bildungsförderung geprägt“, sagte Kater.

Reinhild Blömer und Marita Burwinkel

Reinhild Blömer wurde für ihr Engagement in der Selbsthilfegruppe „Pflegende Angehörige Demenz“ ausgezeichnet und Marita Burwinkel für ihren Einsatz in der Selbsthilfegruppe „Unterstützung bei Krebs“. „Sie geben denjenigen Halt, die sich in einer der schwersten Lebenssituationen befinden. Sie schenken Mut, wenn die Kraft nachlässt. Sie bieten Orientierung, wenn der Weg unklar wird. Und Sie schaffen Gemeinschaft, wo Einsamkeit droht“, sagte Kater. Krankheit und Pflege könnten unglaublich belastend sein. Gerade deshalb sei die Bereitschaft von Reinhild Blömer und Marita Burwinkel, anderen zur Seite zu stehen, so beeindruckend. „Sie sind Vorbilder dafür, wie wir einander begegnen sollten – mit Respekt, Verständnis und Mitgefühl“, lobte Kater.