Ab Montag (31. März) lässt die Stadt Vechta am Rande des Zitadellenparks belastete Bodenschichten austauschen. Vorab hat ein Einsatztrupp mit Keschern und Reusen 1469 Fische aus einem Becken im Sanierungsgebiet geholt und im Tonbergsee in Vechta wieder ausgesetzt. In der kommenden Woche beginnen die Hauptarbeiten. Auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern baggert eine Firma belastete Bodenschichten aus und verfüllt den Bereich anschließend neu.
Während der vierwöchigen Arbeiten wird der Bereich an der Straße Zur Paulus-Bastei gesperrt - und damit auch der dortige Zugang zum Park und zur Brücke am Bahnhof. Fußgänger und Radfahrer können die Brücke daher vorübergehend nicht nutzen, um zwischen Innenstadt und Wohngebiet bzw. Park zu pendeln. Zu ihrer eigenen Sicherheit: An der Ein- und Ausfahrt der Brücke müssen große Baufahrzeuge die Straße Zur Paulus-Bastei regelmäßig überqueren.
Der Fahrstuhl und die Treppe, die von der Brücke herunter in den Zitadellenpark führen, bleiben geöffnet. Gäste können darüber die Beach Bar unterhalb der Brücke erreichen. Die Beach Bar öffnet wieder am 1. April. Sie ist für Fußgänger und Radfahrer auch über die Zuwegung vom Platz vor dem Museum bzw. dem Gulfhaus aus erreichbar.
An den Vorarbeiten am Mittwoch (26. März) beteiligt waren der Fachdienst Stadtentwässerung und das Klärwerk der Stadt Vechta, zwei baubiologische Begleiter und der Sportfischereiverein Vechta. Die Vereinsmitglieder waren ehrenamtlich im Einsatz. Zunächst wurde das Wasser aus dem Becken kontrolliert abgepumpt. Währenddessen fingen die Fachleute die Fische mit Keschern und Reusen ein, darunter Rotaugen (1141), Flussbarsche (190), Brassen (75), Hechte (30), Döbel (20), Schleien (6), Gründlinge (3), Hasel (2), ein Aal und eine Rotfeder. Die Fische wurden in einem Wassertank zum Tonbergsee transportiert und dort freigelassen. Beim Einsatz im Zitadellenbecken kam auch jede Menge Müll zum Vorschein, der entsorgt werden musste.
Weitere Infos und Fotos unter:
https://www.sfv-vechta.de/beitraege?b=1000306&c=ND1000017&s=djEtefrqI-72U_MdlNhH-oNf41WqLAYDoire1KNI9xWWglM=
Die Stadt Vechta hatte in dem Bereich mit Hilfe von Probebohrungen unter anderem öl- und teerhaltige Stoffe im Boden nachgewiesen. Zuvor waren in zeitlichen Abständen Ölfilme auf der Wasseroberfläche im Becken, in das Niederschlagswasser aus der Innenstadt fließt, festgestellt worden. Die Stadt Vechta setzte Ölsperren und verhinderte, dass die Stoffe in das Graben- und Kanalnetz gelangen. Eine Gesundheitsgefährdung bestand zu keiner Zeit.
Um das Problem zu beseitigen, muss der Boden großflächig bis zu einer Tiefe von vier Metern ausgetauscht werden. Der belastete Boden wird mit dem Bagger ausgehoben, auf einer asphaltierten Fläche an der Gustav-Heinemann-Straße zwischengelagert und später abtransportiert.
Die Stadt Vechta wertet den Parkbereich im Zuge der Sanierung auf. Sie lässt den Weg erneuern und teilweise ausbauen. Die dortige Holzbrücke ist in die Jahre gekommen und muss ohnehin erneuert werden. Die Stadt Vechta lässt an gleicher Stelle im Laufe des Jahres eine neue Brücke errichten. Unvermeidlich ist, dass Bäume im Sanierungsbereich gefällt werden müssen. Dafür pflanzt die Stadt hinterher neue Bäume. Außerdem lässt sie die Böschungen am Zitadellengraben aufarbeiten.
Die Arbeiten sind wetterabhängig. Die Stadt Vechta hofft, sie bis Ende April abschließen zu können. Die Verwaltung weist darauf hin, dass der gesperrte und gesicherte Baustellenbereich aus Sicherheitsgründen unter keinen Umständen betreten werden darf. Der Zitadellenpark ist über ausreichend Zugänge erreichbar.
