Bekenntnisschulen

Abstimmung beginnt

veröffentlicht: am 14.09.2018     Slider

Die Stadtverwaltung hat die Stimmzettel verschickt. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch in diesem Beitrag. Ausgezählt wird ab dem 17. Oktober.

Die Eltern der Grundschülerinnen und -schüler treffen eine wegweisende Entscheidung über die Zukunft der Vechtaer Grundschulen. Noch bis Mitte Oktober stimmen sie über die Zukunft der Bekenntnisschulen ab. Auch die Einführung fester und verlässlicher Schulbezirke steht hinter dieser Fragestellung. An der Alexanderschule und der Martin-Luther-Schule entscheiden die Eltern über eine mögliche Zusammenlegung beider Schulen.

Eltern und Kollegien der Grundschulen wurden im Vorfeld umfassend informiert. Die Wahlunterlagen wurden inzwischen an alle Eltern versendet. Noch bis einschließlich 16. Oktober können die Stimmzettel entweder in der Schule oder im Rathaus eingereicht oder auf dem Postweg an die Stadt Vechta (Burgstraße 6, 49377 Vechta) gesendet werden.

An jeder Bekenntnisschule wird unabhängig voneinander abgestimmt. Der Umwandlung einer Bekenntnisschule bzw. der Zusammenlegung von Schulen müssen mehr als 50 Prozent aller Eltern jener Kinder zustimmen, die im Schuljahr der Abstimmung die jeweilige Bekenntnisschule besuchen. Das heißt auch: Wer sich nicht beteiligt, stimmt mit Nein. Ab dem 17. Oktober werden die Stimmen ausgezählt und das Ergebnis bekanntgegeben. Sollten die Eltern an den jeweiligen Schulen für die Umwandlung bzw. Zusammenlegung stimmen, erfolgt eine Beschlussfassung durch den Rat der Stadt Vechta nach Vorbereitung durch den Schulausschuss und den Verwaltungsausschuss. Abschließend müsste die Landesschulbehörde eine Genehmigung erteilen.

Fragen und Anregungen können per Mail an die Stadt Vechta gerichtet werden. Dienstags (11 bis 12 Uhr) und donnerstags (15 bis 16 Uhr) berät der ehemalige Leiter der Alexanderschule, Franz-Josef Meyer, Eltern im Rathaus (Besprechungszimmer, 1. Obergeschoss). Termine können per Mail angefragt werden.

Umwandlung der Bekenntnisschulen - Alle Fakten auf einen Blick:

  • Den Anlass zur Abstimmung gibt das Niedersächsische Schulgesetz: Danach müssen Eltern über eine Umwandlung einer Bekenntnisschule in eine Schule für Kinder aller Bekenntnisse entscheiden, wenn der Anteil der bekenntnisfremden Schülerinnen und Schüler an der Gesamtschülerzahl in vier aufeinanderfolgenden Jahren bei mehr als 30 Prozent liegt. Dies ist im kommenden Schuljahr 2018/19 nahezu an allen Bekenntnisschulen im Stadtgebiet der Fall: an der Overbergschule, der Marienschule Oythe, der Grundschule Langförden, der Grundschule Hagen (alle katholisch) und der evangelischen Martin-Luther-Schule. Nur die katholische Alexanderschule bildet derzeit noch eine Ausnahme, da bei ihr die 30-Prozent-Marke nach derzeitigem Stand erstmals im Einschulungsjahrgang 2018 überschritten werden würde.
  • Die strukturellen Entwicklungen im Schulangebot erfordern es jedoch, auch die Alexanderschule in die Entscheidungen einzubinden. Es gibt Überlegungen, sie mit der benachbarten evangelischen Martin-Luther-Schule zusammenzulegen, zumal an beiden Schulen bauliche, aber auch personelle Veränderungen anstehen. Eine Zusammenlegung würde automatisch die Umwandlung der beiden Bekenntnisschulen in eine Schule für Schülerinnen und Schüler aller Bekenntnisse bedeuten. Auch darüber entscheiden nach dem Niedersächsischen Schulgesetz die Eltern. Spezielle Vereinbarungen über die Leitziele beider Schulen würden die Schulvorstände - ebenfalls unter Beteiligung der Eltern - treffen. Auch im Falle einer Umwandlung soll das Schulprofil künftig christlich geprägt sein und hierüber verbindliche Entscheidungen getroffen werden.
  • Bisher sind Bekenntnisgrundschulen ein fester Bestandteil des städtischen Schulangebots. Über Jahrzehnte haben sie einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung vieler Schülergenerationen und zur Vermittlung christlicher Werte geleistet. Im Falle einer Umwandlung würden sich alle Beteiligten dafür einsetzen, die Grundwerte dieses pädagogischen Ansatzes an den jeweiligen Schulen zu sichern und zu schützen. Die Qualität und das Schulprofil blieben somit erhalten, die Leitziele und das Schulprogramm behielten ihre Gültigkeit. Der Religionsunterricht wäre weiterhin ein fester Bestandteil im Lehrplan und es würden nach wie vor Gottesdienste zu religiösen Festen wie Weihnachten und Ostern gefeiert werden.
  • Nicht abgestimmt wird an der Christophorusschule und der Liobaschule. Diese sind bereits Schulen für Schülerinnen und Schüler aller Bekenntnisse. Für beide gilt bisher das gesamte Stadtgebiet als Einzugsgebiet.
  • Sollten die Eltern einer Umwandlung der Bekenntnisschulen zustimmen und der Rat diese beschließen, würden feste Schulbezirke gebildet werden. Diese würde der Rat der Stadt Vechta festlegen. Die bereits eingeschulten Kinder würde es im Übrigen nicht betreffen. Das heißt: Sie bleiben auf jeden Fall bis zum Wechsel der Sekundarstufe I (ab Klasse 5) an ihrer Grundschule. Eltern, die bereits ein Kind an einer bestimmten Schule haben, erhielten die Möglichkeit, auch alle Geschwisterkinder – unabhängig von der möglichen Einführung neuer Schulbezirke – an dieser Schule anzumelden, wenn der Rat einer entsprechenden Regelung zustimmt. Diese Möglichkeit wäre zeitlich unbegrenzt. Über diese Empfehlung hätte ebenfalls der Rat zu beschließen.

 

 

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