Im Zitadellenpark und auf dem Museumsvorplatz wurden im Rahmen der energetischen Sanierung Muster-Beleuchtungssysteme installiert. Davon haben sich vor Ort auch Vechtas Bürgermeister Kristian Kater (Bildmitte) sowie die zuständige Fachbereichsleiterin, Baudirektorin Christel Scharf und der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Planung und Bauen, Thomas Frilling (l.), überzeugt.

Trotz steigender Einwohnerzahl

CO2-Ausstoß durch Straßenbeleuchtung sinkt

veröffentlicht: am 24.03.2021     Alle Themen

Die Einwohnerzahl Vechtas steigt seit Jahren an, neue Wohngebiete sind entstanden und das Straßennetz ist entsprechend gewachsen.

Dennoch ist es gelungen, den Stromverbrauch und den CO2-Ausstoß durch die Straßenbeleuchtung deutlich zu senken. Die Stadt hat bereits vor 13 Jahren damit begonnen, die Straßenlaternen mit umweltfreundlicher LED-Beleuchtung auszustatten. Mehr als 80 Prozent aller Leuchten sind in diesem Zeitraum auf die moderne Technik umgerüstet worden.  

Die positiven Effekte sind deutlich messbar: Seit 2008 wurde der Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung in Vechta kontinuierlich reduziert – von 1,87 Millionen Kilowattstunden (kWh) auf 697.986 kWh im Jahr 2019. Im selben Zeitraum wurde der CO2-Ausstoß von 751,6 Tonnen auf 279,9 Tonnen im jeweiligen Jahr gesenkt. Und: Trotz steigendender Strompreise verringerten sich die Kosten für den Verbrauch von 297.848 Euro im Jahr 2008 auf 150.436 Euro im Jahr 2019.

Das Sanierungskonzept für die Straßenbeleuchtung wurde 2008 erstellt. Dieses beinhaltete die Umrüstung in einzelnen Straßenzügen, aber auch Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet. Allein in den Jahren 2008 und 2009 wurden in 1953 sogenannten Pilzleuchten die Quecksilberdampflampen mit einer Leistung von 125 bzw. 80 Watt durch Energiesparlampen mit einer Leistung von 36 Watt ersetzt. In den Jahren 2009 bis 2011 wurden 1393 der bis zu 46 Jahre alten Leuchtensysteme durch moderne, hocheffiziente, innovative Leuchten und Systeme ersetzt. Im gleichen Schritt wurden veraltete Leuchten in Wohngebieten durch neue ersetzt. Das Sanierungskonzept wurde in den Jahren darauf kontinuierlich fortgesetzt. 2013/2014 etwa wurden veraltete „Pilzleuchten“, die aus den 1970er und 1980er Jahren stammten, ausgetauscht. Die Kosten hierfür beliefen sich auf rund 628.000 Euro.

Das Bundesumweltministerium förderte das Programm mit Mitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative, der Projektträger Jülich begleitete die Maßnahmen. Inzwischen ist das Sanierungsprogramm zwar vorläufig abgeschlossen. In neuen Straßenlaternen, zum Beispiel in neuen Wohngebieten, baut die Stadt seit Jahren aber ebenfalls nur noch die umweltfreundlicheren Leuchtdioden ein. Vechta und somit alle Bürgerinnen und Bürger profitieren auf lange Sicht vom geringeren Stromverbrauch – und die Umwelt auch.