Notbetreeuung im Kita-Betrieb

Empfehlung: keine Elternbeiträge erheben

veröffentlicht: am 09.01.2021     Kinder, Jugend, Senioren

Der Betrieb von Kindertageseinrichtungen wird aufgrund der Corona-Lage vorerst untersagt. Elternbeiträge sollen nicht erhoben werden.

In Vechta richten die Kitas - wie andernorts auch - aber eine Notbetreuung ein. Wie schon im Frühjahr vergangenen Jahres wird den Kita-Leitungen ein Papier an die Hand gegeben, das die Vergabe der Betreuungsplätze landkreisweit einheitlich regelt. Damit soll eine möglichst gerechte Verteilung der Plätze erreicht werden. Aus Gründen des Infektionsschutzes sollen so wenige Kinder wie möglich die Einrichtungen besuchen, maximal 50 Prozent der vorhandenen Betreuungsplätze können vergeben werden. Großtagespflegestellen sind nicht von den Regelungen betroffen und können geöffnet bleiben.

 

Die Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis Vechta empfehlen den politischen Gremien der Städte und Gemeinden zu beschließen, die Elternbeiträge für die Zeit der Kita-Schließungen wie schon im Frühjahr 2020 nicht zu erheben. Nur die in Anspruch genommenen Notbetreuungszeiten sollten demnach am Monatsende abgerechnet werden. Eine entsprechende Beschlussfassung aus Gründen der Kulanz bedarf der Zustimmung durch die politischen Gremien. „Ich freue mich, dass wir bisher immer eine einvernehmliche Lösung gefunden haben, um Familien in der aktuell sehr schwierigen Lage zu entlasten und die Schließung der Einrichtungen damit auch finanziell anzuerkennen“, sagt Vechtas Bürgermeister Kristian Kater.

 

Welche Kinder nun in der Notbetreuung aufgenommen werden können, ist auch auf der Homepage der Stadt Vechta zu finden ( https://bit.ly/3orp96X ). Ein entsprechendes Antragsformular kann dort heruntergeladen werden. Für die Aufnahme in die Notbetreuung ist eine rechtzeitige Anmeldung erforderlich. Diese muss per Mail oder telefonisch in der Kindertageseinrichtung erfolgen. Die Entscheidung über die Inanspruchnahme der Notbetreuung obliegt den Trägern der Kindertageseinrichtungen, gegebenenfalls in Absprache mit der zuständigen Kommune.

Nach dem Verordnungsentwurf des Landes Niedersachsen sind berechtigt:

  • Kinder von Eltern aus Berufsgruppen, die von allgemeinem öffentlichen Interesse sind;
  • Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf wie Sprachförderung;
  • Kinder, die im kommenden Schuljahr schulpflichtig werden
  • und besondere Härtefälle wie zum Beispiel Kinder von Alleinerziehenden.

 

Nach dem Entwurf der Corona-Verordnung und den Verlautbarungen aus dem Niedersächsischen Kultusministerium ist der Betrieb von Kindertageseinrichtungen und -horten bis zum 31. Januar 2021 untersagt. 

„Uns ist bewusst, dass es für viele Eltern wieder einmal eine schwierige Situation ist. Der Infektionsschutz hat jedoch angesichts der aktuellen Entwicklungen höchste Priorität. Wir bitten um Verständnis, dass wir nicht für alle Kinder eine Notbetreuung anbieten können“, sagt Bürgermeister Kristian Kater. Für die Kitas bedeute die erneute Schließung und die Umstellung auf Notbetreuung einen hohen organisatorischen Aufwand. „Ich möchte auch deshalb um Verständnis werben, wenn insbesondere am Anfang nicht alles reibungslos abläuft. Alle Beteiligten tun ihr Bestes, um bestmögliche Betreuungsarbeit zu leisten.“