Technik, die begeistert: Professor Nick Lin-Hi und Bürgermeister Kristian Kater im Gespräch. Foto: Schmidt

RoboLab in Vechta

Kater bei Eröffnung von Robotertechnik beeindruckt

veröffentlicht: am 25.11.2021     Wirtschaft, Entwicklung

Die Stadt Vechta hat die Verwirklichung des Projekts unterstützt. Jeder kann das Labor nach Terminvereinbarung besichtigen.

Bürgermeister Kristian Kater hat das RoboLab der Uni Vechta zur Eröffnung besucht. „Veroza – Vechtaer Roboter zum Anfassen“ heißt es und soll allen Menschen einen Zugang zu Robotern und den dahinterstehenden Technologien ermöglichen. Kater zeigte war beeindruckt: „Das RoboLab ist für die Stadt Vechta und die gesamte Region ein Gewinn. Die Begegnung mit moderner Technologie hier am Standort Vechta ist nun ganz niedrigschwellig möglich. Ich hoffe, dass viele Menschen von diesem tollen Angebot Gebrauch machen“, sagte er.

Laborleiterin Marlene Reimer führte die Gäste durch die Einrichtung. „Wir wollen für Technologien begeistern und Lust auf mehr machen“, sagte die wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Vechta. „Dass solch ein zukunftsorientiertes Projekt erst möglich wird, verdanken wir der Stadt und der LEADER-Region Vechta“, erklärte Universitätspräsident Prof. Dr. Burghart Schmidt. Das RoboLab ist Teil der Theorie-Praxis-Arbeit der Professur für Wirtschaft und Ethik und wird durch die LEADER-Region Vechta mit 100.000 Euro finanziert. „Die Stadt Vechta stellt die Räume des RobLabs in der Münsterstraße 47 dankenswerter Weise kostenfrei zur Verfügung“, erläutert Initiator Prof. Dr. Nick Lin-Hi.

Technologie und gesellschaftlicher Wandel würden im Projekt gemeinsam beachtet, sagt Prof. Dr. Burghart Schmidt, Digitalisierung würde auf einem einfachen und verständlichen Niveau angeboten. Dem schließen sich Bürgermeister Kristian Kater und Landrat Tobias Gerdesmeyer als Vorsitzender der LAG der LEADER-Region Vechta an und hoben die gute Zusammenarbeit der Institutionen sowie die Universität als hervorragenden Partner hervor.

„Im RoboLab sind drei Cobots – dies ist die Abkürzung für kollaborative, das heißt auf die Zusammenarbeit mit Menschen ausgerichtete, Roboter – dutzende Lernroboter sowie ein 3D-Drucker beheimatet“, sagt Marlene Reimer. Die Cobots und die Lernroboter können per PC und Tablet gesteuert werden, ohne dass es hierfür eines besonderen Vorwissens bedarf. „Nach einer kurzen Einführung können die Roboter von Kindern bis hin zu Seniorinnen und Senioren bedient werden“, sagt die Laborleiterin. Das Angebot richte sich sowohl an interessierte Einzelpersonen als auch an Gruppen, beispielsweise aus Schule, sozialen Einrichtungen oder Unternehmen. „Sprich: Jeder ist wirklich herzlich willkommen.“

Die Entwicklung schreite immer schneller voran, sagt Prof. Dr. Nick Lin-Hi. „Mit dem RoboLab befördern wir Technologieakzeptanz und Technologiekompetenz bei Menschen in ihren unterschiedlichen Rollen“. Im Zeitalter der Digitalisierung sei dies nicht nur ein Schlüsselfaktor für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch für soziale Teilhabe. „Die Pandemie hat sehr deutlich gezeigt, wie wichtig digitale Kommunikation ist, um mit anderen Menschen in Kontakt bleiben zu können“, sagt der Professor für Wirtschaft und Ethik. Technologie werde unter anderem beim Klimawandel oder bei einer immer älter werdenden Gesellschaft Probleme lösen können. Und Vechta sei nun der Ort, wo alle Menschen mit derartiger Technik in Form von Robotern auf niedrigschwelligen Niveau in Kontakt kommen können.

Feste Öffnungszeiten, welche spontane Besuche ermöglichen werden, sind in Planung.

Derzeit bedarf es noch einer Terminvereinbarung unter robolab(at)uni-vechta.de.

Aktuelle Informationen zum RoboLab: www.moin-veroza.de


LEADER

Hinter der LEADER-Region Vechta stehen die zehn Städte und Gemeinden des Landkreises Vechta. Leader ist ein von der EU initiierter Ansatz für die positive Entwicklung der ländlichen Räume, bei dem die lokale Bevölkerung mit eigenen Projektideen aktiv an der Gestaltung der Region mitwirken soll.