Blick auf Vechta: Verwaltung und Politik wollen Leitlinien für die künftige Wohnbauentwicklung aufstellen. Foto: Hartjens

Wohnungsmarkt

Stadt Vechta gibt Analyse in Auftrag und befragt Bürger

veröffentlicht: am 10.06.2020     Planen, Bauen

Das ALP Institut für Wohnen und Stadtentwicklung hat 3000 Haushalte angeschrieben. Parallel dazu werden Studierende befragt.

In einer früheren Version dieses Beitrags wurde das mit der Analyse beauftragte Unternehmen falsch benannt. Es handelt sichn um das ALP Institut für Wohnen und Stadtentwicklung. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Die Stadt Vechta hat eine detaillierte Analyse des Wohnungsmarktes in Auftrag gegeben. Dazu befragt das ALP Institut für Wohnen und Stadtentwicklung derzeit 3000 Haushalte in Vechta und Langförden. Diese haben einen Fragebogen erhalten und werden gebeten, sich zu beteiligen. Auf Grundlage der erhobenen Daten möchte die Verwaltung gemeinsam mit der Politik Leitlinien für die künftige Wohnbauentwicklung im Stadtgebiet aufstellen.

„Ich hoffe, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger an der Befragung beteiligen. Je detaillierte Daten wir erhalten, desto konkreter können wir den künftigen Bedarf für Flächen, Wohnungsgrößen und Wohnformen klären. Wir können Handlungsfelder und Möglichkeiten identifizieren, die zukünftige Wohnbauentwicklung sinnvoll zu steuern“, sagt Bürgermeister Kristian Kater.

Keiner der Teilnehmer muss befürchten, dass nach der Beantwortung der Fragen Rückschlüsse auf ihre Person gezogen werden können, was weder beabsichtigt ist noch möglich wäre. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig, die Teilnehmer bleiben anonym. Die Daten werden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutzbestimmungen erfasst, vertraulich behandelt und nach dem Projekt gelöscht.

Ziel ist es, eine möglichst genaue Datengrundlage zu erhalten. Deshalb erfolgt parallel auch eine Befragung, an der sich alle Studierenden in Vechta beteiligen können. Zusätzlich werden Daten aus vorliegenden Gutachten und Expertengesprächen erhoben.

Hintergrund: Im Jahr 2016 hatte der Landkreis Vechta sein Wohnraumversorgungskonzept aufgestellt. Darin wird dem gesamten Landkreis und insbesondere der Kreisstadt Vechta eine positive Bevölkerungsentwicklung prognostiziert. Die Einwohnerzahl Vechtas soll demnach bis 2026 auf 36.000 Einwohner und bis 2036 auf 38.000 Einwohner ansteigen. Auch das Kramer-Gutachten zur Bevölkerungsentwicklung, das die Stadt Vechta fortlaufend aktualisieren lässt, prognostiziert eine solche Entwicklung. Mit dem Bevölkerungswachstum einhergehend wird auch der Bedarf an Wohnraum steigen. Durch den demografischen Wandel begünstigt, werden neue Haushaltsstrukturen und -größen entstehen, die andere Anforderungen an den Wohnungsmarkt stellen als bisher. Mit der aktuellen Analyse will die Stadt Vechta einen noch genaueren Blick auf die aktuelle Situation und künftige Bedarfe werfen.