Volle Gassen auf dem Flohmarkt gilt es in Zeiten von Abstandsgeboten zu verhindern. Foto: Stadt Vechta

Corona

Vechtaer Thomasmarkt muss abgesagt werden

veröffentlicht: am 16.10.2020     Alle Themen

Auch der verkaufsoffene Sonntag kann angesichts steigender Infektionszahlen nicht guten Gewissens stattfinden.

Die Durchführung des beliebten Thomasmarktes (23. bis 25. Oktober) mit verkaufsoffenem Sonntag ist unter den geltenden Regeln der Corona-Verordnung nicht möglich.

Mit Inkrafttreten der aktuellen Corona-Verordnung am 09. Oktober wurde das bis dato geltende Verbot von Kirmesveranstaltungen bis zum 31. Oktober überraschend aufgehoben. Damit wären Thomasmarkt und verkaufsoffener Sonntag theoretisch möglich gewesen, allerdings nur unter strengen Auflagen der Corona-Verordnung und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Vechta.

Kurzfristig trafen sich daher am Dienstag (13. Oktober) Vertreter der Stadtverwaltung und des Stadtmarketingvereins Moin Vechta, um die bereits verloren geglaubte Veranstaltung doch noch kurzfristig auf die Beine zu stellen.

Am Ende mussten die Beteiligten dennoch feststellen: Die Vorgaben aus dem erforderlichen Hygienekonzept lassen sich im weitläufigen Innenstadtbereich guten Gewissens nicht umsetzen. Abgesehen von der großen organisatorischen Herausforderung aufgrund der Kurzfristigkeit sprach insbesondere die gegenwärtige dynamische Entwicklung der Infektionszahlen im Kreis Vechta dagegen.

„Nach dem anfänglichen Hoffnungsschimmer siegt die Vernunft. Einmal mehr müssen wir auf ein lieb gewonnenes Fest verzichten, aber der Infektionsschutz geht vor. Insbesondere in der aktuellen Lage liegt es an jedem Einzelnen dazu beizutragen, durch die Einhaltung der Regeln die Rate der Neuinfektionen deutlich zu reduzieren. Nur mit einer drastisch sinkenden Inzidenzzahl können wir ein halbwegs normales Weihnachtsfest in diesem Jahr feiern. Die notwendigen Maßnahmen zur Einhaltung des Hygienekonzepts sind beim Thomasmarkt nicht umsetzbar. Und so, wie die Vechtaer ihren Thomasmarkt schätzen, hätten wir ihn ohnehin nicht durchführen können. Das betrifft insbesondere die beliebten Flohmärkte, die immer ein Publikumsmagnet sind“, erklärt Bürgermeister Kristian Kater.

Für die Vereine und Verbände und Hobbyhändler, die viel Freude an dem Kirmeswochenende hätten und ganz nebenbei auch ihre Kassen ein bisschen aufbesserten, tue es ihm sehr leid, so Kater. Auch für die Vechtaer Kaufmannschaft hätte ein verkaufsoffener Sonntag ein Beitrag zum Weg aus der Krise bedeutet.