Corona-Virus

Verschiedene Fördermittel für Unternehmen

veröffentlicht: am 01.07.2020     Wirtschaft, Entwicklung

Zur Unterstützung der Unternehmen während der Covid-19 Pandemie gibt es verschiedene Fördermittel. Hier bekommen Sie einen Überblick.

Zuschüsse: Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, Trennschutz-Förderung, Digitalbonus.Niedersachsen, Grundsicherung für Selbstständige

Kredite: Niedersachsen Liquiditätskredit, KfW-Kredite

Wirtschaftsstabilisierungsfonds

 

Eine weitreichende Übersicht zu Förderprogrammen in der Corona-Krise finden Sie auch hier. (Quelle MCON)

 

Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

Die Frist für die Beantragung der Corona-Überbrückungshilfen für KMU wird bis zum 30. September 2020 verlängert!

Wer kann Anträge stellen?
Kleine und mittlere Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb
Mittlere Unternehmen sind somit erstmals antragsberechtigt

Welche Voraussetzung muss vorliegen?
Durchschnittlicher Umsatzrückgang in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019

Was wird gefördert?
Förderzeitraum sind die Monate Juni bis August 2020, je nach Umsatzrückgang werden 40-80% der betrieblichen Fixkosten erstattet

Wie viel?
Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

  • 80 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 %
  • 50 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 % und  70 %
  • 40 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch  zwischen 40 % und 50 %

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. Juni 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate Dezember 2019 bis Februar 2019 heranzuziehen.

Die Berechnung wird für jeden Monat einzeln vorgenommen. Die Überbrückungshilfe entfällt für den jeweiligen Fördermonat, wenn der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 40 % gegenüber dem Vergleichsmonat liegt.

Maximale Fördersumme: 50.000 € / Monat

Bei Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigen: max. 3.000,- € / Monat

Bei Unternehmen mit bis zu 10 beschäftigten: max. 5.000,- € / Monat

Wie funktioniert das Verfahren?
- Beratung und Antragstellung über eine/n Steuerberater/in, Wirtschaftsprüfer/in oder vereidigte/n Buchprüfer/in, vollständige Anträge werden über ein bundesweites Portal an die Bewilligungsstellen übermittelt
- Die Beratungskosten gelten als Fixkosten und sind förderfähig
- Bewilligung und Auszahlung durch die NBank
- Nachweis der realisierten Umsätze und Fixkosten Antragstellung über eine/n Steuerberater/in, Wirtschaftsprüfer/in oder vereidigte/n Buchprüfer/in
- Schlussrechnung durch die NBank (sofern Umsatzentwicklung in der Realität besser war als im Antrag angenommen ggfls. Aufforderung zur Rückzahlung eines Teilbetrages

Weitere Informationen:
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

 

Trennschutz-Förderung

Wer kann Anträge stellen?

  • Unternehmen mit Personenkraftwagen, mit denen Ausflugsfahrten und Ferienziel-Reisen durchgeführt werden
  • Taxiunternehmen
  • Mietwagenunternehmen
  • Bergungs- und Abschleppunternehmen für ihre Pannenhilfsfahrzeuge

Wie wird gefördert?

Als nicht rückzahlbarer Zuschuss mit einem Fördersatz i.H.v. 100 %.

Gefördert werden Material- und ggf. Einbaukosten der Trennschutzvorrichtung.

Die maximale Förderung pro Taxi- und Mietwagenfahrzeug / Pannenhilfsfahrzeug beträgt 400,- €.

Die maximale Förderung pro personenkraftwagen zur Durchführung von Ausflugsfahrten und Ferienziel-Reisen beträgt 400,- € für eine Trennschutzvorrichtung des Sitzbereiches des Fahrzeugführers oder alternativ jeweils 175,- € je Trennschutzvorrichtung für Trennschutzvorrichtungen der Fahrgastsitzbereiche.

Zur Zeit können je Unternehmen 30 PKW gefördert werden.

Antragsfrist

Für Taxi- und Mietwagenunternehmen sowie Bergungs- und Abschleppunternehmen ist eine Antragsstellung bis zum 31. August 2020 möglich.

Die Antragsfrist ist für Unternehmen mit Personenkraftwagen, mit denen Ausflugsfahrten und Ferienziel-Reisen durchgeführt werden der 30. September 2020.

Weitere Informationen: www.bav.bund.de/DE/4_Foerderprogramme/993_Trennschutzvorrichtungen_Fahrzeuge_Personenbefoerderung/1_Das_Foerderprogramm/Das_Foerderprogramm_node.html

 

Digitalbonus Niedersachsen

Der Digitalbonus Niedersachsen lässt sich nun auch speziell für Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik beantragen.

Damit die Technik schnell beschafft werden kann, muss nicht, wie sonst üblich, der Förderbescheid abgewartet werden.  Wer einen Antrag gestellt hat, darf die Technik umgehend besorgen.

Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen sowie kleine freiberufliche Planungsbüros. Es handelt sich bei der Förderung um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss, der für kleine Unternehmen bis zu 50 % beträgt und für mittlere Unternehmen bis zu 30 %.

Nähere Informationen zu dem Programm finden sie unter: https://www.nbank.de/Unternehmen/Investition-Wachstum/Digitalbonus.Niedersachsen/index.jsp

Die NBank steht Ihnen beratend telefonisch unter 0511-30031333 oder per Mail an beratung(at)nbank.de zur Verfügung.

 

 

Grundsicherung für Selbstständige

Es werden 3 Milliarden Euro zur Grundsicherung von Selbstständigen zur Verfügung gestellt. Für eine schnelle Bewilligung ist die Bedürftigkeitsprüfung erst im Nachgang vorgesehen. Zudem wird auf die Offenlegung der Vermögensverhältnisse verzichtet. Diese Ausnahmen gelten für sechs Monate. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesfinanzministeriums.

 

 

Niedersachsen Liquiditätskredit

Der Niedersachsen Liquiditätskredit richtet sich an freiberuflich Tätige und kleine Unternehmen bis einschließlich 10 Beschäftigte, die im Antrag ausführlich ihre aktuelle finanzielle Situation darlegen und darstellen, wie mit Hilfe des Darlehens aktuelle Liquiditätsengpässe überwunden werden sollen. Ziel ist es, kleinen und mittleren Unternehmen, die ein tragfähiges Geschäftsmodell haben und Perspektiven aufweisen, jedoch z. B. auf Grund von temporären Umsatzrückgängen im Zuge der Corona-Krise einen erhöhten Liquiditätsbedarf aufweisen, zu unterstützen. Das Kreditprogramm soll direkt durch die NBank, ohne Beteiligung einer Hausbank, vergeben werden.

Es wird sowohl die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit als auch die Finanzierung von Betriebsmitteln gefördert. Es werden bis zu 100 % der förderfähigen Kosten finanziert, der Darlehensbetrag geht von 5.000.- bis 50.000,- €.

Nähere Informationen sowie den Antrag finden sie unter https://www.nbank.de/Blickpunkt/Uebersicht-der-Hilfsprogramme/Niedersachsen-Liquiditaetskredit/index.jsp.

 

 

KfW-Kredite für Unternehmen

Sofern Sie aufgrund der Corona-Pandemie finanzielle Hilfen benötigen, können Sie einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel bei Ihrer zuständigen Bank beantragen.

Die KfW bietet Kredite für kleine und mittlere Unternehmen sowie große Unternehmen die länger als fünf Jahre am Markt sind und für Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind.

Informationen zu den KfW-Krediten erhalten Sie hier:

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

 

 

Hilfen für große Unternehmen mit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds 

Der Wirtschaftsstabilisierungsfond richtet sich insbesondere an große Unternehmen und ermöglicht neben den bereits beschlossenen Liquiditätshilfen über KfW-Programme großvolumige Stützungsmaßnamen. Der Fonds zielt auf die Stabilisierung von Unternehmen der Realwirtschaft durch Überwindung von Liquiditätsengpässen und auf die Stärkung der Kapitalbasis von Unternehmen. Der Fonds ermöglicht dem Bund, sich direkt an Unternehmen zu beteiligen. Die Einrichtung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds ist zunächst bis Ende 2021 befristet. 

Zugang zum Fonds erhalten Unternehmen, die eine Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro aufweisen, Umsatzerlöse von mehr als 50 Millionen Euro erzielen und mehr als 249 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt beschäftigen. Zudem können auch kleinere Unternehmen im Bereich der kritischen Infrastruktur berücksichtigt werden. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds sieht Liquiditätsgarantien, Kapitalmaßnahmen und die Refinanzierung als Stabilisierungsinstrumente vor. 

Weitere Informationen gibt es hier.