Corona-Virus

Verschiedene Fördermittel für Unternehmen

veröffentlicht: am 21.01.2021     Wirtschaft, Entwicklung

Zur Unterstützung der Unternehmen während der Covid-19 Pandemie gibt es verschiedene Fördermittel. Hier bekommen Sie einen Überblick.

Zuschüsse: Außerordentliche Wirtschaftshilfen ("Dezemberhilfen" und "Novemberhilfen"), Überbrückungshilfe III, Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, Innovationsgutscheine, Neustart Niedersachsen Investition, Neustart Niedersachsen Innovation, Digitalbonus.Niedersachsen, Grundsicherung für Selbstständige,Liquiditätssicherung für die Veranstaltungswirtschaft und das Schaustellergewerbe – Aufstockung der Überbrückungshilfe II des Bundes

Kredite: Niedersachsen-Schnellkredit, KfW-Kredite u.a. KfW-Schnellkredit

Wirtschaftsstabilisierungsfonds

 

Eine weitreichende Übersicht zu Förderprogrammen in der Corona-Krise finden Sie auch hier. (Quelle MCON)

 

Außerordentliche Wirtschaftshilfe für den Monat Dezember ("Dezemberhilfe")

Die Antragsstellung über die IT-Plattform des Bundes www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de ist gestartet.

Wer kann Anträge stellen?

Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die nach den November-Schließungen auch im Dezember weiterhin von den Schließungen direkt oder indirekt bzw. indirekt über dritte betroffen sind.

Antragsverfahren

Die Antragstellung erfolgt i. d. R. über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer). Soloselbstständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können bis 5.000 Euro die Antragstellung ohne prüfenden Dritten vornehmen. Voraussetzung ist jedoch ein ELSTERZertifikat.

Förderhöhe

Bis zu 75 % des Umsatzes aus Dezember 2019 anteilig für die Anzahl an Tagen der Schließung im Dezember 2020. Davon abweichend kann bei Unternehmen und Soloselbstständigen, die nach dem 30. November 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, als Vergleichsumsatz der Netto-Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Netto-Durchschnittsumsatz (bis zum 31. Oktober 2020) seit Gründung gewählt werden.

Abschlagzahlungen können i. H. v. max. 50 % der beantragten Dezemberhilfe, jedoch max. 50.000 Euro bzw. für Soloselbständige, die einen Antrag im eigenen Namen stellen (also ohne prüfenden Dritten) bis max. 5.000 Euro gewährt werden.

Antragsfrist

Anträge können, dank einer Verlängerung der Antragsfrist, bis zum 30. April 2021 gestellt werden.

Weitere Details entnehmen Sie bei Interesse der Programmwebsite bzw. insbesondere auch den FAQ: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Ausserordentliche-Wirtschaftshilfe/ausserordentliche-wirtschaftshilfe.html bzw. www.ueberbrueckungshilfeunternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/FAQ/ausserordentliche-wirtschaftshilfe.html.

Zuständige Ansprechpartner erreichen Sie über eine Servicehotline

·         Für prüfende Dritte: 030/52685087

·         Für Soloselbstständige / Direktantragssteller: 030 / 120021034

 

Außerordentliche Wirtschaftshilfe („Novemberhilfe“)

Wie bereits angekündigt, soll es eine außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes geben und die Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) verlängert werden. Nun ist es soweit! Ab sofort können, dank einer Verlängerung der Antragsfrist, bis zum 30. April 2021 Anträge über die bundeseinheitliche Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden.

Die Antragstellung erfolgt i. d. R. über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer).

Soloselbstständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können bis 5.000 Euro die Antragstellung ohne prüfenden Dritten vornehmen. Voraussetzung ist jedoch ein ELSTER-Zertifikat.

Antragsteller erhalten zunächst eine Abschlagszahlung i. H. v. 50 % der beantragten Fördersumme, jedoch max. 10.000 Euro bzw. im Falle von Soloselbständigen, die einen Antrag im eigenen Namen (also ohne prüfenden Dritten) i. H. d. beantragten Novemberhilfe (d. h. 5.000 Euro).

Wer kann Anträge stellen?

Unternehmen aller Größen (auch öffentliche und gemeinnützige), Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen, deren wirtschaftliche Tätigkeit vom Corona-bedingten Lockdown im November 2020 auf eine der folgenden Weisen betroffen ist:

  • Direkt betroffene Unternehmen, die in Folge des Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 28. Oktober 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten.
  • Indirekt betroffene Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig mind. 80 % ihrer Umsätze mit direkt von den oben genannten Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.
  • Über Dritte betroffene Unternehmen, die regelmäßig mind. 80 % ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte erzielen.
  • Verbundene Unternehmen, wenn mind. 80 % des verbundweiten Gesamtumsatzes im Jahr 2019 auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt.

Wie wird gefördert??

Unterstützung in Form einer anteiligen Umsatzerstattung für den Monat November

Wie viel?

75 % des Vergleichsumsatzes, d. h. grds. des Netto-Umsatzes im November 2019 (tageweise anteilig für die Dauer des Corona-bedingten Lockdowns)

Davon abweichend können alternativ folgende Vergleichsumsätze herangezogen werden:

  • Bei Soloselbstständigen: Durchschnittlicher Monatsumsatz im Jahr 2019
  • Bei Gründung nach dem 31. Oktober 2019: Monatsumsatz im Oktober 2020 oder monatlicher Durchschnittsumsatz seit Gründung

Bewilligungsstelle ist die NBANK: Tel.: 0511-30031333, Website: www.nbank.de

Bei allgemeinen Fragen steht Ihnen zusätzlich der Service-Desk des BMWi zur Verfügung (Hotline für prüfende Dritte: Tel.: 030 / 52685087 bzw.

Hotline Direktantrag Soloselbstständige: Tel.: 030 / 120021043).

 

 

Überbrückungshilfe III

Die Überbrückungshilfe III wird vereinfacht!

Der Förderzeitraum umfasst (nach Anpassung) die Monate November 2020 bis Juni 2021.

Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro in Deutschland. Damit haben auch größeren mittelständische Unternehmen Zugang zu dieser Hilfe, was insbesondere auch im Einzelhandel wichtig ist.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Sie können die Überbrückungshilfe III für den betreffenden Monat beantragen. Ein darüberhinausgehender Nachweis entfällt.

Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen, daher sind Unternehmen, die November- bzw. Dezemberhilfe erhalten haben, für diese beiden Monate nicht antragsberechtigt, Leistungen nach der Überbrückungshilfe II für diese Monate werden angerechnet.

Die monatlichen Höchstbeträge wurden deutlich erhöht und vereinheitlicht. Unternehmen können bis zu 1,5 Millionen Euro Überbrückungshilfe pro Monat erhalten (statt 200.000 bzw. 500.000 Euro). Allerdings gelten die Obergrenzen des europäischen Beihilferechts. Nach den Beihilfevorschriften sind derzeit insgesamt maximal 4 Millionen Euro an staatlichen Hilfen pro Unternehmen über die Kleinbeihilfe- und Fixkostenregelung möglich. Die Bundesregierung setzt sich mit Nachdruck gegenüber der Europäischen Kommission dafür ein, die beihilferechtlichen Rahmen deutlich auszuweiten.

Der Höchstbetrag der Abschlagszahlungen wird auf 100.000 Euro angehoben, um Unternehmen schnell und effektiv helfen zu können. Erste Abschlagszahlungen sind im Februar zu erwarten, die endgültige Bescheidung durch die Länder ab März.

Die Höhe der Zuschüsse orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zumentsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist gestaffelt:

  • bei einem Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent werden 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet,
  • bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent werden 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet und
  • bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten gezahlt.

Um das Verfahren möglichst unbürokratisch und einfach auszugestalten, gibt es einen Musterkatalog fixer Kosten, die berücksichtigt werden können: insbesondere Mieten und Pachten, Grundsteuern, Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben sowie Mietkosten für Fahrzeuge und Maschinen, Zinsaufwendungen, Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von 50 Prozent, der Finanzierungskostenanteil von Leasingraten, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, etc. Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten gefördert. Schließlich können bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten gefördert werden sowie Marketing- und Werbekosten.

Die Überbrückungshilfe wird an die Bedürfnisse des Einzelhandels angepasst!

Da die Corona-Pandemie die Existenz vieler Einzelhändler in den Innenstädten bedroht, werden nun auch besondere Regeln für diese Branche geschaffen. Einzelhändler sollen nicht auf den Kosten für Saisonware sitzenbleiben, die aufgrund der angeordneten Geschäftsschließung nicht mehr oder nur mit erheblichen Wertverlusten verkauft werden konnte.

Wir führen daher für verderbliche Ware und für Saisonware der Wintersaison 2020/2021 eine Sonderregelung für Einzelhändler ein. Das betrifft zum Beispiel Weihnachtsartikel, Feuerwerkskörper und Winterkleidung. Es betrifft aber auch verderbliche Ware, die unbrauchbar wird, wenn sie nicht verkauft werden konnte.

Einzelhändler können daher unter bestimmten Voraussetzungen ihre Abschreibungen auf das Umlaufvermögen bei den Fixkosten berücksichtigen. Diese Warenabschreibungen können zu 100 Prozent als Fixkosten zum Ansatz gebracht werden. Dies ergänzt die bereits vorgesehene Möglichkeit, handelsrechtliche Abschreibungen für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in Höhe von 50 Prozent des Abschreibungsbetrages als förderfähige Kosten in Ansatz zu bringen.

Die Regelung betrifft Wertverluste aus verderblicher Ware oder sonst einer dauerhaften Wertminderung unterliegender Ware (d.h. saisonale Ware der Wintersaison 2020/2021), die im Jahr 2020 eingekauft wurden.

Missbrauch soll so weit wie möglich ausgeschlossen und eine effektive Kontrolle gewährleistet werden. Voraussetzung ist daher, dass das Unternehmen im Jahr 2019 aus ihrer regulären Geschäftstätigkeit einen Gewinn und im Jahr 2020 einen Verlust erwirtschaftet hat und direkt von Schließungsanordnungen betroffen ist. Für Unternehmen, die erst 2020 gegründet wurden gelten Sonderregeln.

Die Unternehmen haben Dokumentations- und Nachweispflichten für den jeweiligen Verbleib bzw. die Wertentwicklung der Waren zu erfüllen. Insbesondere müssen sie für die Schlussabrechnung Inventurbewertungen oder andere stichhaltige Belege für den Warenbestand und seine Veränderungen vorgelegen. Eine eidesstattliche Versicherung und eine Bestätigung durch den prüfenden Dritten zu den Angaben ist vorzulegen.

Wie können Anträge gestellt werden?

Wie bereits von der Überbrückungshilfe II und den außerordentlichen Wirtschaftshilfen bekannt, können die Anträge elektronisch durch prüfende Dritte (als Steuerberater/innen, Wirtschaftsprüfer/innen, vereidigte Buchprüfer/innen oder Rechtsanwälte/innen) über die Überbrückungshilfe-Plattform gestellt werden. www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

 

Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

Die Frist für die Beantragung der Corona-Überbrückungshilfen für KMU wurde verlängert. Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe I endete am 9. Oktober. Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Es ist nicht mehr möglich rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase (Fördermonate Juni - August) zu stellen. Anträge für die Fördermonate September bis Dezember können, dank einer Verlängerung der Frist, noch bis zum 31. März 2021 gestellt werden.

Wer kann Anträge stellen?
Kleine und mittlere Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb
Mittlere Unternehmen sind somit erstmals antragsberechtigt
Welche Voraussetzung muss vorliegen?

  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten Aril bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum

Was wird gefördert?
Förderzeitraum für die 2. Phase sind die Monate September bis Dezember 2020.

Wie viel?
Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

  • 90 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 %
  • 60 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 % und  70 %
  • 40 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch  zwischen 40 % und 50 %

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. Juni 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate Dezember 2019 bis Februar 2019 heranzuziehen.

Die Berechnung wird für jeden Monat einzeln vorgenommen. Die Überbrückungshilfe entfällt für den jeweiligen Fördermonat, wenn der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 40 % gegenüber dem Vergleichsmonat liegt.

Maximale Fördersumme: 50.000 € / Monat

Wie funktioniert das Verfahren?
- Beratung und Antragstellung über eine/n Steuerberater/in, Wirtschaftsprüfer/in oder vereidigte/n Buchprüfer/in, vollständige Anträge werden über ein bundesweites Portal an die Bewilligungsstellen übermittelt
- Die Beratungskosten gelten als Fixkosten und sind förderfähig
- Bewilligung und Auszahlung durch die NBank
- Nachweis der realisierten Umsätze und Fixkosten Antragstellung über eine/n Steuerberater/in, Wirtschaftsprüfer/in oder vereidigte/n Buchprüfer/in
- Schlussrechnung durch die NBank (sofern Umsatzentwicklung in der Realität besser war als im Antrag angenommen ggfls. Aufforderung zur Rückzahlung eines Teilbetrages
Weitere Informationen:
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

 

Liquiditätssicherung für die Veranstaltungswirtschaft und das Schaustellergewerbe – Aufstockung der Überbrückungshilfe II des Bundes

Ziel der Billigkeitsleistung ist es, die wirtschaftliche Existenzen von gewerblichen Unternehmen und Soloselbstständigen der Veranstaltungswirtschaft und des Schaustellergewerbes sicherzustellen, die unmittelbar oder mittelbar durch coronabedingte vollständige oder teilweise Schließungen oder Auflagen erhebliche Umsatzausfälle erleiden.

Als Aufstockung der Überbrückungshilfe II gelten folgende Bedingungen der Förderung:

 

  • Antragsberechtigte: Gewerbliche Unternehmen und Soloselbstständige der Veranstaltungswirtschaft und des Schaustellergewerbes, denen eine Leistung über die Überbrückungshilfe II bewilligt wurde.
  • Umsatzverlustausgleich abhängig von der Branche und dem entstandenen bzw. absehbaren Umsatzverlust für den Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres:
    • Veranstaltungswirtschaft und Schaustellergewerbe: i. H. v. 15 % bei einem Umsatzverlust bis max. 100.000 Euro bzw. i. H. v. 10 % bei einem darüberhinausgehenden Umsatzverlust
    • Alternativ für das Schaustellergewerbe: i. H. v. 7,5 % des Umsatzverlustes sowie einen Ausgleich der im Zeitraum April bis Dezember 2020 fälligen Tilgungskosten von betrieblichen Darlehens- und Leasingverträgen i. H. v. 20 % als betriebliche Fixkosten
  • Förderhöhe: Einmalig max. 50.000 Euro
  • Beihilferechtliche Grundlage: De-minimis-Verordnung, Kleinbeihilfenregelung 2020 (alternativ) bzw. Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020 (alternativ oder kumulativ)
  • Kumulierung: Eine Kombination mit den Darlehensprogrammen der EU, mit Darlehens- und Zuschussprogrammen des Bundes und/oder des Landes im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie ist grundsätzlich zulässig. Ausgeschlossen ist die Gewährung der Billigkeitsleistung für den Zeitraum, für den außerordentliche Wirtschaftshilfen u. a. November-/Dezemberhilfen gewährt werden.

Nach Rücksprache mit der NBank (Bewilligungsstelle) liegen bislang keine näheren Informationen zum
Programmstart bzw. zur Antragsfrist vor. Sobald es neue Informationen gibt, bzw. die finalen Förderbedingungen veröffentlicht worden sind, informieren wir Sie hier darüber!

 

Niedersachsen-Schnellkredit

Mit dem Niedersachsen-Schnellkredit bietet das Land über die NBank seit dem 01.10.2020 ein weiteres Werkzeug, um den Herausforderungen der Corona-Krise zu begegnen und die Wirtschaft zu stärken. Die NBank hat auf Ihrer Website bekannt gegeben, dass das Programm bis zum 30. Juni 2021 verlängert wird. Eine Antragsstellung ist demnach noch bis zum 28. Juni 2021 über die Hausbanken möglich!

Wer wird gefördert?

  • Freiberufler
  • Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten

Was wird gefördert?

Der gesamte kurzfristige Liquiditätsbedarf, z.B.:

  • laufende Betriebskosten
  • Löhne und Gehälter
  • Investitionen

In welcher Höhe erhält man den Kredit?

Die Kredithöhe wurde Mitte Dezember aufgestockt - nun ist es möglich bis zu 300.000,- € zu bekommen.

Es können bis zu 100 % der förderfähigen Kosten finanziert werden.

Es sind Darlehenslaufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren möglich.

Wie hoch sind die Zinsen?

Der Zins beträgt 3 % pro Jahr und ist für die gesamte Laufzeit fest.

Die Hausbanken erhalten für das Darlehen eine 100%ige Haftungsfreistellung.

Die Antragstellung für den Niedersachsen-Schnellkredit erfolgt direkt über die Hausbanken.

Antragsfrist: 28. Juni 2021

Der Niedersachsen-Schnellkredit kann grundsätzlich mit anderen öffentlichen Förderprogrammen kombiniert werden. Insbesondere die Kombination mit dem Zuschuss-Programm „Neustart Niedersachsen Investition“ der NBank ist eine attraktive Möglichkeit zur Finanzierung von Investitionen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.nbank.de
Ansprechpartner:
1. Ihre Hausbank
2. Die Investitions- und Förderbank Niedersachsen – NBank
Günther-Wagner-Allee 12 - 16, 30177 Hannover
Telefon 0511 30031-0 Telefax 0511 30031-300
info@nbank.de, www.nbank.de

 

KfW-Schnellkredit

Wer wird gefördert?

Selbständige sowie Unternehmen, die mindestens seit dem 01.01.2019 am Markt aktiv gewesen sind.

Außerdem muss das Unternehmen in der Summe der Jahre 2017-2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt haben. Falls Sie erst für einen kürzeren Zeitraum am Markt sind, wird dieser Zeitraum herangezogen.

Was wird gefördert?

Alles, was für die unternehmerische Tätigkeit wichtig ist:

  • Anschaffungen wie Maschinen und Ausstattung (Investitionen)
  • Alle laufenden Kosten wie Miete, Gehälter oder Warenlager (Betriebskosten)

Wie viel?

Das Kreditvolumen pro Unternehmensgruppe beträgt bis zu 25 % des Jahresumsatzes 2019

  • maximal 800.000,- € für Unternehmen mit über 50 Beschäftigten,
  • maximal 500.000,- € für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten,
  • maximal 300.000,- € für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten.

Der Zinssatz beträgt aktuell 3 % mit einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren, davon 2 tilgungsfreie Jahre.

Wie funktioniert das Verfahren?

Der KfW-Schnellkredit wird über Ihre Hausbank beantragt, abhängig von Ihrem im Jahr 2019 erzielten Umsatz. Der Bund übernimmt das vollständige Risiko dafür und stellt die Hausbanken von der Haftung frei.

Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden. Es sind keine Sicherheiten zu stellen.

Weitere Informationen

Seit dem 16.11.2020 ist es möglich, vorzeitig ohne Vorfälligkeitsentschädigung anteilig zu tilgen. Das erleichtert die Kombination mit anderen Corona-Hilfsprogrammen.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Erweitern-Festigen/F%C3%B6rderprodukte/KfW-Schnellkredit-(078)/

Ansprechpartner

Die Experten der KfW helfen Ihnen gerne weiter:

  • für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten: 06974319057
  • für alle anderen Unternehmen: 0800539900

 

Innovationsgutscheine

Wer wird gefördert?

Kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz oder Betriebsstätte in Niedersachsen, die vor dem 01.03.2020 gegründet wurden und einen Umsatzrückgang im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem zweiten Quartal 2019 nachweisen.

 

Was wird gefördert?

Leistungen externer Forschungs- und Entwicklungsdienstleister zum Zweck der Entwicklung effizienter Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen, wie z.B.:

  • Konstruktionsleistungen
  • Service Engineering
  • Prototypenbau
  • Design
  • Produkttests zur Qualitätssicherung
  • Werkstoffstudien
  • Studien sowie Konzepte zur Fertigungstechnik
  • Unterstützung und Schulung im Bereich Wissenstransfer
  • Bereitstellung von Datenbanken, Bibliotheken, Laboratorien
  • Tests und Zertifizierungen

Wie wird gefördert?

Bedingungen

  • Nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von 80% der förderfähigen Ausgaben
  • Förderhöhe maximal 30.000 Euro
  • Förderung auf Grundlage der De-minimis-Verordnung
  • gleichzeitige Inanspruchnahme von Finanzierungshilfen anderer öffentlicher Mittel aus Bundes-, Landes- oder kommunalen Programmen oder aus anderen Mitteln der EU für denselben Zweck ist ausgeschlossen

Voraussetzungen

  • Antragsberechtigung
    Antragssteller müssen einen Umsatzrückgang im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem zweiten Quartal 2019 nachweisen
  • Qualitätskriterien
    Neben den grundsätzlichen Voraussetzungen zur Förderfähigkeit eines Projekts, gibt es auch qualitative Kriterien zur Beurteilung der Förderwürdigkeit. Jedes Projekt wird anhand dieser Kriterien beurteilt. Die Erfüllung dieser Kriterien ist mitentscheidend für eine mögliche Förderung. Die Qualitätskriterien finden Sie in einer gesonderten Anlage unter dem Reiter „Downloads“.
  • Weitere allgemeine Voraussetzungen
    Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens bei der NBank gestellt werden. Bitte reichen Sie mit dem Antrag alle notwendigen Unterlagen und Informationen ein. Förderungen dürfen nur bewilligt werden, wenn die Gesamtfinanzierung des Projekts im Rahmen des Ausgabenerstattungsprinzips gesichert ist.

Weitere Informationen: https://www.nbank.de/Unternehmen/Innovation/Innovationsgutscheine/index.jsp

 

Neustart Niedersachsen Investition

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft oder des Handwerks mit Sitz oder Betriebsstätte in Niedersachsen, die vor dem 01.03.2020 gegründet worden sind, dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig sind und die Realisierung eines Investitionsvorhabens in Niedersachsen planen
  • Unternehmen der Automobilwirtschaft mit Sitz oder Betriebsstätte in Niedersachsen, die vor dem 01.03.2020 gegründet worden sind, dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig sind und die Realisierung eines Investitionsvorhabens in Niedersachsen planen

Was wird gefördert?

Ausgaben für Investitionsgüter mit einer gewöhnlichen Nutzungsdauer von mindestens 5 Jahren.

Wie wird gefördert?

Bedingungen

  • Das Unternehmen hat in den Monaten April 2020 bis Juni 2020 einen Umsatzrückgang im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum durch die COVID-19-Pandemie erlitten
  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft oder des Handwerks: einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben
    • … 50 % für Investitionen bis 200.000 EUR
    • ... 40 % für Investitionen bis 625.000 EUR
  • Darüber hinaus können Unternehmen der Automobilwirtschaft alternativ auch einen einmaligen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 30 % der förderfähigen Ausgaben erhalten
    • ... 30 % für Investitionen bis 1.650.000 EUR
    • ... 20 % für Investitionen bis 4.000.000 EUR
  • Förderhöhe mindestens 5.000 Euro und maximal 800.000 Euro
  • Anschaffung von Kraftfahrzeugen mit Straßenzulassung, je Fahrzeug maximal 10.000 Euro förderfähige Ausgaben
  • Nicht förderfähig sind Ausgaben für Finanzierungen, die Umsatzsteuer, Leasing- oder Mietausgaben, Personalausgaben, Eigenleistungen, Ausgaben für Grunderwerb, in einem Sammelposten zusammengefasste geringwertige Wirtschaftsgüter, Einzelbelege, deren Betrag unterhalb von 500 Euro liegt

Voraussetzungen

  • Beginn des Vorhabens
    Mit der Durchführung der Maßnahme darf erst nach Erhalt eines Zuwendungsbescheides begonnen werden.
    Die Antragstellung muss spätestens bis zum 30.11.2020 erfolgt sein.
  • Bewilligungszeitraum
    Der Bewilligungszeitraum endet spätestens zum 30.06.2022. Es sind nur die innerhalb des Bewilligungszeitraums anfallenden Ausgaben zuwendungsfähig (ausschlaggebend ist der Lieferzeitpunkt).
  • Auszahlung der Zuwendung
    Der NBank ist der Verwendungsnachweis nach Ziffer 6.1 der ANBest-P vorzulegen. Die Auszahlung erfolgt nach dem Erstattungsprinzip. Mit Vorlage des Verwendungsnachweises ist ein zahlenmäßiger Nachweis (inkl. Vorlage der Belege und Zahlnachweise) zu führen. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Prüfung des Verwendungsnachweises.

Weitere Informationen: https://www.nbank.de/Unternehmen/Investition-Wachstum/Neustart-Niedersachsen-Investition/index.jsp

 

Niedersachsen Innovation

Wer wird gefördert?

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft – insbesondere der Automobilwirtschaft - mit Sitz oder Betriebsstätte in Niedersachsen, die vor dem 01.03.2020 gegründet wurden und einen Umsatzrückgang im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nachweisen.

Was wird gefördert?

  • Innovationsvorhaben, bei denen mithilfe von eigenen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ein neues oder verbessertes Produkt, Produktionsverfahren oder eine entsprechende Dienstleistung entwickelt oder weiterentwickelt wird
  • Personalausgaben, Fremdausgaben (z.B. externe Berater, Dienstleitungen etc.), anteilige Investitionsausgaben (z.B. Instrumente und Ausrüstung gemäß ihrer Nutzungsdauer im Vorhaben) und sonstige Sachausgaben (z.B. Ausgaben für Material, Reisekosten, Messen etc.)

Wie wird gefördert?

Bedingungen

  • Zuschuss i.H.v. 60 % der förderfähigen Ausgaben für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft; Zuschuss i.H.v. 75 % für Unternehmen der Automobilwirtschaft
  • Nicht rückzahlbarer Zuschuss, maximal 800.000 Euro
  • Innovationsvorhaben übersteigt unternehmensbezogenen Stand der Technik und erhöht Zukunftsfähigkeit des Unternehmens
  • Ausgaben für Personal betragen mindestens 50 % der förderfähigen Gesamtausgaben
  • Grundlage ist „Zweite Geänderte Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 27.07.2020
  • Eine gleichzeitige Inanspruchnahme von Finanzierungshilfen anderer öffentlicher Mittel aus Bundes-, Landes- oder kommunalen Programmen oder aus anderen Mitteln der EU für denselben Zweck ist ausgeschlossen

Voraussetzungen

  • Einzelvorhaben
    Einzelvorhaben von Unternehmen, die eine Betriebstätte in Niedersachsen haben und das Vorhaben in Niedersachsen durchführen
  • Rechtzeitige Antragstellung
    Anträge müssen bis zum 30.11.2020 bei der Bewilligungsstelle eingereicht werden
  • Antragsberechtigung
    Antragssteller müssen bis zum ersten Mittelabruf einen Umsatzrückgang im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem zweiten Quartal 2019 nachweisen
  • Qualitätskriterien
    Neben den grundsätzlichen Voraussetzungen zur Förderfähigkeit eines Projekts, gibt es auch qualitative Kriterien zur Beurteilung der Förderwürdigkeit. Jedes Projekt wird anhand dieser Kriterien beurteilt. Die Erfüllung dieser Kriterien ist mitentscheidend für eine mögliche Förderung. Die Qualitätskriterien finden Sie in einer gesonderten Anlage unter dem Reiter „Downloads“.
  • Weitere allgemeine Voraussetzungen
    Förderungen dürfen nur bewilligt werden, wenn die Gesamtfinanzierung des Projekts im Rahmen des Ausgabenerstattungsprinzips gesichert ist. Mit Antragstellung gilt die Zustimmung zur Ausnahme vom Verbot des vorzeitigen Maßnahmebeginns bis zu einer Fördersumme von 250.000 Euro

Weitere Informationen: https://www.nbank.de/Unternehmen/Innovation/Neustart-Niedersachsen-Innovation/index.jsp

 

 

Digitalbonus Niedersachsen

Der Digitalbonus Niedersachsen lässt sich nun auch speziell für Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik beantragen.

Damit die Technik schnell beschafft werden kann, muss nicht, wie sonst üblich, der Förderbescheid abgewartet werden.  Wer einen Antrag gestellt hat, darf die Technik umgehend besorgen.

Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen sowie kleine freiberufliche Planungsbüros. Es handelt sich bei der Förderung um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss, der für kleine Unternehmen bis zu 50 % beträgt und für mittlere Unternehmen bis zu 30 %.

Nähere Informationen zu dem Programm finden sie unter: https://www.nbank.de/Unternehmen/Investition-Wachstum/Digitalbonus.Niedersachsen/index.jsp

Die NBank steht Ihnen beratend telefonisch unter 0511-30031333 oder per Mail an beratung(at)nbank.de zur Verfügung.

 

 

Grundsicherung für Selbstständige

Es werden 3 Milliarden Euro zur Grundsicherung von Selbstständigen zur Verfügung gestellt. Für eine schnelle Bewilligung ist die Bedürftigkeitsprüfung erst im Nachgang vorgesehen. Zudem wird auf die Offenlegung der Vermögensverhältnisse verzichtet. Diese Ausnahmen gelten für sechs Monate. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesfinanzministeriums.

 

KfW-Kredite für Unternehmen

Sofern Sie aufgrund der Corona-Pandemie finanzielle Hilfen benötigen, können Sie einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel bei Ihrer zuständigen Bank beantragen.

Die KfW bietet Kredite für kleine und mittlere Unternehmen sowie große Unternehmen die länger als fünf Jahre am Markt sind und für Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind.

Informationen zu den KfW-Krediten erhalten Sie hier:

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

 

 

Hilfen für große Unternehmen mit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds 

Der Wirtschaftsstabilisierungsfond richtet sich insbesondere an große Unternehmen und ermöglicht neben den bereits beschlossenen Liquiditätshilfen über KfW-Programme großvolumige Stützungsmaßnamen. Der Fonds zielt auf die Stabilisierung von Unternehmen der Realwirtschaft durch Überwindung von Liquiditätsengpässen und auf die Stärkung der Kapitalbasis von Unternehmen. Der Fonds ermöglicht dem Bund, sich direkt an Unternehmen zu beteiligen. Die Einrichtung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds ist zunächst bis Ende 2021 befristet. 

Zugang zum Fonds erhalten Unternehmen, die eine Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro aufweisen, Umsatzerlöse von mehr als 50 Millionen Euro erzielen und mehr als 249 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt beschäftigen. Zudem können auch kleinere Unternehmen im Bereich der kritischen Infrastruktur berücksichtigt werden. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds sieht Liquiditätsgarantien, Kapitalmaßnahmen und die Refinanzierung als Stabilisierungsinstrumente vor. 

Weitere Informationen gibt es hier.