Wasserwerk-Leiter Benjamin Kampers (links) und Bürgermeister Kristian Kater. (Foto: Fischer)

Sparte Wasser

Wasserwerk Vechta ist klimaneutral

veröffentlicht: am 10.05.2022     Wirtschaft, Entwicklung

Das Trinkwasser in Vechta hat nachweislich eine sehr hohe Qualität. Jetzt kann sich das Wasserwerk ein weiteres Gütesiegel anheften.

Es ist in der Sparte „Wasser“ klimaneutral. Das hat das international agierende Beratungsunternehmen Climate Partner dem städtischen Eigenbetrieb bescheinigt.

 

„Wir haben die CO²-Emissionen unseres Unternehmens gemeinsam mit Climate Partner erfasst und den Corporate Carbon Footprint erstellt“, erklärt Kampers. Der „Corporate Carbon Footprint“, sozusagen der ökologische Fußabdruck, erfasst alle Emissionen, die durch die Tätigkeit eines Unternehmens innerhalb eines Jahres erzeugt werden. „Von Heizung und Energieverbrauch bis zur Mitarbeiteranfahrt, Geschäftsreisen und Büromaterial. Auch die Rohstoffe, Verpackung, Logistik und Entsorgung für unsere Sparte Wasser haben wir erfasst“, sagt der Werkleiter. 

Wo es möglich ist, vermeiden und reduzieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die CO²-Emissionen. Das Wasserwerk betreibt eigene Blockheizkraftwerke zur Versorgung öffentlicher Einrichtungen. Zudem befinden sich aktuell mehrere Projekte im Bereich Photovoltaik (PV) in der Umsetzung. Städtische Liegenschaften sollen mit PV-Anlagen ausgestattet werden. Es ist auch eine Freiflächenanlage für das Wasserwerk geplant.

„Wir werden unseren Fußabdruck regelmäßig aktualisieren und haben so den Überblick über den Erfolg unserer Maßnahmen“, erklärt Kampers weiter. „Alle unvermeidbaren CO²-Emissionen gleichen wir aus, indem wir Klimaschutzprojekte unterstützen. Deshalb sind wir in Bezug auf unsere Sparte ,Wasser‘ ein klimaneutrales Unternehmen.

 

Der CO²-Ausgleich erfolgt über internationale Klimaschutzprojekte von Climate Partner. Auf über 97.000 Hektar schützt ein Projekt den Wald in Pará an der Amazonasmündung in Brasilien und vermeidet so kommerzielle Abholzung. Für die ansässigen Familien schafft es alternative Einkommensquellen, zum Beispiel durch den Handel mit der Açaí-Frucht. Das größte Projekt in Kolumbien schützt 1,15 Millionen Hektar Regenwald und bewahrt dessen biologische Vielfalt. Es bietet Bildung, Gesundheitsversorgung, sanitäre Einrichtungen, Ernährungssicherheit und weitere soziale Leistungen für 16.000 Indigene.

Für jede in den Projekten kompensierte Tonne CO² werden zudem Projekte in Deutschland finanziell gefördert. Dazu verpflichtet sich Climate Partner. Im Zuge des Vechtaer CO²-Ausgleichs fließt ein Förderbetrag an ein Projekt zum Schutz von Auen, Mooren und Meer in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern). Und es wird pro kompensierter Tonne CO² ein Baum in Deutschland gepflanzt, um heimische Wälder an den Klimawandel anzupassen (Infos auch unter www.climatepartner.com/1111).

 

„Das ist eine schöne Auszeichnung für unser Wasserwerk. Sie unterstreicht auch die Bemühungen der Stadt Vechta insgesamt, klimaneutral zu werden“, sagt Bürgermeister Kristian Kater. „Wir nehmen uns mit unserem neuen Klimaschutzkonzept viel vor. Dafür haben wir anfangs auch umfangreich Daten erfasst, um zu ermitteln, welche Einsparpotenziale es gibt. Wir wollen auch unsere Bevölkerung und Unternehmen motivieren, sich für den Klimaschutz zu engagieren. Das Wasserwerk kann ein Vorbild dafür sein, wie man es macht. Doch es ist nur ein Anfang von mehr. Wir arbeiten weiter daran, dass wir in Zukunft die städtischen Energieverbräuche mehr und mehr auf Erneuerbare Energien umstellen.“ 

 

Das Wasserwerk kennzeichnet die Wasser-Sparte mit dem unabhängigen Label „klimaneutral“ und ermöglicht es Kunden damit, die Klimaneutralität nachzuvollziehen und mehr über die Klimaschutzprojekte zu erfahren. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.climatepartner.com/17698-2203-1001.