Welche Erwartungen hätten Sie an die Leih-Großeltern? Die anonyme Umfrage hat begonnen. Foto: Kläne

Umfrage zur Leih-Großelternschaft

Eltern werden zu zusätzlichem Betreuungsbedarf befragt

veröffentlicht: am 26.10.2020     Kinder, Jugend, Senioren

Seniorinnen und Senioren könnten sich um Kinder kümmern. Ob dieses Modell gewünscht ist, wollen zwei Studierende erfahren.

Am 26. Oktober starten zwei Studierende der Universität Vechta in Kooperation mit der Stadt Vechta eine Umfrage zum Modell einer „Leih-Großelternschaft“. Friederike Selker und Laura-Marie Simmert möchten erforschen, ob sich Eltern in Vechta eine zusätzliche Betreuung ihrer Kinder durch Seniorinnen und Senioren vorstellen können und es somit einen Bedarf für ein solches Projekt gibt.

Die Beiden haben im Rahmen ihres Masterstudiums Soziale Arbeit einen Fragebogen erstellt. Diesen können alle Erziehungsberechtigten in Vechta online unter ausfüllen und versenden (HIER geht es zur Umfrage). Die Stadtverwaltung bittet zudem die Leitungen von Kitas und Schulen, den Fragebogen in Papierform an die Eltern zu verteilen. So soll eine möglichst breite Beteiligung erreicht werden.

Die Befragung ist anonym und endet am 11. November. Eltern können den ausgefüllten Fragebogen bis zu diesem Termin auch in den Kitas und Schulen abgeben. Dafür werden in den Einrichtungen verschlossene Kästen bereitgestellt.

Sollte unter den Eltern ein Bedarf für ein solches Projekt bestehen, sollen in einem zweiten Schritt Seniorinnen und Senioren befragt werden, ob sie Interesse daran haben Kinder zu betreuen. Die Idee: Menschen älteren Semesters könnten viel Freude an der Aufgabe haben und Kontakte zur jüngeren Generation knüpfen, die sie sonst nicht hätten. Erziehungsberechtigte würde eine „Leih-Großelternschaft“ in ihrem Alltag entlasten. Die Umfrage unter den Seniorinnen und Senioren soll aber erst nach Abklingen der Corona-Pandemie erfolgen – in Kooperation mit dem Seniorenbüro der Stadt Vechta.

Friederike Selker und Laura-Marie Simmert ermitteln die Daten in Zusammenarbeit mit der Stadt Vechta. Die Verwaltung wird die Ergebnisse veröffentlichen – und das Projekt „Leih-Großeltern“ bei Bedarf initiieren.