Freuen sich über das gelungene Werk: (Von links) Pastor Sebastian Kakumanu, Pfarrer Andreas Technow, Erste Stadträtin Sandra Sollmann, Bürgermeister Kristian Kater, Kitaleitung Isabelle Herrmann, Architekt Aloys Niemann. (Foto: Moormann)

Nach fünf Monaten Umbauzeit

Neue Kita an der Antoniusstraße eingeweiht

veröffentlicht: am 20.09.2021     Kinder, Jugend, Senioren

Bürgermeister Kristian Kater hat die neue Kindertagesstätte in der Antoniusstraße offiziell eröffnet.

Die Stadt Vechta ist Trägerin der Kita mit insgesamt 50 Betreuungsplätzen für Kinder zwischen einem Jahr und sechs Jahren. Kater wies auf die zügige Realisierung des neuen Betreuungsangebotes hin: Von den politischen Beschlüssen in den Ratsausschüssen im Herbst 2020 bis zur Inbetriebnahme im August 2021 seien nur knapp elf Monate vergangen. Der Umbau der früheren Schulunterrichtsräume zu Gruppenräumen für Krippen- und Kindergartenkinder habe lediglich fünf Monate gedauert.

„Vor allem weil immer mehr Kinder allein aufwachsen und es den Familien aus verschiedenen Gründen zusehends schwerer fällt, die Aufgabe der Erziehung allein wahrzunehmen, kommt den Krippen und Kindergärten als Vorstufe zur schulischen Bildung eine herausragende Bedeutung zu“, sagte Kater. „Die ersten Lebensjahre sind für die Entwicklung eines Kindes entscheidend. Dann ist es wichtig, die entstehenden Fähigkeiten und Fertigkeiten in einem angemessenen auch räumlichen Umfeld bestmöglich zu fördern. Das haben wir in Vechta schon lange erkannt. An unserem hervorragenden Betreuungsangebot für Kinder aller Altersstufen kann man ablesen, dass wir die wichtige Aufgabe der Kinderbetreuung sehr ernst nehmen.“

Mit der Kita an der Antoniusstraße gibt es in Vechta nunmehr 16 Kindertagesstätten, in den Händen von neun verschiedenen Trägern. „Das verdeutlich die ungemeine Trägervielfalt, die wir in Vechta haben und darüber sind wir besonders froh“, sagte Kater. Insgesamt stehen in Vechta derzeit rund 1.200 Plätze in Kindergärten und circa 280 Plätze in Krippen sowie 88 Plätze in zehn Großtagespflegestellen zur Verfügung.

An der Antoniusstraße hat die Stadt 514.000 Euro in den Umbau des Gebäudes, das Mobiliar und die Außenanlagen investiert. Darin enthalten sind ca. 131.000 Euro an Fördermitteln des Landes Niedersachsen und des Landkreises Vechta. Kater dankte dem Architekten Aloys Niemann und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den beteiligten städtischen Fachdiensten „Bildung, Familie, Jugend und Sport“ und „Gebäudemanagement“, für die gute Zusammenarbeit.

Langfristig soll die Kita auf fünf oder sechs Gruppen erweitert werden. Kater hob hervor, dass mit der neuen Leiterin Isabelle Herrmann und den acht Beschäftigten ein engagiertes Team die kommenden Aufgaben angehen werde. Isabelle Hermann ist 31 Jahre alt, Mutter von drei Kindern und war zuvor im Städtischen Kindergarten an Dornierstraße als Fachkraft für alltagsintegrierte sprachliche Bildung beschäftigt. Außerdem unterstützte sie die dortige Leiterin Claudia Grabber.

An der Antoniusstraße steht sie nun in der Hauptverantwortung für eine Ganztagsgruppe (25 Plätze) und eine Kleingruppe (10 Plätze) für drei- bis sechsjährige Kinder sowie eine Krippe mit 15 Betreuungsplätzen für ein- bis dreijährige Kinder. Schwerpunkte der Betreuungsarbeit sind Inklusion und Sprache sowie bedürfnisorientiertes Arbeiten. „Jedes Kind soll dort abgeholt werden, wo es in der individuellen Entwicklung steht. Alle Familien sollen das bekommen, was sie benötigen, um sich bestmöglich entwickeln zu können“ so Hermann.

Dabei kooperiert die Kita mit Catrin Fresse von der Stadt Vechta. Über das Bundesprogramm „Kita Einstieg - Frühe Bildung gleiche Chancen“ sollen Kinder, die nicht oder unzureichend von der Kindertagesbetreuung erfasst werden, erreicht und unterstützt werden. Es werden auch die Familien begleitet, insofern es den Bedarf gibt: „zum Beispiel durch Unterstützung beim Ausfüllen von Kitaanmeldungen, bei Betreuungsverträgen oder in der Frage, welche Dinge ein Kind in der Kita benötigt“, so Hermann weiter.

Die Spielmaterialien in der neuen Kita bestehen größtenteils aus Holz. Alltagsgegenstände werden zum Basteln verwendet. In der Einrichtung wird bewusst auf Plastik verzichtet. Die Kinder trinken aus Gläsern, nicht aus Bechern.

Zur Eröffnung erhielt die neue Kita an der Antoniusstraße auch den kirchlichen Segen: Pfarrer Sebastian Kakumanu von der katholischen Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt und Pastor Andreas Technow von der evangelischen Gemeinde sprachen allen, die die Einrichtung nun mit Leben füllen, die besten Wünsche aus.