Bild: Thalia-Anna Hampf

Geest-Verlag

Spring wie ein Känguru

veröffentlicht: am 15.03.2019     Kultur, Veranstaltungen und Tickets

Die Autorin Thalia-Anna Hampf stellt ihr neues Buchprojekt mit Texten von Kindern des Child of Mercy Orphanage Centre Kenia vor.

"Wir hören uns unglaublich gerne über unsere Probleme reden und haben dabei verlernt, richtig zuzuhören. Dabei vergessen wir manchmal, wie gut wir es eigentlich haben und dass es an anderen Orten auf dieser Welt ganz anders aus-sieht", schreibt Thalia -Anna Hampf im Vorwort ihres Buches.
Für drei Monate war Thalia-Anna Hampf nach dem Abitur  in Likoni, Kenia, im Child of Mercy Orphanage und hat dort gelebt und gearbeitet. Es ist ein Zuhause, ein Waisenhaus für 40 Jungen und Mädchen im Alter von 8 bis 19 Jahren mit den verschiedensten familiären Hintergründen. Angestellt sind mehrere Aunties und Uncles, die sich um die Kinder, den Haushalt und Handwerkliches kümmern. Der Autorin war es wichtig, mit den Kindern und Jugendlichen (8 bis 19 Jahre) einige kreative Projekte zu verwirklichen, durch die sie sich selbst ausdrücken können. Neben Musik und verschiedenen Spielen ist auch dieses Buchprojekt entstanden.


An vielen Tagen hat sie sich gemeinsam mit den Kindern hingesetzt und zu verschiedensten freien Schreibanlässen geschrieben. Es kam auch vor, dass die Kinder eine ganz eigene Idee entwickelt haben, zu der geschrieben wurde. Nach einer intensiven Schreibphase durfte jedes Kind freiwillig seinen Text vorlesen und wir kamen darüber ins Gespräch. Besonders mit den jüngeren Kindern hat sie viel an den Texten gearbeitet und ihnen bei Fragen auch bezüglich der Sprache geholfen. Jedoch liegt das Hauptaugenmerk bei diesem Schreibprojekt nicht auf der grammatikalischen Korrektheit, sondern darauf, seine Gefühle auszudrücken und über Themen schreiben zu können, die einen interessieren. Aus diesem Grund wurden die Texte größtenteils unberührt gelassen und nur wenig korrigiert. Dadurch, dass aus allen Texten ein Buch entsteht, sehen die Kinder und Jugendlichen, dass ihre Worte Gewicht haben, gedruckt und gelesen werden.
Die Autorin hat das Gefühl, eine Menge gegeben aber noch viel mehr gelernt und zurückbekommen zu haben. Die Kinder und Jugendlichen stecken voller Kreativität und Neugierde. Ein Junge kam jeden Tag zu ihr, um zu fragen, wann wir wieder zusammen schreiben wollen. Es gibt eine Menge Potential, das manchmal nur einen kleinen Anstoß braucht, um aufzublühen.
Wenn unsere Ohren verlernt haben zuzuhören, müssen die Stimmen eben lauter werden.

Das Buch mit den Texten der Kinder erscheint nun im Geest-Verlag. Und natürlich sollen auch die Kinder in Kenia,  im Child of Mercy Orphanage, ganz viele der Bücher erhalten. Daher hhaben Verlag und Autorin vile Menschen um Unterstützung gebeten. Sie gebeten, Bücher für die afrikanischen Kinder als Patenbücher zu übernehmen. Die Stadt Vechta, die Bürgerstiftung Vechta, Big Dutchman, Kultur lebt e.V. Vechta und die Volksbank Vechta sind bereits als Unterstützer dabei. Autorin und Verlag hoffen, dass sich in den kommenden Tagen und bei der Buchpremiere noch viele zusätzliche Buchpaten finden oder auch Menschen, die sich ein eigenes Buch kaufen und so das Projekt unterstützen. Größere Spender können sich auch direkt beim Geest-Verlag melden.

Auf der Buchpremiere werden Kinder und Jugendliche von hier die Texte der afrikanischen Kinder lesen. Dazu gibt es Musik und Bilder der afrikanischen Kinder und vieles mehr.

Thalia-Anna Hampf
Ihr Erstlingswerk „Zehenspitzen­leben“ veröffentlichte sie mit großem Erfolg im vergangenen Jahr im Geest-Verlag. Sie verbrachte nach ihrer abgeschlos­senen Schullaufbahn drei Monate in Kenia. Dort lebte und arbeitete sie im Child of Mercy Orphanage Centre und realisierte kreative Projekte mit den Kindern, über die sie auch im Vorträgen berichtet.

Die Buchpremiere im Spieker Langförden findet am 21. März um 19.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.