Neuer Markt

(von links) Christine Mucker (Leiterin des Fachdienstes Grundstücksmanagement), Landrat Herbert Winkel, Vechtas ehemaliger Bürgermeister Helmut Gels (zur Zeit des Termins noch im Amt) und Jürgen Rauber (LzO). Links ist das jetzige LzO-Gebäude zu sehen, am oberen, rechten Bildrand das jetzige Gesundheitsamt. ©Bindernagel

Verträge unterzeichnet

Der „Neue Markt“ kann umgestaltet werden

veröffentlicht: am 05.11.2019     Planen, Bauen

Wie und in welcher Form ist noch offen; unterzeichnet sind die Grundstücksgeschäfte zwischen Stadt, Landkreis Vechta und LzO aber.

Vechtas Mitte, der „Neue Markt“, kann umgestaltet werden. Gestern – am letzten Tag seiner Amtszeit – gab der ehemalige Bürgermeister Helmut Gels die Einigung zwischen der Stadtverwaltung, dem Landkreis Vechta und der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) hinsichtlich der Grundstücksgeschäfte bekannt. Gels, Landrat Herbert Winkel und LzO-Vorstandsmitglied Jürgen Rauber hatten nach eigener Aussage bis zuletzt „intensiv“ verhandelt. Nun seien die Verträge unterzeichnet – dies erklärten die drei gestern bei einem gemeinsamen Termin im Vechtaer Rathaus. „Ich freue mich sehr darüber, denn dies war mir noch ein wichtiges Anliegen. Wir gehen damit einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung, um die notwendige Neuentwicklung im Innenstadtbereich voranzutreiben.“, sagte der zu diesem Zeitpunkt noch amtierende Bürgermeister Gels.

Vorgesehen ist grundsätzlich eine Neugestaltung der zentralen, öffentlichen Fläche. Wie genau die neue Gestaltung aussehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entschieden.  Bevor jedoch weiter geplant werden kann, mussten die Deals um die Verkäufe der Grundstücke Neuer Markt / Große Straße (jetziges LzO-Gebäude) und am Kreuzungsbereich Neuer Markt / Kolpingstraße (jetziges Gesundheitsamt) ausgehandelt werden. Demnach wird der Landkreis das Grundstück an der Kolpingstraße an die LzO verkaufen – sofern der Kreistag endgültig zustimmt. Die LzO plant dort einen modernen Neubau, um sich räumlich zu erweitern. Zuvor muss jedoch erst das Gesundheitsamt, für das der Landkreis Vechta zuständig ist, umziehen.

 

Geplant sei nach Auskunft von Landrat Herbert Winkel ein Neubau auf dem Gelände des Kreishauses zwischen der Ravensberger Straße sowie der Johannesstraße. Erst danach kann die Stadtverwaltung die Fläche am „Neuen Markt“ nutzen und den Bankenriegel abreißen lassen. Wann es soweit ist, darauf wollte sich gestern keiner der Beteiligten festlegen. Einen genauen Zeitplan gebe es noch nicht, da zunächst die Verträge ausgehandelt werden mussten. Herbert Winkel sagte, seine Verwaltung werde möglichst bald mit der Planung beginnen – Entscheidungen würden aber erst frühestens ab Mai kommenden Jahres getroffen. Dann laufe der Leasing-Vertrag für das – damals von Investoren gebaute – Kreishaus aus und das Grundstück gehe in das Eigentum des Landkreises über. Außerdem seien dann Bebauungspläne aufzustellen und die notwendigen Arbeiten europaweit auszuschreiben. Viele dieser Schritte könnten gleichzeitig ablaufen, dennoch sei es ein langes Verfahren, erklärte Helmut Gels. Möglicherweise könnte der Landkreis in zwei Jahren mit dem Neubau beginnen und das jetzige Gesundheitsamt bis 2023 räumen und die LzO ihrerseits bis 2025 an die Kolpingstraße ziehen.