Von links: DRK-Kreisvorsitzender Hartmut Heinen, Fachdienstleiter Ralf Schillmöller (Stadt Vechta), Langfördens Ortsbürgermeister Josef Kläne, Bürgermeister Kristian Kater, Kita-Leiterin Stephanie Quatmann und Sebastian Ramnitz (Vorsitzender Familien-Ausschuss). (Foto: Kläne)

Kita in Langförden

Deutsches Rotes Kreuz wird Betreiber

veröffentlicht: am 27.05.2021     Baugrundstücke, Planen, Bauen

In Langförden haben die Arbeiten zum Bau einer neuen Kindertagesstätte begonnen. Betreiber der Kita wird der DRK-Kreisverbandes Vechta.

An der Straße Jans Döpe wird ein Gebäude für 50 Kindergarten- und 30 Krippenplätze errichtet. Träger wird das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das bereits die Hälfte der Betreuungsplätze vorzeitig in Wohncontainern eingerichtet hat. Weil der Bedarf kurzfristig gestiegen war, hatte sich das der DRK-Kreisverband dazu bereit erklärt, schon im November 2019 am Übergangsstandort „Kirchwiesen“ zu starten. 

„Es freut mich sehr, dass nach dem Baustart für die neue Kita in Telbrake jetzt auch in Langförden die Arbeiten begonnen haben. Mit der Fertigstellung schaffen wir weitere Plätze, die wir dringend benötigen“, sagt Bürgermeister Kristian Kater. Auch der DRK-Kreisvorsitzende Hartmut Heinen ist froh, dass die Bauarbeiten im Gange sind. „Wir freuen uns auf die neue Kita, in der wir unser pädagogisches Konzept noch besser zum Wohle der Kinder umsetzen können“, sagt er.

Die Kita in Langförden ist die erste Kindertagesstätte in Trägerschaft des DRK-Kreisverbandes Vechta. Sie wurde am 1. November 2019 mit einer altersgemischten Gruppe mit Kindern im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren eröffnet. Am 1. Februar 2020 kam eine zweite Gruppe hinzu. Seitdem gibt es eine Krippengruppe mit 15 Kindern im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren und eine Kindergartengruppe mit 25 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren. Sieben Erzieherinnen und eine Sozialassistentin arbeiten in der Einrichtung. Leiterin der Kita ist Stephanie Quatmann.

Die Wohncontainer sind liebevoll eingerichtet und bieten eine kinderfreundliche Umgebung. Am neuen dauerhaften Standort ergeben sich aber allein durch die größeren räumlichen Kapazitäten und die Außenspielflächen ganz neue Möglichkeiten, wie Stephanie Quatmann beim Baustellenbesuch am Freitag betonte. Nach dem Umzug an die Straße Jans Döpe werden in der Kindertagesstätte zwei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen eingerichtet.

Die Baukosten betragen rund 3,7 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen steuert rund 433.000 Euro, der Landkreis Vechta 99.000 Euro an Fördermitteln bei. Im Frühjahr 2022 soll das Gebäude fertiggestellt werden. Die Stadt Vechta hatte den Bau der DRK-Kita frühzeitig geplant. Schließlich nehmen die vorgeschriebenen Verfahren, die Planung und Abstimmungsgespräche mit den Betreibern sowie der Bau selbst erfahrungsgemäß gut drei Jahre in Anspruch. Gesetzliche Änderungen auf Landesebene - die Beitragsfreiheit für Kinder ab drei Jahren und die Flexikids-Regelung - erhöhten allerdings kurzfristig den Bedarf an Plätzen und somit den Druck auf die Städte und Gemeinden.

„Die gesetzlichen Änderungen sind im Sinne von Eltern und Kindern“, sagt Kater. „Wir hatten dadurch jedoch nicht genügend Zeit für die Planung einer ausreichenden Anzahl an Plätzen in Neubauten. Aber wir haben zusammen mit den Betreibern schnell darauf reagiert und gute Lösungen in Oythe und auch in Langförden geschaffen.“ Mit dem Bau beider Kitas werden nun auch die langfristigen Planungen umgesetzt. 

 

Info Beitragsfreiheit
Zum 1. August 2018 wurde die Beitragsfreiheit für Kinder ab drei Jahren beschlossen. Seitdem ist der Anteil der Kinder, deren Eltern schon in den ersten beiden Kindergartenjahren einen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen, deutlich angestiegen. Bei den Dreijährigen stieg die Quote von rund 82,5 Prozent (Jahr 2016) auf circa 90 Prozent (2020) aller Kinder im Stadtgebiet, bei den Vierjährigen von circa 91 (2016) auf circa 96,5 Prozent.

 

Info Flexikids
2018 trat eine neue gesetzliche Regelung für so genannte „Flexikids“ in Kraft. Eltern von Kindern, die im Juli, August oder September sechs Jahre alt werden, können selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder ein weiteres Jahr im Kindergarten betreuen lassen. Zum Schuljahr 2019/20 haben wir erstmals die Auswirkungen festgestellt. 50 Prozent der Eltern machen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Dies entspricht gut zwei Regelgruppen je 25 Kinder. Das Land Niedersachsen hatte mit einer Quote von 20 Prozent gerechnet.