(von links): Conrad Traidl, Franz-Josef Wilkens (Vorstand Lebensgemeinschaft Sonnenhof e.V.), Karin Busdiecker (Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems), Bürgermeister Helmut Gels, Hartmut Kurzback (Vorsitzender Arbeitskreis Dorferneuerung Spreda / Deindrup), Josef Kläne, Günther Nyhuis (beide politische Vertreter), Dirk Ortland (Stadt Vechta) und Fachbereichsleiterin Christel Scharf. (Bild: Bindernagel)

Inklusion leben

In Deindrup entsteht eine neue Begegnungsstätte

veröffentlicht: am 18.10.2019     Planen, Bauen

Bürgermeister Helmut Gels und weitere Gäste aus Politik und Verwaltung übernehmen gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft den ersten Spatenstich.

Erster Spatenstich in Deindrup: Die Arbeiten auf dem Grundstück an der Straße „Holtesch“ in unmittelbarer Nähe zu der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft „Sonnenhof“ e.V. haben begonnen. Auf der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche wird in den kommenden Jahren ein so genanntes „Inklusionshaus“ gebaut. Bei einem Termin vor Ort stieß Bürgermeister Helmut Gels als einer der ersten den Spaten in den Ackerboden. Er lobte das Engagement und den Einsatz der Dorfgemeinschaften sowie der Menschen des Sonnenhofs. „Mit dem Inklusionshaus gehen wir einen großen Schritt in die richtige Richtung, auch hinsichtlich der Dorferneuerung. Es war ein langer Weg bis hier hin, aber ich bin froh, dass wir in Kürze ein solch einzigartiges Projekt in Vechta vorweisen können. Ich denke, darauf dürfen wir zu Recht sehr stolz sein!“, sagte er.

Weitere Informationen zum Inklusionshaus:

Genutzt werden soll der Neubau nach seiner Fertigstellung hauptsächlich von den Bewohnerinnen und Bewohnern und Mitarbeitenden des Sonnenhofs sowie den Menschen, die in Deindrup und Spreda leben. Aber auch für den Tourismus ist das Angebot interessant, denn das Grundstück befindet sich an einer sehr schönen Rad- und Wanderstrecke. Bauherrin und Unterstützerin des Vorhabens ist die Stadtverwaltung Vechta.

Das Inklusionshaus soll gesunden sowie körperlich und / oder geistig eingeschränkten Personen ermöglichen, miteinander in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Zu diesem Zweck sollen dort ein Café und ein so genannter „Sinnesgarten“ im Außenbereich entstehen. Dabei handelt es sich um ein spezielles Erlebnisangebot rund um das Thema Bewegung. Geplant ist unter anderem ein Karussell mit Sitzplätzen für mobile Menschen und auch Stellflächen für Rollstühle. Und auch schaukeln können Kleinkinder sowie mobile und körperlich eingeschränkte Menschen dort in Zukunft gemeinsam.  

Die Stadt Vechta rechnet mit Gesamtkosten von rund 1,3 Millionen Euro. Das Amt regionale Landesentwicklung Weser-Ems fördert das Projekt mit rund 560.000 Euro. Der Baubeginn erfolgt voraussichtlich Ende kommenden Jahres. Der Spatenstich wurde auf Wunsch der Dorfgemeinschaft Spreda / Deindrup vorgezogen. Damit wollten sich die Mitglieder bei Bürgermeister Helmut Gels für seine langjährige Unterstützung zu bedanken. Bürgermeister Gels scheidet altersbedingt Ende Oktober aus einem Amt aus und wird daher beim tatsächlichen Baubeginn im kommenden Jahr nicht mehr in seiner Funktion als Stadtoberhaupt dabei sein können.