Bild: Bindernagel

Hochwasserschutz

Nepomukgraben: nächstes größeres Bauprojekt beginnt

veröffentlicht: am 11.01.2019     Planen, Bauen

Am Nepomukgraben soll in Kürze eine Engstelle entfernt werden, die im Hochwasserfall für Überschwemmungen sorgen kann.

Die Bauarbeiten für das Hochwasserschutzprojekt der Stadt Vechta werden fortgesetzt: Anfang 2018 wird am Nepomukgraben die nächste Maßnahme im Innenstadtgebiet vorbereitet. In dem Bereich soll eine Engstelle beseitigt werden, die im Hochwasserfall für Überschwemmungen sorgen kann. Zunächst werden ab Anfang Januar Bäume entlang des Nepomukgrabens an der Mühlenstraße und entlang der Grundstücksgrenzen des Philosophenweges gefällt. Diese Arbeiten dauern circa drei Wochen.

Die Bauarbeiten beginnen im März/April 2019.  Der Nepomukkanal wird in seinem Verlauf ausgebaut beziehungsweise verbreitert. Zusätzlich werden zwei neue Betonrohrleitungen im Stadtpark verlegt, da der Verlauf des Nepomukkanals um den Stadtpark herum nur eine geringe Wassermenge aufnehmen kann. Außerdem lässt die Stadt eine Wehranlage im Nepomukkanal an der Mühlenstraße in Höhe der jetzigen Brücke zum Stadtpark bauen. Das Wehr soll bei zukünftigen Starkregenereignissen und Hochwasserlagen das Ableiten des Regenwassers über die zwei neuen Kanalrohre steuern. Dadurch können maximal circa 2,1 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aufgenommen werden und schneller abfließen.

Zudem wird ein Hochwasserschutzwall entlang des Philosophenweges angelegt. Dieser schützt die Privatgrundstücke vor einer Überschwemmung. Die Fertigstellung aller Arbeiten ist für den Spätsommer 2019 geplant.

Das neue Grabensystem und der Ausbau des Nepomukgrabens tragen dazu bei, dass die Durchflussleistung des Stadtdurchganges auf insgesamt circa zwölf Kubikmeter Wasser pro Sekunde erhöht wird. Die Gesamtkosten betragen circa 1,67 Millionen Euro. Davon werden 70 Prozent, 1,17 Millionen Euro, vom Land Niedersachen gefördert.

Das Hochwasserschutzkonzept verfolgt zwei wesentliche Ziele. Erstes Ziel ist es, die Durchflussleistung des Moorbaches durch das Stadtgebiet zu erhöhen. Darunter fallen vier Einzelprojekte, von denen eines bereits fertiggestellt wurde. So wurde zwischen der Zitadelle und dem Vechtaer Marschgraben bis Ende 2017 ein Graben- und Kanalsystem angelegt. Zudem ist der Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken vor den Toren der Stadt geplant. Diese werden nach einem Planfeststellungsverfahren hergestellt. Nach jetzigem Stand ist mit einer Fertigstellung aller Einzelprojekte im Jahr 2023 zu rechnen.