Bürgermeister Kater fordert auch eine Strategie für Schulen und Kitas.

Modellversuche in Niedersachsen

Vechta bewirbt sich mit City-Pass-Projekt

veröffentlicht: am 01.04.2021     Wirtschaft, Entwicklung

Bürgermeister Kater begrüßt ein Konzept des Landkreises, wonach auch Öffnungen der Uni, von Kitas und Schulen erprobt werden könnten.

Die Stadt Vechta hat sich beim Land Niedersachsen dafür beworben, ein Modellprojekt zur Öffnung von Einzelhandel und Gastronomie zu starten. Die Stadtverwaltung um Bürgermeister Kristian Kater hat auf Grundlage der geltenden Corona-Verordnung ein Konzept erarbeitet. „Wir hätten gerne mehrere Zonen ausgewiesen. Aber die aktuelle Verordnung lässt nur einen Bereich in einer Stadt zu“, erklärt Bürgermeister Kristian Kater. Er begrüßt, dass sich der Landkreis Vechta in Abstimmung mit der Stadt auch mit einem eigenen Konzept eingebracht hat, nach dem über die Möglichkeiten der Verordnung hinaus mehrere Bereiche in verschiedenen Städten und Gemeinden eingerichtet werden könnten. Mit diesem Konzept könnten auch Öffnungen im Bildungsbereich – an Universität, Kitas und Schulen – erprobt werden. 

„Wir brauchen zum Wohl der Kinder jetzt eine Strategie, Schulen und Kitas dauerhaft und verlässlich öffnen zu können“, sagte Kater. „Das muss höchste Priorität haben. Kinder und Jugendliche sind ganz besonders von den Folgen der Pandemie betroffen. Und viele Eltern sind weit über die Belastungsgrenze hinaus. Sie brauchen dringend eine Perspektive.“ Darauf hat Vechtas Bürgermeister wiederholt hingewiesen.

Das Modellprojekt zur Öffnung des Einzelhandels lässt sich seiner Meinung in der Vechtaer Innenstadt realisieren, wenn es die Infektionszahlen zulassen. „Wir spüren auch, dass es daran Interesse und Unterstützung dafür gibt“, sagt Kater. Nicht nur der Stadtmarketingverein Moin Vechta steht hinter einer Bewerbung und möchte sich engagieren, auch die Universität Vechta hat zugesagt, das Projekt wissenschaftlich zu begleiten. Kater betont erneut, dass alles in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Vechta geschehen würde.

In dem Konzept sind alle Details berücksichtigt von der Aufgabenverteilung, über die Nutzung der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung, die Beschilderung und selbstverständlich die Einhaltung der geltenden Corona-Regeln wie Abstand und Maske (siehe Anhang). In der Vechtaer Innenstadt besteht schon seit geraumer Zeit eine Maskenpflicht.

Niedersachsenweit sollen alle Modellversuche zunächst auf drei Wochen beschränkt werden. Bis Mittwochabend waren entsprechende Anträge möglich. Die Entscheidung liegt nun beim Land.