Regenrückhaltebecken
Regenrückhaltebecken sind technische Bauwerke. Sie speichern während starker Niederschläge vorübergehend überschüssiges Regenwasser. So entlasten sie das Abwassersystem und verhindern Überschwemmungen vor Ort. Sie haben also eine wichtige Funktion und sind genauso wie Straßen und Kanäle ein Teil der städtischen Infrastruktur. Aktuell betreibt die Stadt Vechta 45 Regenrückhaltebecken.
Die Becken werden künstlich angelegt, zum Beispiel wenn neue Baugebiete entstehen. Das überschüssige Regenwasser aus den angeschlossenen Gebieten fließt darin ab. Überwiegend handelt es sich um so genannte Trocken-Becken, in denen das Wasser nur bei starken Regenfällen aufgestaut wird. Die längste Zeit über sind diese Becken leer.
Einige Regenrückhaltebecken führen durchgängig Wasser. Dadurch werden sie für Bürgerinnen und Bürger zu einem Rückzugsort. Auch der Naherholungszweck ist der Stadt Vechta sehr wichtig. Sie bevorzugt eine naturnahe und ökologische Bauweise und Gestaltung der Becken.
Dennoch können die technischen Bauwerke wegen ihrer wichtigen Funktion nicht einzig der Natur überlassen werden. Sie müssen funktionieren und den Abfluss des Regenwassers effizient managen. Deshalb kontrollieren und unterhalten Mitarbeiter der Stadt Vechta sie regelmäßig.
Wenn beispielsweise Müll und Grünabfälle in den Becken entsorgt wurden, können die Durchlässe und Drosselbauwerke der Becken verstopfen. Dadurch kann ein Rückstau in der Regenwasserkanalisation entstehen. Dies kann zum Beispiel in Wohngebieten zu Überschwemmungen und Verschmutzungen führen. Dadurch können Schädlinge angelockt werden.
Die meisten Regenrückhaltebecken sind mit Absperr-Schiebern und Tauchwänden ausgestattet, damit bei Umweltverschmutzungen die Schadstoffe aufgehalten und nicht in andere Gewässer eingeleitet werden.
So funktionieren Regenrückhaltebecken
Bei einem starken Regenfall fließt das Wasser von Dächern, Straßen und anderen versiegelten Flächen in das Regenrückhaltebecken. Es wird durch die Kanalisation oder Rinnen dorthin geleitet.
Das Becken speichert das Regenwasser für einen bestimmten Zeitraum, wobei die Becken eine begrenzte Kapazität haben. Diese zwischengelagerten Wassermengen können ausreichen, um die Spitzenabflüsse von Regenwasser in städtischen Gebieten zu puffern.
Nach dem Regen wird das gespeicherte Wasser kontrolliert wieder in das Abwassernetz oder in Gewässer abgegeben. Oft geschieht dies über ein geregeltes Ablaufventil, das eine langsame Entleerung ermöglicht, um die Überlastung der bestehenden Abwassersysteme zu vermeiden.
Die Speicherung und kontrollierte Ableitung verhindern, dass bei starkem Regen große Mengen Wasser plötzlich in die Kanalisationssysteme oder Gewässer fließen, was andernfalls zu Überflutungen führen könnte.
Einige Regenrückhaltebecken sind zusätzlich mit Systemen ausgestattet, die die Wasserqualität überwachen. Hierbei wird beispielsweise bei starker Verschmutzung das Wasser nicht sofort abgegeben, sondern nach einer Reinigung (z.B. durch Sedimentation oder Filter) kontrolliert abgeführt.
Kontakt
Famula, Jens
Fachdienst Stadtentwässerung/Klärwerk
Burgstraße 6
49377 Vechta
jens.famula@vechta.de
04441 886-6809
