Straßennamen
Die politischen Gremien der Stadt Vechta haben im Jahr 2015 beschlossen, Straßennamenschilder im Stadtgebiet stufenweise mit Legendenschildern zu versehen. Die auf den Legendenschildern aufgebrachten kurzen Texte, z.B. über Persönlichkeiten, werden durch Langtexte, die Sie nachstehend auf dieser Internetseite finden, zudem umfassend erläutert. Das Aufrufen der Langtexte erfolgt an den Straßenschildern über QR-Code.
Die Recherche wurden von Axel Fahl-Dreger und ab 2024 von Eva-Maria Ameskamp vorgenommen; diese haben in enger Abstimmung mit Univ.-Prof. (em.) Dr. Wilfried Kürschner und der Stadt Vechta die nachfolgenden Texte erstellt.
In mehreren Straßen Vechtas wurden Stolpersteine gelegt, um auf die Verbrechen der NS-Zeit aufmerksam zu machen. Eine übersichtliche Karte gibt es hier.
An der Gräfte
An der Gräfte heißt die Verlängerung der Franz-Vorwerk-Straße in nördlicher Richtung entlang der Bahnlinie ab der Kreuzung Zitadelle/Bahnhofstraße bis zur Falkenrotter Straße. Mit dem Begriff „Gräfte“ werden Wassergräben bezeichnet, die zum Schutz von Städten oder Gebäuden um diese herum angelegt wurden. Auch die mittelalterliche Stadt Vechta war von einem System von Befestigungsgräben umgeben. Die älteste Karte der Stadt Vechta um 1578 benennt alle vorhandenen Gräben mit Namen (im Uhrzeigersinn von Osten aus): „Die Österklingenhager Gräve, die Gräve zwyschen der Buddenborch und der Stadt Walle, Gräve na der Coppell, der Oldenstedter Gräven negst der Pforten, die groisse gräve achter den Heiligen Geist bis an die Beke und die wester Klingenhag Gräve.“
Der Name der Straße erinnert an „Die wester Klingenhag Gräve“ oder an das hier ehedem gelegene adlige Gut „Falkenrott“ als Gräftenanlage.