Straßennamen

Die politischen Gremien der Stadt Vechta haben im Jahr 2015 beschlossen, Straßennamenschilder im Stadtgebiet stufenweise mit Legendenschildern zu versehen. Die auf den Legendenschildern aufgebrachten kurzen Texte, z.B. über Persönlichkeiten, werden durch Langtexte, die Sie nachstehend auf dieser Internetseite finden, zudem umfassend erläutert. Das Aufrufen der Langtexte erfolgt an den Straßenschildern über QR-Code.

Die Recherche wurden von Axel Fahl-Dreger und ab 2024 von Eva-Maria Ameskamp vorgenommen; diese haben in enger Abstimmung mit Univ.-Prof. (em.) Dr. Wilfried Kürschner und der Stadt Vechta die nachfolgenden Texte erstellt.

In mehreren Straßen Vechtas wurden Stolpersteine gelegt, um auf die Verbrechen der NS-Zeit aufmerksam zu machen. Eine übersichtliche Karte gibt es hier.

Brägelmannstraße

Die Brägelmannstraße (früher Wellenkamp) verbindet die Münsterstraße ostwärts mit den Dehlenkamp. Nördlich der Straße liegt das Gymnasium Antonianum. 

Sie ist nach dem ehemaligen Gymnasiallehrer Prof. Dr. Bernhard Brägelmann (geboren 1836 in Cloppenburg, gestorben 1917 in Vechta) benannt. Er war der Gründer der „Rhetorika“ am Gymnasium Antonianum Vechta und wohnte zeitweise in der Elmendorffburg. Diese wurde daraufhin auch „Brägelmannburg“ genannt. Brägelmann besuchte von 1850 bis 1857 das Gymnasium in Vechta und studierte danach in Münster Theologie und Philosophie. 1861 wurde er zum Priester geweiht. Er studierte jedoch weiter und promovierte 1864 zum Doktor der Philosophie mit dem historisch-physikalischen Thema „De scala musica imprimis organi et clavicordii ab Europaeis usurpata“ („Über die musikalische Tonleiter, die insbesondere in Europa beim Orgel- und Klavichordspiel verwendet wird“). Er kehrte als Hilfslehrer ans Gymnasium in Vechta zurück. Dort wurde er 1884 Oberlehrer und 1896 Gymnasialprofessor. Unter seinen Schülern sei er sehr beliebt gewesen, da er sich um die Unterstützung für bedürftige und würdige Schüler kümmerte. 

Neben seiner Lehrtätigkeit verfasste er mehrere Werke, wie z. B.:

Literatur:

Wolfgang Zimmers: Bernhard Brägelmann (1836–1917). In: Maria Anna Zumholz, Michael Hirschfeld, Klaus Deux (Hrsg.): Biographien und Bilder aus 575 Jahre Cloppenburger Stadtgeschichte. Münster 2010, S. 87–89