Straßennamen
Die politischen Gremien der Stadt Vechta haben im Jahr 2015 beschlossen, Straßennamenschilder im Stadtgebiet stufenweise mit Legendenschildern zu versehen. Die auf den Legendenschildern aufgebrachten kurzen Texte, z.B. über Persönlichkeiten, werden durch Langtexte, die Sie nachstehend auf dieser Internetseite finden, zudem umfassend erläutert. Das Aufrufen der Langtexte erfolgt an den Straßenschildern über QR-Code.
Die Recherche wurden von Axel Fahl-Dreger und ab 2024 von Eva-Maria Ameskamp vorgenommen; diese haben in enger Abstimmung mit Univ.-Prof. (em.) Dr. Wilfried Kürschner und der Stadt Vechta die nachfolgenden Texte erstellt.
In mehreren Straßen Vechtas wurden Stolpersteine gelegt, um auf die Verbrechen der NS-Zeit aufmerksam zu machen. Eine übersichtliche Karte gibt es hier.
Wintermarsch
Die Wintermarsch setzt ab der Kreuzung mit der Marschstraße die Franz-Vorwerk-Straße nach Süden fort. Sie überquert die Hagener Straße und endet bei der Rombergstraße. Sie ist nach einer alten Flur benannt, die auf einer Karte von 1924 im Gebiet der Vechtaer Marsch zu erkennen ist.
Wie die anderen drei Vechtaer Straßennamen mit dem Wortteil „Marsch“ (siehe Straßenname Marschstraße) hat auch der Marschweg seine Bezeichnung über seine Lage in der ehemaligen Vechtaer Marsch bekommen, die sich seit dem Mittelalter zwischen dem Stadtgebiet Vechtas und der ehemaligen Bauerschaft Hagen befand. Die Vechtaer Marsch liegt in der ehemaligen Flussaue, dem Überschwemmungsbereich des von Visbek kommenden Vechtaer Moorbaches.
Der erste Wortteil, Winter-, verweist auf eine besondere jahreszeitliche Nutzung dieser Marsch: Die Vechtaer Bürger durften hier auch in der Winterzeit ihr Vieh weiden lassen, allerdings nur in einer geringen Anzahl. Sonst drohte durch Viehtritt die Zerstörung der Grasnarbe. Hinzu kam der geringe Wuchs der Futterpflanzen in den Wintermonaten, der eine intensive Beweidung ausschloss.