Straßennamen

Die politischen Gremien der Stadt Vechta haben im Jahr 2015 beschlossen, Straßennamenschilder im Stadtgebiet stufenweise mit Legendenschildern zu versehen. Die auf den Legendenschildern aufgebrachten kurzen Texte, z.B. über Persönlichkeiten, werden durch Langtexte, die Sie nachstehend auf dieser Internetseite finden, zudem umfassend erläutert. Das Aufrufen der Langtexte erfolgt an den Straßenschildern über QR-Code.

Die Recherche wurden von Axel Fahl-Dreger und ab 2024 von Eva-Maria Ameskamp vorgenommen; diese haben in enger Abstimmung mit Univ.-Prof. (em.) Dr. Wilfried Kürschner und der Stadt Vechta die nachfolgenden Texte erstellt.

In mehreren Straßen Vechtas wurden Stolpersteine gelegt, um auf die Verbrechen der NS-Zeit aufmerksam zu machen. Eine übersichtliche Karte gibt es hier.

Karmeliterweg

Der Karmeliterweg verläuft nördlich des Bremer Tores zwischen Oldenburger Straße und Bremer Straße und geht über eine Schmalstelle direkt in den Anemonenweg über. Im Juli 1971 wurde im Stadtrat beschlossen, die Planstraße E im Bebauungsplan 15 Kuhmarkt „zu Ehren der Karmelitinnen, der Schwestern des St. Josefs-Heims Vechta“, als Karmeliterweg zu bezeichnen. Bei Karmelitern handelt es sich um einen katholischen Mönchs- und Bettelorden, dessen weiblicher Zweig 1452 gegründet wurde. An der Regel dieses Ordens orientierte sich auch die 1891 von Anna Maria Tauscher gegründete Kongregation der Karmelitinnen vom Göttlichen Herzen Jesu, die in Vechta im 1897 errichteten St. Josefs-Heim am Bremer Tor bedürftigen Kindern und Jugendlichen bis 2001 ein neues Zuhause gab. 

Bereits im November 1971 konnte die neue Straße in das Müllabfuhrgebiet aufgenommen werden. Ursprünglich führte der Weg direkt auf das St. Josefs-Heim in Vechta zu. In direkter Nachbarschaft befand sich bis 2000 der Kindergarten der Pfarrgemeinde Maria Frieden. Daneben befindet sich heute ein Neubau der Pflegeeinrichtung ProVita mit Zuwegung von der Bremer Straße. Der Kindergarten wird seit 2003 als Archivgebäude des Offizialatsbezirks Oldenburg genutzt. Auf dem gegenüberliegenden Spielplatzgrundstück wurde ein Mehrparteienhaus errichtet, in dem seit 2020 die Heimatbibliothek für das Oldenburger Münsterland untergebracht ist. 

Literatur und Quellen

Franz Hellbernd, Joachim Kuropka, Wilhelm Hanisch: Beiträge zur Geschichte der Stadt Vechta, Bd. 1–4, hg. von der Stadt Vechta. Vechta 1974–1992.

Franz Hellbernd, Joachim Kuropka: Geschichte der Stadt Vechta in Bildern, Plänen und Urkunden. Vechta 1993.

Archiv der Nordwest-Zeitung (www.nwzonline.de).