Straßennamen
Die politischen Gremien der Stadt Vechta haben im Jahr 2015 beschlossen, Straßennamenschilder im Stadtgebiet stufenweise mit Legendenschildern zu versehen. Die auf den Legendenschildern aufgebrachten kurzen Texte, z.B. über Persönlichkeiten, werden durch Langtexte, die Sie nachstehend auf dieser Internetseite finden, zudem umfassend erläutert. Das Aufrufen der Langtexte erfolgt an den Straßenschildern über QR-Code.
Die Recherche wurden von Axel Fahl-Dreger und ab 2024 von Eva-Maria Ameskamp vorgenommen; diese haben in enger Abstimmung mit Univ.-Prof. (em.) Dr. Wilfried Kürschner und der Stadt Vechta die nachfolgenden Texte erstellt.
In mehreren Straßen Vechtas wurden Stolpersteine gelegt, um auf die Verbrechen der NS-Zeit aufmerksam zu machen. Eine übersichtliche Karte gibt es hier.
Falkenweg
Der Falkenweg dürfte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden sein, denn er ist auf einem Stadtplan von 1949 bereits nachweisbar. Bei der Straßenbenennung kann eine Ableitung aus dem Namen der Falkenrotter Straße vermutet werden. Der Weg führt von der Falkenrotter Straße in Richtung Norden zur Oldenburger Straße und wurde mit dem Bau der Bahnunterführung und der damit einhergehenden Verlegung der Falkenrotter Straße verlängert, so dass nun im 90-Grad-Winkel ein Stück der ehemaligen Falkenrotter Straße zum Falkenweg gehört. Nach dem Brandkassenregister der Stadt Vechta gab es hier bereits 1936 einen Kraftwagenschuppen der Eisenbahndirektion. Die früheste Wohnbebauung lässt sich für das Jahr 1949 nachweisen. Am südlichen Ende der Straße haben sich mehrere Supermärkte und Großraumläden angesiedelt. Der mittlere und nördliche Teil ist durch Wohnsiedlung geprägt.
Der Falke ist ein Greifvogel aus der Familie der Falkenartigen, die tagaktiv sind. Im Oldenburger Münsterland ist vor allem der Turmfalke präsent, für den in vielen Kirchtürmen Nisthilfen eingerichtet wurden.
Literatur und Quellen
Franz Hellbernd, Joachim Kuropka: Geschichte der Stadt Vechta in Bildern, Plänen und Urkunden. Vechta 1993.
Archiv der Nordwest-Zeitung (www.nwzonline.de).
Bestände der Heimatbibliothek Vechta, hier Brandkassenregister Vechta, F 5(6d–h), angelegt in den 1950er Jahren, fortgeführt bis ca. 1970.