Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, die sich aufgrund des Klimawandels in Deutschland stark ausgebreitet hat. Die Brennhaare der Raupe enthalten ein Gift, das beim Hautkontakt oder beim Einatmen verschiedene Wirkungen – zum Teil auch heftige allergische Symptome – auslösen kann. Bei Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden und auf den Raupenkontakt hingewiesen werden. Die Symptome können durch Medikamente gemildert werden.

Häufige Fragen

Es handelt sich um ein natürliches Phänomen, dem mit Augenmaß begegnet werden sollte. Ab August schlüpfen die Schmetterlinge aus ihrem Kokon, wodurch der Befall endet. Deshalb ist eine Bekämpfung im Wald oder außerhalb von Ortschaften nur selten nötig. An Orten mit viel Publikumsverkehr wie Schulen, Schulwegen, Kindergärten, Schwimmbädern, Krankenhäusern, Sportplätzen wird ein deutlicher Befall in der Regel bekämpft.

Wir prüfen jeden gemeldeten Fall und entscheiden, ob die Nester entfernt werden müssen. Nicht jedes Nest muss entfernt werden. Bitte sehen Sie aufgrund der Vielzahl an Meldungen von Nachfragen ab, ob bzw. wann ein Nest entfernt wird.

Auf Privatgrundstücken sind die Eigentümer in der Verantwortung ggf. Nester zu entfernen.

Sie können Nester über unsere AEM-App melden oder per Mail an bauhof(at)vechta.de

Dann wird entschieden, wie mit dem Nest umgegangen wird (siehe: Wird jedes Nest entfernt?).

Neben Hautirritationen wie starkem Juckreiz und Pusteln können Atembeschwerden und Augenreizungen die Folge eines Kontakts mit den Brennhaaren sein.

Weitere Symptome können bei Kontakt mit den Haaren auftreten:

• Schüttelfrost, Schwindel, in seltenen Fällen allergischen Schockreaktionen;

• bei starkem Kontakt verspürt man anfangs ggf. sogar ein Prickeln, welchem nach wenigen Minuten die genannten Reaktionen folgen;

• viele Tage anhaltender Juckreiz der kleinen roten Schwellungen oder Quaddeln.

Bei Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden und auf den Raupenkontakt hingewiesen werden. Die Symptome können durch Medikamente gemildert werden.

  • Meiden Sie die befallenen Gebiete und ggf. abgesperrten Bereiche.
  • Bedecken Sie alle Körperflächen (Nacken, Hals, Arme und Beine usw.) beim Aufenthalt in befallenen Gebieten.
  • Raupen und das Gespinst nicht berühren. Vermeiden sie jeden Kontakt.
  • In der Nähe von befallenen Bäumen sich nicht ins Gras oder auf den Boden setzen.
  • Nach Kontakt mit den Raupenhaaren sofortiger Kleiderwechsel dann Duschbad und Haarwäsche.
  • Kleidung bei 60 °C mit viel Wasser waschen, um das Nesselgift der Raupenhaare zu vernichten / auszuspülen.
  • Auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen an Bäumen verzichten, solange Raupennester des Eichenprozessionsspinners erkennbar sind.
  • Die Bekämpfung nur von Fachleuten mit Vollschutzanzug und Atemschutz durchführen lassen.

Nicht alle Raupen in einem Gespinst stammen vom Eichenprozessionsspinner. Im Frühjahr werden Büsche und Bäume von sogenannten Gespinnstmotten überzogen. Die Gespinste sehen aus, als wäre eine Gruppe Gespenster an den Zweigen und Ästen hängengeblieben. Die Raupen der Gespinstmotten sind für Menschen und Tiere völlig ungefährlich. Sie lassen sich einfach von den Eichenprozessionsspinner-Raupen unterscheiden.

  • Die Raupen der Gespinstmotten sind unbehaart.
  • Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind behaart, die feinen Brennhärchen lösen allergische Reaktionen aus.
  • Gespinstmotten befallen verschiedene Baum- und Straucharten wie Obstbäume oder Ziersträucher. Manchmal spinnen sie Büsche oder Bäume komplett ein.
  • Eichenprozessionsspinner finden sich überwiegend an Eichen. Nur selten befallen sie andere Bäume.