Umweltwoche 2026

Die Umweltwoche 2026 im Landkreis Vechta fand vom 16. bis 21. März in enger Kooperation mit der Stadt Vechta statt. Klimaschutzmanager Alexander Kunz hatte zusammen mit einigen Partnern eine ganze Reihe an Aktionen für alle Altersklassen auf die Beine gestellt. Viele Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an den kostenlosen Veranstaltungen, Workshops und Mitmachaktionen rund um die Themen Umwelt- und Naturschutz (siehe Beiträge unten).

Im Mittelpunkt der Umweltwoche stand die aktive Beteiligung: Alle Personen, Gruppen, Vereine, Schulen, Kindergärten und Nachbarschaften waren herzlich eingeladen, eigene Aktionen und Projekte zu starten, die den Umwelt- und Naturschutz fördern. Das Engagement reichte von Pflanzaktionen über Aufräuminitiativen bis hin zu kreativen Projekten, die das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärkten. 

Ein großer Erfolg war die erste Schul-Challenge anlässlich der Umweltwoche. Mehr als 30 Schulklassen aus dem Stadtgebiet machten mit ganz unterschiedlichen Projekten mit. 


Infos zu den Programmpunkten in Vechta

Das Regenrückhaltebecken in Telbrake ein Jahr nach den Pflegearbeiten. Foto: Famula / Stadt Vechta
Umweltwoche

Was Regenrückhaltebecken können – und was nicht

Vortrag am 18. März hinter dem Rasta Dome anlässlich der Umweltwoche.

In Vechta schützen aktuell 50 Regenrückhaltebecken die umliegenden Wohn- und Gewerbegebiete bei starken Niederschlägen vor Überschwemmungen. Das können sie allerdings nur, wenn sie richtig gepflegt werden. Wie funktionieren die Becken? Wie unterhält die Stadt Vechta sie? Welchen ökologischen Nutzen können sie haben und wo liegen ihre Grenzen? Darum geht es am 18. März (Mittwoch) um 15.00 Uhr am Regenrückhaltebecken hinter dem Rasta Dome. 

Jens Famula vom Fachdienst Stadtentwässerung erläutert vor Ort, wie das Bauwerk Regenwasser zurückhält und kontrolliert ableitet. Der Vortrag anlässlich der am Montag starteten Umweltwoche im Kreis Vechta ist kostenlos. Interessierte können sich bei Vechtas Klimaschutzmanager Alexander Kunz anmelden unter der E-Mail-Adresse alexander.kunz(at)vechta.de.

Die Stadt Vechta bevorzugt bei den künstlich angelegten Bauwerken eine naturnahe und ökologische Bauweise und Gestaltung. Jens Famula erklärt, warum sie aber nicht einzig der Natur überlassen werden können und regelmäßig gepflegt werden müssen. Dabei kommt die Stadt Vechta um Rückschnitte der Vegetation nicht herum. 

Wie zum Beispiel im Februar 2025 in einem Wohngebiet in Telbrake: In dem Regenrückhaltebecken mussten Bäume und Sträucher stark zurückgeschnitten und drei Bäume beseitigt werden, um den Speichereffekt in vollem Umfang zu erreichen und die Häuser im Wohngebiet effektiv zu schützen. Für solche Eingriff, die in der Regel vor Frühjahrsbeginn erfolgen, fehlt vor Ort manchmal das Verständnis. Auch wenn es unmittelbar danach nicht so wirkt, achten die Fachleute auf den ökologischen Aspekt. Bäume und Sträucher treiben hinterher wieder aus. Es wird auch anschließend kontrolliert, ob etwas nachgepflanzt werden muss. Schon im Laufe des Frühjahrs ergibt sich ein anderes Bild, wenn das Grün sich wieder ausgebreitet hat und den Zweck eines Rückzugsorts auch für verschiedene Tierarten erfüllt. Nach einem Jahr kann dies erst recht festgestellt werden (siehe Bilder unten).   

Das Nebeneinander von Funktion und Natur lässt sich auch am Regenrückhaltebecken hinter dem Rasta-Dome erleben. Alle Infos auch unter www.vechta.de/umweltwoche