Städtebauliches Rahmenkonzept
Ein städtebauliches Rahmenkonzept hilft bei Planungen, indem dort die grundlegenden Ziele und Leitlinien festgelegt werden. So bietet es eine Orientierung bei der Gestaltung der Flächen und Gebäude.
Das Rahmenkonzept für den Neuen Markt konkretisiert die Ziele und Empfehlungen, die im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) zur Städtebauförderung erarbeitet wurden. Auch Ergebnisse des Masterplan-Prozesses und das Einzelhandelsentwicklungskonzept sind in das Rahmenkonzept eingeflossen, das 2022 durch den Rat beschlossen wurde.
Aussagen zu den Handlungsräumen
Der heutige „Bankenriegel“ wird abgerissen und das Baufeld für die Neuentwicklung wird auf diesen Grundlagen festgelegt:
1. Die Sichtachsen auf das freigestellte Kaponier aus Richtung der Großen Straße/Alter Markt und der Kolpingstraße/Kino sollen nicht eingeschränkt werden. Auf größere Gebäude im Nahbereich zum Kaponier wird zugunsten von Freiflächen verzichtet.
2. Das zukünftige Gebäude soll Raumkanten zur Großen Straße sowie zur Straße Neuer Markt bilden und stellt den räumlichen Abschluss des oberirdischen Parkplatzes und des Platzbereiches dar, der durch die Öffnung des Europaplatzes in westliche Richtung entsteht.
3. Das stadtbildprägende Gebäude soll mehrere Funktionen erfüllen. Einzelhandel im Erdgeschoss wird ergänzt durch (außen-)gastronomische Angebote. In den Obergeschossen sollen Dienstleistungsangebote sowie attraktive Wohnungen entstehen.
4. Das Einzelhandelsangebot soll das bestehende Angebot ergänzen. Vor dem Hintergrund der wachsenden Konkurrenz durch den Online-Handel soll es eine hohe Anziehungskraft für die Innenstadt entwickeln. Der Eingangsbereich soll sich zur Großen Straße orientieren.
Mit der Festlegung des Baufeldes sind noch keine Vorgaben hinsichtlich der Architektur des Gebäudes verbunden. Diese werden im nachfolgenden Konzeptwettbewerb vorgegeben.
Durch die Freistellung des Kaponiers, die Einbeziehung des Elements „Wasser" und neue Freiräume mit verschiedenen Gestaltungselementen soll sich die Aufenthaltsqualität insgesamt deutlich erhöhen. Hinzu sollen außengastronomische und kulturelle Angebote kommen.
Durch die Verbindung mit dem Alten Markt und einer temporären Nutzung des Parkplatzes soll der Raum insgesamt auch Platz für größere Veranstaltungen wie das Schützenfest, den Weihnachtsmarkt u. ä. bieten. Diese Ziele sollen in der Gestaltung der Freiflächen berücksichtigt werden.
Die Parkplätze sollen sich in einer Tiefgarage und weiterhin oberirdisch auf dem Neuen Markt, östlich der Kolpingstraße, befinden.
Die Verbindung zwischen Neuem und Altem Markt soll in die Fahrrad- und Fußwegachse Zitadelle/Bahnhof/Neuer Markt/Alter Markt/Rathaus eingebunden werden.
Im Bereich der Kolpingstraße soll die neue zentrale und barrierefreie Haltestelle für die Stadtbuslinien entstehen, die sich heute an der Burgstraße befindet. Im Bereich der Burgstraße ist ein barrierefreier Ausbau aufgrund der fehlenden Flächen nicht möglich.
Kontakt
Muhle, Katharina
Fachdienst Stadt- und Landschaftsplanung
Burgstraße 6
49377 Vechta
katharina.muhle@vechta.de
04441 886-6106

